I Destroy im Exil

I Destroy im Göttinger Exil

Wer auf laute, authentische und moderne Rockmusik steht, kommt eigentlich nicht an I Destroy vorbei. Die drei jungen Frauen aus Bristol mischen Elemente des klassischen britischen Punks a la The Slits und den Sex Pistols mit modernen Elementen, einer harten Bassline und knackigen Gitarrensoli. Nun beehrten Bec, Becky und Jenn Göttingen mit einem Besuch und rockten das Exil.

Doch los ging es mit der Vorband CUP C. Nach 17 Jahren Pause kamen die vier Frauen 2016 wieder zusammen und zeigen seitdem, dass sie es immer noch draufhaben. Ein vielseitiges Set aus atmosphärisch verdichteten, lauten und gelegentlich auch zum Headbangen einladenden Songs ließ das volle Exil schon erahnen, warum der Abend unter dem Motto „Female Double Trouble“ läuft. So viel sei gesagt: Die Einladung zum Headbangen wurde vom Publikum angenommen.

Mit I Destroy kam dann eine Band auf die Bühne, die schon mit dem ersten und gleichnamigen Song die Menge für sich vereinnahmen konnte. Ein melodisches und schnelles „I destroy“ im Refrain zeigt gnadenlos, dass die Band nicht zum Teetrinken gekommen ist. Diese beeindruckende Power zog sich durch den gesamten Abend und ließ viele Besucher wie schon bei der Vorband nicht lange stillstehen. Das gilt besonders für die beiden Singles Annie und 98%.

Bec, Becky und Jenn haben dabei eine außergewöhnliche Präsenz auf der Bühne. Gerade die Sängerin und Gitarristin Bec begeistert mit ihrer kraftvollen Stimme und der Klarheit, mit der sie auf die Gitarre eindrischt. Bassistin Becky steht ihr in dieser Hinsicht aber in nichts nach. Man muss sich schon anstrengen, um ihren Fingern beim Spielen zu folgen. Gerade wenn man die beiden im Zusammenspiel beobachtet, erkennt man, dass diese Band nicht nur harmonisch, sondern auch menschlich funktioniert.

I Destroy sind drei junge Frauen, die wissen, was sie wollen. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Bec, Becky und Jenn einem größeren Publikum bekannt sind. Gerne können sie wieder ins Göttinger Exil kommen. Hier wird sicherlich immer ein Platz für sie wie für CUP C frei sein.

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