Luise Kinseher zu Gast im Alten Rathaus Göttingen

Die Kabarettistin und Schauspielerin Luise Kinseher war im Rahmen des Götinger Kultursommers zu Gast

Vermutlich wäre Robinson Crusoe mit einer „Google-Brille“ niemals dazu gekommen, 28 Jahre auf einer einsamen Insel zu leben, und hätte niemals die Berühmtheit einer Romanfigur erlangt. Der negative Effekt des technischen Fortschritts unserer Zeit äußert sich darin, dass wir während der Verbundenheit mit allem den Anschluss an uns selbst verlieren…

Doch die gute Nachricht ist: Mittels einer „Google-Brille“, lässt sich das Gehirn bis zur Nase erweitern!

Die Kabarettistin und Schauspielerin Luise Kinseher, auch bekannt als „Mama Bavaria“ ist bereits seit 1998 mit der Bühne vertraut. Am 16. Juli 2017 machte sie sich den weiten Weg von München bis nach Göttingen, wo sie im Rahmen des Göttinger Kultursommers die Bühne des Alten Rathauses betrat.

Das Publikum, unter dem, wie sie feststellte, nicht nur Rentner waren, feierte ihr neues Kabarett-Programm mit herzlichem Lachen.

Es war etwas Politik dabei, doch im Großen und Ganzen weniger für die breite Masse, mehr etwas für jeden einzelnen.

Die faszinierende Begegnung im Fahrstuhl, die sie gedanklich verfolgte, begleitete den ganzen Abend über das Bühnenprogramm.

Nach einigen Überlegungen kam sie zu der Schlussfolgerung, dass er, dem sie ansah, dass er „gerne lacht ohne versoffen zu sein“, so sein muss, wie sie: „intelligent, geistreich und erotisch“.

Die Gültigkeit dieser Schlussfolgerung begründete sie mit einem jeder Frau bekannten Gesetz, dass sich „Relativum im Relativum“ nennt und besagt: „Wenn eine Frau weiß, dass sie etwas weiß, dann weiß sie, dass sie etwas….“

Und auch wenn „Gretchen heutzutage nicht lange schmachten“, hat die Songeinlage von „Dream a little dream of me“ perfekt die Stimmung im Publikum aufgefangen. „Natürlich warten wir alle auf die große Liebe, aber bis es soweit ist – man übt!“ Oder man füllt sein Leben mit anderen Freizeitaktivitäten, wie z.B. „Yoga“ oder „Walden“, wobei man nicht vergessen sollte, dass man mit Freizeit als Verpflichtung, um die anderen zahllosen Verpflichtungen auszugleichen, bei manchen Menschen auf Widerstand und Aggression stoßen kann und sie für den „herabschauenden Hund“ meistens noch nicht bereit sind.

Denn es gibt wichtigeres im Leben! Vielen ist es nicht klar, nicht einmal den Gutachtern der Krankenkassen, wie zeitlich intensiv die Pflege eines nahen Angehörigen sein kann. Es geht dabei weniger um die Ausführung mechanischer Tätigkeiten, wie „Zähne putzen“, sondern vielmehr um die Verantwortung, dass er es nicht mit der „Klobürste“ macht.

Aber welche Verbesserungen sind zu erwarten, in einem Land, das von Politikern regiert wird, die alle „Emotionskiller“ nehmen?

Doch weiterhin gilt: „Ruhe bewahren!“, denn die Wissenschaft gibt Anlass zur Hoffnung, dass wir schon bald durch Wurmlöcher in eine Parallelwelt reisen können, wo es keine Politiker gibt, und wenn doch, dann haben sie ganz normale Jobs: „Angela Merkel ist Friseuse und Donald Trump ist ihr bester Kunde“.

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