DenManTau im Göttinger Nörgelbuff

Das Hamburger Quintett DenManTau spielte im Göttinger Nörgelbuff

Der Name des Hamburger Quintetts mutet norddeutsch an und das „Moin“ zu Beginn des Abends mochte dieses Gefühl zunächst beflügeln, doch ihre Musik klingt alles andere als provinziell. DenManTau gaben sich die Ehre und spielten im Nörgelbuff energiereichen Indierock mit einem Hauch von Weltmusik. Dabei stellten sie unter anderem Songs ihrer aktuellen EP Dark Light vor, für die sie eigens eine Crowdfunding-Kampagne starteten.

“Are you ready for a rock show?“, fragte Frontmann Paul Weber das Publikum ganz zu Beginn des Konzertes und versprach dabei nicht zu wenig. Unterstützt wurde er auf der Bühne von seinen Kollegen Stefan Pomplun (Bass), Jonas Gerigk (Gitarre, Begleitgesang), Julian Schonscheck (Gitarre) und Milan Carl (Schlagzeug). Zunächst wirkte die Musik vertraut - doch dann folgte ein besonderes Detail, das die Gruppe von vielen anderen Indiebands abhebt: So zückte Paul plötzlich eine Trompete und begann diese zu spielen. Das Ergebnis: Rockmusik mit ordentlichem Druck, der mit Elementen der Balkanmusik zum Tanzen einlädt. Das Ganze klang recht exotisch, quasi Red Hot Chili Peppers meets Beirut. Die Trompete wirkte dabei aber zur keiner Zeit störend oder gar wie ein Gimmick. Bei all der Instrumentierung möchte man meinen, dass der Gesang untergehen könnte, doch auch hier schaffte es Paul, souverän mit seiner Stimme zu glänzen. Als besonders eingängig erwiesen sich die Songs „Little Darling“, „Dark Light“ und „Moonchild“.

Die Reaktion des Publikums im Nörgelbuff sprach dabei Bände, denn kaum einer vermochte es, sich der Musik zu entziehen und stillsitzen zu bleiben. Auch zwischen den Songs gelang es der Band, die Besucher stets zu unterhalten: Sei es, sie für ein Geburtstagsständchen zu animieren oder mit ihnen die Bierflaschen zu erheben. Selbst die Werbung in eigener Sache für die EP oder das Merchandise geschah auf sympathische und augenzwinkernde Art und Weise („Wir spielen nur nochmal, wenn ihr unsere neue CD kauft!“). Für Späße blieb während des Abends immer Zeit, denn jetzt, da sie wieder einmal in Deutschland spielen, „[…] kann ich wenigstens meine schlechten Witze erzählen ohne erschossen zu werden“, so Frontmann Paul.

Zum Ende skandierte die Menge „One more song!“ und auch diesem Wunsch kamen DenManTau gerne nach, nannten es dabei grinsend „unbezahlte Überstunden“ und lieferten zum Abschluss ein Cover von Rammsteins „Du hast“. Auch diesem verliehen sie mit der Trompete ihre eigene Note. Und so endete der Abend einer Band, deren Musik zum Tanzen animiert und neugierig auf ihr Œuvre macht. Vor allem hielt sie aber live ein, was sie versprochen hatte: Nämlich eine Rockshow.

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