Der "Herr Polaris" gastierte mit seiner Band am 20.1. im Nörgelbuff und vertrieb, mit seinen melancholischen und wunderschön anzuhörenden philosophischen Reisen ins Innere der menschlichen Seele, die Kälte aus den Gliedern der Zuhörerschaft – in Richtung des Herzens.

Die drei Musiker fesselten ihre Zuhörer von Beginn mit einer getragenen Mischung aus geloopten Vocalsounds, planen Synthesizerklängen, rhythmisch und musikalisch perfekt interpretierten Drums und einer sanften Stimme, die mit seltenen Ausbrüchen ins Rotzige Geschichten über das Innenleben eines Melancholikers preis gibt. Geschickt versteht es die Band, den Herrn Polaris immer wieder anders klingen zu lassen, indem sie die klangliche Bandbreite von Shynthesizer und Drums spielerisch ausnutzen.

Schnell läuft man Gefahr sich der wunderschön klingenden Musik hinzugeben und sich weg zu träumen und verpasst das wesentliche – die Texte! Texte zum Nachdenken, Texte zum mehrmals hören. Dabei bedient er sich einer simplen Sprache, die er in kunstvolle Metaphern und Bilder packt. Wenn er dabei auch manchmal etwas sehr kryptisch wird. Von daher lohnt sich ein Kauf der Platten, um den Inhalt der Songs noch besser begreifen und wirken zu lassen. Denn dies ist nicht ganz einfach, da die Songs von Kompaktheit geprägt sind und sich der Zuhörer ohne Anmoderation erst in den thematischen Inhalt des Songs einfinden muss. Ehe man die Metaphern entschlüsselt hat wird man schon in den nächsten Song geworfen. Auch ein Stilmittel, um den Fokus auf die künstlerische Darbietung zu lenken. Kurze Gedanken oder Anmoderationen wären da nicht hinderlich. Und dass Herr Polaris durchaus charmant parliert, beweist er in seinen seltenen, kurzen Ansagen und auch nach dem Konzert.

Wieder mal hat sich bestätigt, dass man ausnahmslos auf sehr hohe Qualität gepaart mit Singer/Songwriter-Attitüde trifft, wenn man Konzerte von Obscure Bookings besucht – danke Herr Polaris!

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