#rettedeintheater

Nach einem angemeldeten Mehrbedarf von mindestens 9 Mio. Euro und der Forderung, diese langfristig in den Haushalt einzuschreiben, waren 3 Mio. Euro das Ergebnis, um das der Niedersächsische Landtag im November 2018 die Fördermittel für alle niedersächsischen Theater in kommunaler Trägerschaft erhöhte – kurzfristig für ein Jahr.

Was bislang seitens Presse, Politik und Aktionsteam #rettedeintheater als Teilerfolg gewertet wurde, droht nun zum Misserfolg zu werden. Denn statt den Theatern die zusätzlich bewilligten Mittel zweckfrei zur Verfügung zu stellen, werden diese durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft unter anderem mit Tariferhöhungen verrechnet, so dass den kommunalen Theatern kaum mehr Geld zur Verfügung steht als zuvor.

Was rein rechtlich korrekt sein mag, wirkt auf uns – die Theatermitarbeiter*innen – wie Hohn. Insbesondere auch deshalb, weil das Ministerium am längeren Hebel sitzt und die Theater und ihre Träger gezwungen sind, diese Vorgehensweise früher oder später hinzunehmen, da sie auf die Landesmittel und den Vertrag mit dem Land zwingend angewiesen sind.

Zudem stehen diese zusätzlichen Gelder immer noch nicht regulär im Haushalt, sondern müssen für die nächsten Jahre erneut verhandelt werden. Dasselbe gilt auch für die dauerhafte Übernahme der Tarifsteigerungen in vollem Umfang. Die Situation ist also nach wie vor unkalkulierbar und verunsichernd, da es weiterhin keine langfristige Perspektive gibt.

Trotzdem oder gerade deswegen freuen wir uns sehr, dass der Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtags just im richtigen Moment unsere bereits im Oktober eingereichte Petition für öffentlich relevant befindet und zur Mitzeichnung auf der Internetpräsenz des Landtags empfiehlt! Diese endet am 20. Mai - an dem Tag, wo der Kulturausschuss des Landtags passenderweise eine Anhörung zum GroKo-Antrag „Vielfalt des kulturellen Lebens in Niedersachsen fördern" durchführt.

Bitte unterstützen Sie noch einmal Ihr Theater und die Theaterschaffenden Niedersachsen ab sofort bis zum 20. Mai 2019 online auf der Seite des Niedersächsischen Landtags mit ihrer Unterschrift: https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/portal/nipetition/0/publicviewpetition?id=16

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