Figurentheatertage

Bundesweit einen sehr guten Ruf haben die Göttinger Figurentheatertage. Vom 9. bis zum 24. Februar 2019 ist es wieder so weit: zu den 34 Veranstaltungen für Erwachsene und für Kinder werden ca. 5.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Der Vorverkauf beginnt am 1. Dezember.

„Neben den großen Festivals in Nürnberg/Fürth/Erlangen, Bochum und Erfurt spielen wir hier in Göttingen in der ersten Liga“, betont Puppenspieler Michael Staemmler. Er ist seit vielen Jahre mit seinem Figurentheater Ginganz bei den Göttinger Figurentheatertagen zu Gast. Außerdem engagiert er sich sehr im Förderverein der Figurentheatertage. „Ohne diese ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, aber auch ohne die Sponsoren würden diese Festspiele nicht stattfinden können“, betont Festivalmacherin Stephanie Wedekind von der Stadt Göttingen. „Schließlich haben wir überhaupt kein Budget!“ Von den 50.000 Euro, die diese Tage ungefähr kosten, werden 75% über die Eintrittsgelder wieder eingespielt, der Rest kommt von Sponsoren wie zum Beispiel der Volksbank Göttingen.

„Mit dieser Summe können wir nur wenige große Produktionen nach Göttingen einladen,“ betont Wedekind. Wie zum Beispiel das Puppentheater Halle, das mit der Inszenierung „Hamlet“ am 10. Februar zu Gast im Großen Haus des Deutschen Theaters ist. „Über die Kooperation mit den Göttinger Theatern ist man vielerorts neidisch“, sagt Staemmler dazu. Auch das Junge Theater ist mit dabei. Die Eigenproduktion „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ feiert am 9. Februar seine Premiere im JT. Außerdem finden dort die Gastspiele „Babylon“ vom Stuffed Puppet Theatre (Niederlande) und „Niyar – paper tale“ statt. Diese Produktion von Maayan Iungman (Berlin) ist ein Papiertheater ohne Worte, ein faszinierendes und poetisches Objekt- und Puppentheaterstück.

Nachdem die „Kängeru-Chroniken“ im Jungen Theater seit der Premiere im April 2017 ein Dauer-Erfolg sind, ist nun das Marotte-Figurentheater aus Karlsruhe mit einer ganz eigenen Bühnenversion des Kult-Hörbuchs eingeladen. Und weil Stephanie Wedekind um die zahlreichen Göttinger Känguru-Fans weiß, gastiert das Känguru gleich zweimal im Alten Rathaus, und zwar am 22. und 23. Februar, jeweils um 20 Uhr.

Neben den traditionellen Spielorten Altes Rathaus, Apex, DT und JT gibt es noch zwei besondere Spielorte sind im Programm: im Modegeschäft Woggon gibt es eine Version „nur für Erwachsene“ vom Märchen „Das tapfere Schneiderlein“. Und bei Betten Heller im Schaufenster gibt es ein „Theaterstück für Einzelgänger“: am 16. Februar gibt es zwischen 11 und 14 Uhr Vorstellungen immer nur für eine Person. Diese dauert nur wenige Minuten und hat den Titel „Streichel-Einheit - Szenen einer Ehe zwischen Zeitschriften-Abo und Kürbiskernkapseln“.

Traditionell sind inzwischen auch die Vorstellungen im GDA-Wohnstift. „Diese Termine sind bei unseren Bewohnerinnen und Bewohnern sehr beliebt“, erläutert die Kulturreferentin des GDA-Wohnstift Dagmar Schulze. In diesem Jahr sind es die Produktionen „Engel mit nur einem Flügel“, die Erinnerungen aus der Kindheit des jüdischen Jungen Robert Goldstein am 11. Februar sowie die Adaption des Lübeck-Krimis von Derek Meisters „Rungholts Ehre“ am 14. Februar.

Das Kinderprogramm findet überwiegend im Kino Lumière statt. Das Figurentheater Ginganz mit Michael Staemmler feiert am 22. Februar dort die Premiere von „Der gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá“. Grundlage ist eine Geschichte von Jorge Amado, die mit liebevoll gestalteten Tischfiguren in Szene gesetzt wird.

Das vollständige Programm finden Sie hier im Kulturbüro Göttingen und auf http://figurentheatertage.goettingen.de

Tickets gibt es hier im Onlineshop des Kulturbüros sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen ab dem 1. Dezember.

Das Programmheft gibt es hier zum Download.

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