Kulturbüro

Ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Göttingen (ACK)

Gibt es in diesem Jahr kein „Weihnachtsoratorium“? So fragen sich manche Liebhaber dieses zu den bekanntesten und eindrucksvollsten Werken der Musikgeschichte zählenden Stückes. Es schafft stets eine Atmosphäre, die festlicher nicht sein könnte und gehört für viele untrennbar zu Weihnachten. Die Antwort lautet: Ja, es gibt ein Weihnachtsoratorium – ab Heilig Abend, an sechs Tagen.

Denn das „Weihnachtsoratorium“ ist kein in sich geschlossene Werk, sondern eine Sammlung von sechs Kantaten, die die biblische Geschichte von der Geburt Jesu erzählt. Die berühmte Geschichte aus Bethlehem aus dem Lukas-Evangelium beginnt am Weihnachtstag – und wird in diesem Jahr entsprechend am Heiligen Abend aufgeführt. Genauer gesagt um 18 Uhr in der St. Johanniskirche, gesungen von der Göttinger Stadtkantorei. Die Musikalische Leitung hat Bernd Eberhardt.

„Und es waren Hirten in derselben Gegend“ heißt es in der zweiten Kantate, die Solisten und die Mitglieder des Göttinger Vokalensembles am ersten Weihnachtsfeiertag um 11 Uhr im Gottesdienst in der St. Marienkirche singen werden. Die Leitung hat Andreas Jedamzik.

Die Kirchengemeinde St. Jacobi schließt die Weihnachtsfeiertage am zweiten Feiertag mit einem Gottesdienst um 17 Uhr in der Jacobikirche ab. In diesem Gottesdienst erklingt dann die dritte Kantate „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“ mit der Kantorei St. Jacobi unter der Leitung von Stefan Kordes.

Das „Fest der Beschneidung Christi“ ist eigentlich für den Neujahrstag vorgesehen. Die vierte Kantate erklingt aber bereits am Silvesterabend um 18 Uhr in einer Jahresschlussandacht in der St. Pauluskirche. „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“ singt der Singkreis St. Paulus, die Leitung hat Heiner Kedziora.

Am Neujahrstag lädt traditionell die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Göttingen (ACK) zu einem ökumenischen Festgottesdienst ein. Die ACK ist auch der Veranstalter und Träger dieser ökumenischen Kantatenreihe. DerFestgottesdienst mit der fünften Kantate beginnt am 1. Januar um 11 Uhr in der St. Godehardkirche. Es singt das Ensemble ProCant von Stephan Diedrich, der auch die Leitung innehat.

Den Abschluss bildet an Epiphanias die sechste Kantate „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“: am 6. Januar 2019 um 11.30 Uhr singt der Göttinger Universitätschor unter der Leitung von Ingolf Helm.

Die Gesangssolisten sind Johanna Neß (Sopran), Anna Bineta Diouf (Alt, am 26. Dezember: Hannah Meyer), Andreas Fischer (Tenor, am 31. Dezember Simon Jess) und Jürgen Orelly (Bass). Das Orchester setzt sich aus Göttinger Musikerinnen und Musikern sowie Mitgliedern des Göttinger Universitätsorchesters zusammen.

Organisiert wird dieses Projekt vom Kulturbüro Göttingen, Träger ist die ACK. Und finanziert werden die Aufführungen in den Gottesdiensten durch die jeweiligen Kollekten. Der Eintritt zu den Aufführungen in den Gottesdiensten ist – natürlich – frei. Bereits im Jahr 2012 wurde das Weihnachtsoratorium in dieser Form aufgeführt: in allen sechs Kirchen, in allen sechs Gottesdiensten wurden selbst die Stehplätze knapp. Es empfiehlt sich also ein rechtzeitiges Erscheinen.

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