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Freitag, 15. März 2019 20:00 - 21:30

DT2 (Deutsches Theater, Studio)

 

Der Untertan

von Heinrich Mann

Veranstalter:
Deutsches Theater

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Eintritt: 

Tickets ab 18,80 €

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Regie: Theo Fransz
Bühne: Theo Fransz

Mit:

 

 


Es ist kein spezifisch deutsches Phänomen: In ganz Europa und auch in Amerika sammeln sich rechte Kräfte zum Angriff auf offene, demokratische Gesellschaften. Als Allheilmittel gegen die Unübersichtlichkeit der globalen Welt wird Nationalismus wieder salonfähig und Populisten erklären die vermeintliche Stimme des Volkes zur letztinstanzlichen Wahrheit. So lässt sich jeder Diskurs, der ja die Grundlage der Demokratie ist, im Keime ersticken und im Namen des Volkes werden jene raunenden Begriffe wiederbelebt, die das Land schon einmal ins Verderben geführt haben.


Das Deutsche Theater Göttingen hat in der vergangenen Spielzeit mit mehreren Projekten beleuchtet, wie fließend der Übergang zum totalitären Staat verlaufen kann, wenn Populisten den politischen Raum besetzen. Wir zeigen diese Produktionen noch einmal an einem langen Wochenende, ergänzt durch eine Stadtführung und eine hochkarätige Podiumsdiskussion über den politischen Klimawandel.

Der Untertan. Von Heinrich Mann

Diederich Heßling ist ein perfekter Untertan: er unterwirft sich der herrschenden Macht, übt anderen gegenüber seine eigene Macht aus und spielt so das gesellschaftliche System unbedingt mit. Schon in der Familie beugt er sich ängstlich dem Willen, den Anordnungen und den Schlägen des Vaters und beherrscht und straft seine Schwestern, wie er sich auch in der Schule dem Direktor und den Lehrern furchtsam gefügig macht und die Mitschüler verpetzt. Und Diederich will aufsteigen in der Welt: Um zu studieren und Doktor zu werden, geht er nach Berlin, wo er der Studentenverbindung »Neuteutonia« beitritt und sich seine fanatische Begeisterung für den jungen Kaiser Wilhelm Bahn bricht. Ist er auf der einen Seite als Kleinstädter überreizt vom großstädtischen Leben, geben ihm als weichem, nicht gefestigtem jungen Mann das Kaisertum und die Kameradschaft der Studentenverbindung auf der anderer Seite Halt. Als Doktor der Chemie beerbt er seinen Vater, den Papierfabrikaten in der Heimatstadt Netzig als einziger Mann in der Familie und Firmenchef. Unter seiner Leitung werden die Arbeiter geknechtet und die Sozialdemokratie bekämpft. Arbeiterrechte werden zugunsten der Effizienz missachtet und Schmeicheleien der Größen in Netzig zur Fabrikvergrößerung eingesetzt.
Im privaten wie im geschäftlichen wird er mehr und mehr zu einer Imitation von Kaiser Wilhelm, dem er mit einem Denkmal huldigen möchte. Doch die Enthüllung des Denkmals, das die Krönung von Diederich Heßlings Leben sein sollte, wird zu seiner größten Schlappe.

Heinrich Manns »Der Untertan« ist zwar im wilhelminischen Zeitalter verortet, aber der Weg und die Charakterisierung Diederich Heßlings hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt: Obrigkeitshörigkeit, fehlende Zivilcourage, Angst vor dem Überhandnehmen von Notleidenden, Effizienzdenken oder wirtschaftlicher Opportunismus sind Phänomene der Gegenwart.

Heinrich Mann
Der 1871 in Lübeck geborene Heinrich Mann bezog sich in seinem schriftstellerischen Schaffen stets auf gesellschaftliche und politische Beobachtungen. Mit glasklarem Blick, beißendem Zynismus und pointierter Satire entlarvte er die Gesellschaft. 1933 wanderte er deshalb aus Deutschland aus, gelangte über die Tschechoslowakei nach Frankreich, dann in die USA, wo er 1950 starb.

Premiere am 16.4.2016

Erlebte einen jener besonderen Theaterabende, an denen alles stimmte

Rezension des Kulturbüros

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Das Deutsche Theater Göttingen bietet über den Seiteneingang des DT-Bistros einen barrierefreien Zugang – auch Besucher, die auf eine Gehhilfe oder einen Rollstuhl angewiesen sind, gelangen so problemlos zur Vorstellung. Vom DT-Bistro erreichen Sie mit dem Fahrstuhl sowohl das DT – 2 als auch das DT – 1. Dort stehen in jeder Vorstellung vier Rollstuhlplätze zur Verfügung. Die Begleitperson eines Rollstuhlfahrers erhält im DT eine Freikarte.

DT2 (Deutsches Theater, Studio)

Theaterplatz 11
37073 Göttingen
http://www.dt-goettingen.de

 

 

 

Termin eingetragen von: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! am 19.02.2019 20:20 Uhr


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