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Szenenwechsel

  • Der braune Geist war in Göttingen noch sehr präsent, als 1959 die Gesellschaft für christlich- jüdische Zusammenarbeit gegründet wurde. Eine kritische Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik hatte es bis dahin nicht gegeben. Dafür machte sich nun das Bündnis stark, das vor allem auf den Dialog mit den jüdischen Mitbürgern setzte, die das Terrorsystem überlebt hatten. Viele Projekte zur Erinnerungskultur und zum jüdischen Leben in Göttingen prägen seitdem das Engagement der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die am Wochenende ihr 60jähriges Bestehen feiert. Im Gespräch mit Tina Fibiger zieht der Vorsitzende des Vereins, Heiner Willen Bilanz über 60 Jahre Gedenk- und Bildungsarbeit über jüdisches Leben in Göttingen.

     

  • Als Pressefotograf ist David Ole immer wieder in der Künstlerszene unterwegs und auch off stage auf der Suche nach Gesichtern, Gesten und Performancestimmungen. Aaron Bircher hat vor allem Momentaufnahmen vom unterwegs sein im Blick, die sich für ihn wie Tagebuchaufzeichnungen verstehen. Das sind neben Treffen mit Freunden in Göttingen auch zufällige Begegnungen im Alltag. In Kassel begaben sich die beiden Fotografen erstmals für eine Ausstellung in einen gemeinsamen Dialog mit ihren Arbeiten. Daran an schließt sich jetzt ein weiterer Dialog mit aktuellen Positionen zeitgenössischer Fotografie in der Göttinger Galerie Art Supplement. Sie hören dazu ein Gespräch mit David Ole und Aaron Bircher.

    Hören Sie das Gespräch von Tina Fibiger mit David Ole und Aaron Bircher:

     

  • Die Ansage verspricht schon mal eine ganze Menge, zumindest was den Dresscode angeht. Bunt, schrill, laut, glitzer und gold, gold, gold wünschen sich Gabriel von Berlepsch und Daniel Mühe das Outfit für die Discobesucher im DT-2. Nach ihrem legendären Debüt bei der DT-X Party sind die beiden Schauspieler auch am Samstagabend musikalisch wieder in top Form und machen als „Golden Boys do cry“ ihre „Disco" mit „Platten, die rumliegen". Jede Menge Songs aus den 80ern liegen bei ihnen rum / und dafür haben sie nicht nur die Charts geplündert. Lassen Sie sich überraschen!

    Hören Sie die "Golden Boys" im Gespräch mit Tina Fibiger:

      

  • Theatermagazin Szenenwechsel: Für diese JT Saison haben Fred Kerkmann und Tobias Sosinka die musikalischen Stimmungsbilder und Statements der 80er Jahre im Blick. «Personal Jesus» nennt sich ihre musikalische Zeitreise, in der sich das Lebensgefühl eines Jahrzehnts spiegelt.

  • Am Jungen Theater hat sich der Dramatiker und Regisseur Peter Schanz erneut in ein Kapitel Stadtgeschichte vertieft. Schon in seinem Szenario über Georg Lichtenberg gab es eine Begegnung mit Georg Forster. Die Biografie des Südseeforschers und reisenden Gelehrten faszinierte Schanz vor allem mit Blick auf dessen Göttinger Gefährtin.

  • Prinzessinnen haben keineswegs so gute Karten, wie es die Märchenwelt behauptet. Von wegen Traumprinz und Happy End. Was ihnen nach Verwünschungen und hinterlistigen Attacken noch so alles blüht, verbergen all die sagenhaften Erzählungen. Trotzdem halten sich die Visionen von strahlend schönen und vor allem glückliche Schneewittchen und Dornröschen, die Elfriede Jelinek in ihren „Prinzessinnendramen“ entzaubert. Dazu gehören auch die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern und diese idealisierten Frauenbilder, die sich darin immer noch wirksam sind.

    Auf der DT-2 Bühne des Deutschen Theaters inszeniert Julia Prechsl das Schauspiel um drei Märchenfrauen, die ihre Rolle nicht länger einfach so akzeptieren. Die Premiere ist am 25. Januar.

    Im Gespräch mit der Regisseurin stellen wir Ihnen Jelineks dramatische Demontage vor.

    Hören Sie eine "Kostprobe" aus der Inszenierung mit Gaia Vogel und Dorothée Neff

  • Die Verhältnisse sind bereits teuflisch, bevor sich sie zuspitzen. Doch dann mischt sich der Teufel höchstpersönlich ein und richtet im stalinistisch bürokratischen Moskau ein höllisches Chaos an. Nichts verändert sich wirklich zum Besseren in Michael Bulgakows Roman „Meister und Margarita“, auch nicht in der literarischen Vision des Dichters von einer humanistischen Gesellschaft.

    Am Deutschen Theater inszeniert Titus Georgi Bulgakows Roman in einer dramatischen Fassung. Sie hören ein Gespräch mit dem Regisseur, auch über die Faszination für ein Stück Welttheater, das sich auch auf der Bühne wie ein grandioses absurdes Spektakel entfaltet.

  • Was ist das, was in uns hurt, lügt, stiehlt und mordet? Georg Büchner stellt diese Frage in seinem Schauspiel „Dantons Tod“. Aber sie gilt auch für Shakespeares „Macbeth“, nachdem er den Einflüsterungen der Hexen und denen seiner Lady erliegt.

    Der erfolgreiche Feldherr wird zum Königsmörder, lässt bald darauf seinen einzigen Freund töten und regiert als blutiger Tyrann mit höllischen Alpträumen. Als Mörderspiel von Mörderclowns beschreibt Christoph Mehler Shakespeares finsteres Panoptikum, das er am Deutschen Theater inszeniert.

  • Zum Empfang ballern zwei Gewehrschüsse. Offensichtlich steht die Begegnung zwischen dem gefeierten Autor und Literaturpreisträger Abel Znorko und dem Journalisten Erik Larsen unter keinem guten Stern. Doch nach ersten störrischen Wortwechsel und weiteren Gewehrschüssen zeigt sich, dass die beiden Männer etwas verbindet. Es ist eine schmerzhafte und auch sehr berührende Geschichte, an die sie sich in Eric-Emmanuel Schmitts Schauspiel „Enigma“ herantasten und ein ganz entscheidendes Kapitel in ihrem Leben.

    Auf der DT-X Bühne im Keller des Deutschen Theaters inszeniert Johanna Schwung ihre Spurensuche in einer geheimnisvollen Vergangenheit, die wir Ihnen im Gespräch mit der Regisseurin vorstellen.

    Hören Sie das Gespräch von Tina Fibiger mit Johanna Schwung:

    Hören Sie eine Kostprobe aus dem Stück:

     

  • Erich Kästner erklärte seinen „Fabian“ zum ironischen Moralisten, wie er durch die letzten Jahre der Weimarer Republik flaniert, in der sich die Krisenstimmung mehr und mehr zuspitzt. Viele seiner Beobachtungen und Kommentare klingen erschreckend aktuell, so auch sein Fazit über diesen „Wartesaal Europa“, in dem nur noch provisorisch gelebt wird, während die demokratischen Verhältnisse zunehmend von radikalen Parteien und Parteilichkeiten attackiert werden.

  • Zehra ist eine Figur aus einer Fernsehserie. Doch ihre Autorin Müjgan kann sie nicht wie eine Fiktion betrachten, wenn sie nun ein Drehbuch über ihren Tod verfassen soll und dabei Klischees über türkische Familienverhältnisse reproduzieren. Die verfolgen auch Müjgan, die seit drei Jahren in Deutschland lebt und nun mit Zehra einer Frau begegnet, die das geplante Drehbuch sabotiert. Die verweigert sich nicht nur dem traditionellen Frauenbild, sondern auch einer Geschichte, die sie zum Opfer erklärt.

    Für das „boat people projekt“ hat Sonja Elena Schröder diesen leidenschaftlich kämpferischen Dialog der beiden Frauen inszeniert, den wir Ihnen nun vorstellen: „Schwesternherz“ von Ceylan Ünal.

  • In der neuen Folge des Theatermagazins Szenenwechsel führt Tina Fibiger ein Gespräch mit dem Intendanten Erich Sidler über die neue Inszenierung „Wir sind die Neuen“ am Deutschen Theater

  • Theatermagazin Szenenwechsel: „Wie es euch gefällt“ am ThOP Gespräch mit Regisseur Klaus-Ingo Pißowotzki

  • Szenenwechsel extra zum Hildegard-Knef-Abend „Ich brauch Tapetenwechsel“ im Apex - ein Gespräch mit Maja Müller-Bula und Andreas Düker

  • Die Kurstadt ist in Aufruhr. Statt lukrativer Einnahmen droht die große Pleite, Badearzt Thomas Stockmann hat herausgefunden, dass aus der Heilquelle auch gesundheitsgefährdende Bakterien sprudeln und fordert eine Sanierung. Die lokalen Honoratioren wollen den Skandal unbedingt vertuschen, weil sie um ihre Rendite fürchten, und so spitzen sich die Ereignisse in Henrik Ibsens Schauspiel „Der Volksfeind“ dramatisch zu.

    Am Deutschen Theater inszeniert Gerhard Willert das Kräftemessen um den idealistischen Badearzt und seine Kampfansage gegen die lokalpolitischen Netzwerke und die herrschenden Besitzstandsverhältnisse.

  • Pricila und Natalia haben noch viel vor: Zum Beispiel das Publikum noch mal so richtig dramatisch und vor allem politisch aufmischen. Natürlich boykottieren sie alle Pläne um den Abriss ihres Theaters. Das ist inzwischen ziemlich ramponiert, genauso wie auch ihre gemeinsame Geschichte, die sie schon so lange beschäftigt.

    Dem Jungen Theater steht zwar kein Abriss bevor sondern eine Sanierung und der vorübergehende Umzug in die ehemalige Voigtschule. Und so versteht sich „Vor dem Abriss“, das Stück des spanischen Dramatikers José Sanchis Sinisterra, auch als Parabel auf bewegende Zeiten für das JT-Team.

    Victoria Valerie Montera inszeniert das bewegende Duell der beiden leidenschaftlichen Theaterfrauen mit Agnes Giese und Christina Rohde, das wir Ihnen im Gespräch mit der Regisseurin vorstellen.

    Hören Sie eine Kostprobe aus dem Stück:

    „Vor dem Abriss“ hat am 22. Februar 2019 im Jungen Theater Göttingen Premiere. Weitere Vostellungen sind am 26.2., 7.3., 27.3. und 24.3., jeweils um 20 Uhr.

  • Über die Zukunft der Göttinger Stadthalle wird zur Zeit heftig und emotional diskutiert. Lebhaft ging es auch am vergangenen Sonntag, den 31. März 2019, im Deutschen Theater zu. Dort diskutierten auf Einladung des Deutschen Theaters und des Göttinger Tageblatts Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), Olaf Feuerstein (CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Göttingen), Robert Marlow (Präsident der Architektenkammer Niedersachsen), Ratsfrau Dagmar Sakowsky (Bündnis 90 / Die Grünen), Thomas Wedrins (SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt) sowie Tobias Wolff (Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen).

  • Sein brennendes Interesse für historische Zeiträume, ihre biografischen Zusammenhänge und die darin enthaltenen musikalischen Neuigkeiten machen Reinhard Goebel zum idealen Fährtenleser für die GSO Konzertreihe „Wiener Klassik“.

  • An manchen Tagen geht alles schief. Aber vielleicht ist das eher eine Frage der Lebenseinstellung, an der das Paar in Christopher Durangs Komödie „Gebrüllt vor Lachen“ laboriert. Die turbulente Begegnung an einem Supermarktregal irritiert die Frau und den Mann nachhaltig, so wie auch die alltäglichen Widrigkeiten, denen sie sich zunächst jeweils im Monolog widmen und dann auch in einem gemeinsamen Schlagabtausch auf der DT-X Bühne.

  • In der neuen Ausgabe des Theatermagazins Szenenwechsel spricht Tina Fibiger mit Regisseur und Choreograf Valenti Rocamora i Torà über die Inszenierung von „4.48 Psychose“ auf der DT-2 Bühne

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