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Judith Strößenreuter

  • Die Komödie „Willkommen“ hatte Premiere im Deutschen Theater

  • In der Heilquelle dümpeln gefährliche Bakterien. Es sieht nicht gut aus für den prosperierenden Kurort und seine Gewinnspekulanten, die sich gerade noch in kapitaler Aufbruchstimmung wähnten. Aber noch geht es auf der Bühne fast euphorisch zu. Kurarzt Tomas Stockmann genießt die Tatsache, dass er mit seinen Vermutungen richtig gelegen hat und sein Bruder Peter als Stadtvorsteher und Vorsitzender der Kulturverwaltung beim Bau der Heilanlage mal wieder geknausert hat. Mit so einem Skandal lässt sich natürlich auch politisch einiges an Aufruhr anrichten, gegen die kommunalen Netzwerker und ihre Seilschaften. Doch es lauert noch einiges mehr an zerstörerischen Unruheherden in Henrik Ibsens Schauspiel „Ein Volksfeind“ und auch in der Inszenierung von Gerhart Willert, der dieses kleinstädtische Gesellschaftspanorama am Deutschen Theater sondiert und seziert hat.

  • Ein bisschen kulturelle Bildung täte Behringer vielleicht ganz gut, wie er da an einem verkaterten Sonntagmorgen an seinem Lebensüberdruss laboriert. Freund Hans rät ihm zu optischem Styling, mehr noch zu guten Büchern, Kinoabenden und Ausstellungen und natürlich auch mal zu einem Theaterbesuch. Die freundschaftliche Kabbelei könnte ewig so weiter gehen, auch weil sich die Beiden weiterhin uneins sind über Karriereoptionen und Erfolg versprechende Verhaltensmuster. Doch dann bebt der Bühnenboden zur Premiere von Eugène Ionescos Schauspiel „Die Nashörner“, das Thomas Dannemann am Deutschen Theater inszenierte.

  • Gemeinsam heult es sich viel schöner, über eine weitere kaputte Ehe und dann auch über weibliche Rollenmuster, die in der Gender-Debatte ständig unter die Räder kommen. Auf der Bühne des Deutschen Theaters leuchtet jetzt das Schild „Crying Room“ auf, für sechs Schauspielerinnen und ihren gemeinsamen Chor. In dem ist alles erlaubt, auch hysterisches Kreischen, sich krümmen und scheinbar verzweifelt ausflippen. Taschentücher sind ausreichend vorhanden, um dabei auch ein bisschen Makeup zu verschmieren, und noch mehr Power, um anschließend ganz entspannt für ein gemeinsames strahlendes Lächeln zu posieren. Dafür gibt es auch Sonderapplaus, bevor es wieder um „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ geht und das emotionale Desaster einer erfolgreichen Modedesignerin, die sich unsterblich aussichtslos verliebt.

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