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„Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms mit dem Chor und Orchester der Universität Göttingen in der St. Jakobikirche

Freitag, 19 Mai 2017 19:32

Halleluja!

Aufführung des „Messias“ von Unichor, Barockorchester und Solisten

Montag, 30 Januar 2017 12:48

Mit Bravour gespielt

Zwei vom Komponisten unvollendete Werke führten Universitätschor und -orchester zum Semesterabschluss auf. Diese Zusammenstellung hatte ihren eigenen Reiz, auch wenn Mozarts Requiem ergänzt und vervollständigt wurde – zur Aufführung kam die Fassung von Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr. Das Universitätsorchester unter Leitung des Akademischen Musikdirektors Ingolf Helm eröffnete den Abend mit der Sinfonie in h-Moll von Franz Schubert – der „Unvollendeten“. Die Kontraste zwischen und innerhalb der beiden Sätze arbeitete Helm deutlich heraus und konnte sich hierbei auf die jungen Musikerinnen und Musiker verlassen, die mit viel Enthusiasmus das Werk zum Klingen brachten.

Im zweiten Teil des Abends konnte insbesondere der Universitätschor glänzen. Mozarts Requiem erfordert eine hohe Präsenz der Mitwirkenden. Die jungen Sängerinnen und Sänger waren hochkonzentriert und gut einstudiert dabei, was ihnen die Freiheit gab, den Blick auffallend häufig von den Noten zu lösen. Das brachte durch den direkten Kontakt zum Dirigenten nicht nur einen wunderbar leichten und homogen geformten Chorklang, sondern für das Publikum auch einen erfreulichen Anblick. Die Gesangssolisten waren Theresa Sommer (Sopran), Anna Bineta Diouf (Alt), und Yannick Spanier (Bass). Für den kurzfristig erkrankten Sebastian Franz war Florian Lohmann (Tenor) eingesprungen. Die Solisten harmonierten bestens und ließen den Abend zum Erlebnis werden, da die Gesangssolisten in diesem Stück häufig im Quartett gefordert sind. Einzig Theresa Sommer fiel durch etwas angestrengte Stimmführung und deutliches Vibrato etwas aus dem Rahmen. Das Orchester begleitete zuverlässig und stellte sich seiner Aufgabe auf einem hohen Niveau. Die gelegentlichen Intonationstrübungen schmälerten die Gesamtleistung nicht. Mozart hat in seinem Requiem nur tiefe Holzbläser eingesetzt und erreicht damit eine besondere, einem Totengedenken gemäße, Klangfarbe. Hier sind besonders die Bassetthörner zu erwähnen, Instrumente, die üblicherweise Laienspielern nicht zur Verfügung stehen, hier aber von den beiden Studentinnen mit Bravour gespielt wurden.

Die gewählten Tempi verlangten lange Spannungsbögen vom Chor. Eine Anforderung, der sich die Sängerinnen und Sänger in bemerkenswerter Weise stellten, der Chorklang war ausgewogen und stimmstark. Das liegt sicher auch an der vorbereitenden Probenarbeit mit Andreas Jedamzik, der in den langen Schlussapplaus von Helm mit einbezogen wurde.

Montag, 14 November 2016 10:17

Mit viel Elan

In den dichten Reigen der Konzerte im November in Göttinger Kirchen fügte sich am Samstag auch das traditionelle Konzert des Singkreises St. Paulus ein.

Donnerstag, 28 Januar 2016 12:02

Ausdauernd und federleicht

Rossinis „Messe Solennelle“ mit dem Universitätschor in der Johanniskirche

Der Göttinger Universitätschor ist wieder da: Unter der Leitung von Ingolf Helm gaben die Choristen gemeinsam mit vier Solisten Rossinis „Petite Messe Solennelle“ - und bewiesen damit einmal mehr, wozu sie in der Lage sind.

Rossinis „Messe Solennelle“ erlebt anscheinend zurzeit so etwas wie eine Renaissance: Immer öfter findet sich das geschmeidige, zur schlanken Begleitung von Harmonium (hier: Christopher Weik)und Klavier (hier: Gi Ran Jung) gesetzte Werk auf den Spielplänen städtischer Chöre. Gerade im späten Januar ist das wohltuend für die geschundenen Ohren. Weihnachten und damit verbundene musikalische Qualen sind vorbei, der Schnee schmilzt und frühlingshafte Temperaturen kitzeln verschlafene Eichhörnchen aus ihren holzigen Kobeln. Zeit also für den großen Gourmet unter den Opernkomponisten, Zeit für ein Lob des geschmeidigen Arienkatholizismus': Bühne frei für Gioachino Rossinis „Messe“.

Ausdauernd und federleicht hangelte sich Ingolf Helm durch Rossinis Partitur und seine Sängerinnen und Sänger dankten es ihm mit spürbarer Singfreude. Insgesamt präsentierte sich der Chor mit einem ausgeglichenen, sanften Klang, der gegebenenfalls noch etwas Stärke und Dynamik in den kräftigeren Sätzen der Messe hätte vertragen können. Wunderbar harmonisch allerdings gestaltete sich das Verhältnis zwischen Solisten und Chor: Besonders schön kam das Zusammenspiel im abschließenden Agnus Dei heraus. Anna Bineta Diouf, die als Altistin die Solopartien mit großer Ausdrucksstärke und ergreifendem Timbre sang, wurde nie übertönt, sondern schmiegte sich souverän und mit großem Facettenreichtum in den Gesamtklang ein.

Es ist beeindruckend, dass Jean Christophe Fillol, der erst kurz vor Konzertbeginn als Bariton-Solist für seinen erkrankten Bassisten-Kollegen eingesprungen war, eine so ausgewogene Leistung präsentieren konnte. Uwe Gottwinter sang hierzu mit einem sehr klaren, wenngleich in den höheren Lagen oft etwas spitzen Tenor, und Theresa Sommer bezauberte das Publikum mit einem samtig strahlenden Sopran, der insbesondere in ihrem Crucifixus zu voller Geltung kam.

Dass an diesem Abend der letzte Schnee geschmolzen ist, konnte jeder Göttinger am nächsten Morgen am eigenen Leib erfahren. Und falls daran nicht der eindrucksvolle Vortrag von Chor und Solisten eine Mitschuld trägt, so doch mit Sicherheit der tosende Beifall des Publikums: Man munkelt, dass sogar die Eichhörnchen vor der Johanniskirche für eine kurze Zeit von ihrer beschwerlichen Nusssuche Abstand genommen haben.

Dienstag, 14 Juli 2015 07:59

Sommerliches Konzert zum Semesterende

Göttinger Universitätsorchester und Universitätschor in der Johanniskirche

Am Wochenende haben das Universitätsorchester und der Universitätschor unter der Leitung des Akademischen Musikdirektors Ingolf Helm zum Semesterende das Ergebnis der gemeinsamen musikalischen Arbeit vorgestellt. Das Programm, das in diesem Sommersemester erarbeitet wurde, wurde in zwei Konzerten in der gut gefüllten St. Johanniskirche aufgeführt. Der Abend begann mit Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie, der Pastorale. Die von Beethoven gewählte Programmatik dieser Sinfonie stellt passend zur Jahreszeit musikalisch Szenen einer Landpartie, ein Unwetter und die anschließende Ruhe nach dem Sturm dar. Dieses Stück ist für ein studentisches Orchester eine Herausforderung, der sich die Musizierenden mit großem Engagement und Können stellten. Besonders hervorzuheben sind hier die Holz- und Blechbläser, die immer wieder die kleinen, aber heiklen solistischen Stellen mit Bravour meisterten. Die Cello- und Bassgruppe lieferte stets ein zuverlässiges Fundament. Dieses sorgte dafür, dass einige kleinere Ungenauigkeiten zwischen den verschiedenen Stimmgruppen, die vor allem durch die Akustik der Kirche und die Sitzverteilung im Altarraum bedingt waren, schnell aufgefangen werden konnten und den Hörgenuss nicht trübten.

Das zweite Stück des Abends, die Messe Nr. 5 von Franz Schubert in As-Dur steht in einer für Streicher ungünstigen Tonart und stellt damit große Anforderungen an das Können des Orchesters. Aber von dieser Misslichkeit abgesehen, die hörbar keine war, war der Unterschied sofort bemerkbar: dieses Stück ist Kirchenmusik und für den Kirchenraum komponiert. Durch das Hinzukommen des Chores änderte sich auch die Akustik im Altarraum merklich und das gemeinsame Musizieren aller Beteiligten war ein wahrer Hörgenuss. Der Chor beeindruckte durch dynamische Differenzierung sowie den strahlenden und intonationssicheren Chorklang. Die Solisten werden in dieser Messe von Schubert nur gemeinsam als Terzett oder Quartett eingesetzt. Theresa Sommer, Anna Bineta Diouf, Uwe Gottswinter und Yannick Spanier bildeten ein außergewöhnlich ausgewogenes Ensemble großartiger Stimmen, das wunderbar miteinander harmonierte.

Das studentische Kulturticket sorgte für ein auffallend junges Publikum, das begeistert zuhörte  und  anschließend den Musizierenden lange und ausdauernd applaudierte.

Montag, 28 Juli 2014 13:16

Dynamisches Potential

"Carmina burana" mit dem Universitätschor in der Aula

Auf imposante Weise präsentiert sich unter der Leitung von Ingolf Helm der Göttinger Universitätschor mit dem Orffschen Opus magnum, den „Carmina burana“, in einer reduzierten Fassung für Solisten, zwei Klaviere, Schlagwerk und Chor zum Semesterabschluss in der Aula am Wilhelmsplatz.

Das 1937 uraufgeführte Werk, oft auch leicht missverständlich als szenische Kantate bezeichnet, hat eine erstaunliche Rezeptionsgeschichte: Obwohl als entartet bezeichnet – unverständliche Texte und zu sehr am Jazz orientiert –, erfreute sich das Werk großer Beliebtheit bei vielen Nazi-Größen. Orffs Rolle als Komponist während des Nazi-Faschismus ist bis heute strittig; umso überraschender ist die Entwicklung nach 1945, als Carmina Burana zu einem der populärsten Werke auch im internationalen Konzertbetrieb wurde.

Diesem Werk widmete sich auch der Unichor für ein Semester unter der Leitung von Ingolf Helm. Dabei ergibt sich für jeden Chor das Problem, mit der bemerkenswerten Popularität dieses Stückes konfrontiert zu sein: Vielen dürfte vor allem der wirkungsmächtige Eingangs- und Schlusschor „O Fortuna“ im Ohr sein – Wikipedia verrät, auf IMDb seien mehr als 60 Kino- und Fernsehproduktionen aufgelistet, in denen Teile der „Carmina burana“ genutzt worden sind –, während viele Abschnitte des Mittelteils eher unbekannt sind.

Neben seiner Popularität sind es der Aufbau und die kompositorischen Mittel, deren Orff sich bedient, die wesentlich für eine künstlerische Umsetzung des musikalischen Textes sind. Eine ausgeprägte Rhythmus-Gruppe und starke rhythmische Akzentuierungen in den Chorsätzen, das Fehlen motivischer Arbeit und stattdessen der Rückgriff auf Mittel wie Repetitionen, Ostinati und sich teilweise wiederholende Tanzformen dürften die wesentlichen Aspekte sein, mit denen diese ekstatische und übermütige Musik beschrieben werden kann. Wie auch im Notentext überaus deutlich wird, macht der rhythmisch schlagende Duktus den teils mitreißenden Charakter des Werkes aus und stellt eine wesentliche Anforderung an die Musizierenden dar.
Diese Anforderungen des Werkes meisterte der Unichor sehr eindrucksvoll. Gleich zu Beginn beim „O Fortuna“ präsentierte der Chor sein dynamisches Potential, wobei sich jedoch sehr schnell zeigte, dass ein mächtiges Skandieren im hohen Register die Gefahr birgt, gerade die rhythmischen Akzente zu vernachlässigen und in den kontrastierenden, leisen, fast geflüsterten Passagen, die Prägnanz zu verlieren. Doch gerade in den rhythmisch schwierigen Abschnitten wurde der Chor souverän von den Musikern am Schlagwerk gestützt, die trotz krankheitsbedingter Schwierigkeiten wesentlichen Anteil am Gelingen dieser Aufführung hatten. Die beiden Pianisten Valentin Blomer und Michael Schäfer, die in dieser Fassung den Part des Ensembles der von Orff vorgesehenen Instrumente übernahmen, spielten ein professionelles Konzert, wie auch die drei Solisten, die die Soli für Bariton (Daniel Schäfer), Tenor (Friedrich von Mansberg) und Sopran (Theresa Sommer) übernahmen.

Letztlich erscheint Orffs „Carmina Burana“ jedoch vor allem als ein Werk, in dem der Chor im Mittelpunkt steht und nicht die individuelle Versiertheit eines oder mehrerer Musiker. Dieses Werk setzt ein Kollektiv voraus, welches der Unichor, zusammengesetzt aus Studierenden der Universität – die keine Profi-Musiker sind –, darstellt und als solches für ein eindrucksvolles Konzert gelobt werden muss. Der Chor präsentierte sich auf höchst souveräne Art und Weise, und die Singenden zeigten, dass sie dieses Werk nicht nur gerne präsentiert haben, sondern auch mit den wichtigen dynamischen Kontrastierungen, den rhythmischen Nuancen und sehr ausdifferenzierten Klangregistern umgehen können. Jede Kritik an dieser Vorstellung wäre angesichts der Tatsachen – hier treffen sich begeisterte Studierende wöchentlich, um gemeinsam Musik zu machen und ein größeres Werk einzustudieren – eine Kritik auf hohem Niveau. Das einzig Wesentliche bleibt noch immer – so suggeriert es neben der Musik auch der Text – den Genüssen des Lebens zu frönen; und nicht ohne Grund prägte Strawinsky nach der Uraufführung 1937 den wohl negativ intendierten Begriff des Neo-Neandertalismus, um den Orffschen Stil und das, was auf der Bühne stattfand, zu beschreiben.

Dvořáks "Stabat mater" in der Johanniskirche

In der voll besetzten Göttinger Johanniskirche präsentieren sich Universitätschor und –orchester sehr gut vorbereitet zum Semesterende. Auf dem Programm stand das „Stabat mater“ von Antonín Dvořák. Das Stück ist eine sehr innige und individuelle Auslegung des alten katholischen Hymnus: Dvorak hat es nach dem Tod seiner Kinder komponiert.

Samstag, 05 Oktober 2013 09:49

Vita brevis, ars longa

Lyrik und Musik von Nikolaus Kahlen und Andreas Kleinert im Alten Rathaus

"Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang.“ Dieser Sinnspruch ziert, neben anderen, die Halle des Alten Rathauses zu Göttingen, Veranstaltungsort an diesem Abend.
 
Texte, Töne der beiden Autoren höre ich an diesem Abend zum ersten Mal, doch kommt mir der Satz nicht aus dem Kopf.
 
"am anderen Ende des Tones“
Nikolaus Kahlen (Lesung; Gesang), Andreas Kleinert (Komposition; Lesung; Violine, Viola), Theresa Sommer (Sopran), Yevgeniya Schott (Klavier; Lesung) gestalten die anderthalb Stunden des Programms. Theresa Sommer singt trotz einer Erkrankung- in den tiefen Lagen hört man dies ein wenig. Für diese Göttinger Uraufführung kurzfristig Ersatz zu besorgen, wäre sicher mehr als schwierig geworden- somit ein lobenswerter Einsatz. Lob auch für die Frau am Klavier: stets aufmerksam, souverän, mit sichtlicher Freude bei der Arbeit.

Texte, Töne der beiden Herren sind wie in einem Zopf aus Lesungen, Liedvertonungen (Klavier & Stimme; je einmal: Stimme, Viola, Klavier / zwei Stimmen, Violine, Klavier) und Instrumentalstücken (Klavier; Violine alleine) miteinander verwoben. Eine äußerst gelungene Idee! Jedes der vertonten Gedichte hören wir erst gesprochen und, irgendwann später, im Verlaufe des Abends mit Tönen unterlegt. Dank der excellenten Textverständlichkeit aller Vortragenden – ob Sprache oder Gesang- kann auf den Abdruck der Gedichte verzichtet werden.

"am anderen Ende des Tones“ ist das titelgebende Eröffnungsstück- eines der besten in Wort & Klang.
 
Lyrik in Wort…
 
Ein Autor kann der vollendete Sprecher seiner Verse sein. Er muß es nicht. Die 50, zumeist kurzen Gedichte –„Liebe“ bildet das Gros der Themata- läßt Nikolaus Kahlen (Sänger, Autor von Beruf) hauptsächlich im immer schwergewichtigen, immer zu ernsten "Ich-trage-ein-Gedicht-vor“-Ton erklingen. (Mein Deutschlehrer hatte uns davor gewarnt.) Das wird mit der Zeit leider reichlich monoton; merkwürdig atemlos wirkt es dazu.
 
Leider, muß ich schreiben, denn manch’ schönes Sprachbild, manch’ gelungene Wendung geht so unter. Z.B. „seine Stimmenweben“, die eine verlassene Frau aus dem Zimmer fegt; oder die Gedichte „ein neuer tag“, „morgendämmerung“. Freie Formen, teils mit Binnenreimen, dominieren; formale Experimente finden sich kaum.
 
Allein bei den humorvolleren Versen gewinnt der Vortrag Lebendigkeit, läßt bei den Limericks (herrlich schrägschrullige Reime!) Stimmung im Saal aufkommen.
 
(Auf das bräsige „die eckige runde“ aber möge der Autor in Zukunft bitte verzichten. Politische Lyrik ist nur, wenn originell, zu ertragen.)
 
…und Ton
 
Andreas Kleinert, Musiklehrer von Beruf, vertonte die Gedichte überwiegend im letzten Jahr, die Instrumentalstücke entstanden z.T. deutlich früher. Die Zusammenarbeit der beiden ergab sich zufällig.
 
Ob man es bereits Personalstil nennen kann? Viel rhythmisch Kleinteiliges und kurze Phrasen finden sich besonders in der Klavierbegleitung; kaum längere Abschnitte, Formen; harmonisch Anklängen an z.B. Hindemith. Musik ohne Extreme. Ein paar der Gesangslinien, von Theresa Sommer in den zehn Stücken für Sopran & Klavier (von insgesamt 15 Liedern) engagiert vorgetragen, erinnern entfernt an R. Strauß’sche Orchesterlieder und geben der Musik sofort mehr Weite, Atem, Raum. Der recht einheitliche Gestus der Lyrikvertonungen ist sicherlich erwünscht, kann Herr Kleinert doch auch ganz anders, wie die Stücke um „Hier spielt das Leben“ zeigen: Melodie, Rhythmus etc. erinnern sofort ans (richtig gelungene) Musical.
 
Vita brevis?
 
Ja, das Leben ist kurz- und diesem Abend fehlte eigentlich nur eines: Eine mutigere Programmgestaltung. Die löbliche Idee, ausschließlich Werke zweier Künstler vorzutragen, hätte mehr Abwechslung im Inneren bedurft. Es gab ein Zuviel von zu Ähnlichem. (Sporadisch blitzte auf, daß die Herren Kleinert & Kahlen andere Pfeile im Köcher gehabt hätten…)
 
Vielleicht dies die Ursache, daß bei den etwa 30 Besuchern der Funke nur sehr zögernd übersprang?

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