Punkte neu 30 transparentWillkommen im Kulturbüro Göttingen - Ihrem Veranstaltungsportal für Göttingen

Mittwoch, 13 September 2017 21:41

Große Spielfreude und technische Perfektion

Abschlusskonzert der Nikolausberger Musiktage mit Rupprecht Drees (Trompete) und dem Göttinger Barockorchester

Mittwoch, 13 September 2017 08:33

Ungeahnte Orgelklänge in schwarz-weiß

Filmkonzert bei den Nikolausberger Musiktagen mit Otto Maria Krämer

Samstag, 09 September 2017 19:15

„Wieviel Geist braucht der Mensch?“

Eröffnungskonzert der dritten Nikolausberger Musiktage

Montag, 12 September 2016 17:11

Chorklang in Vollendung

Nach einem ereignisreichen Wochenende rund um „Perspektiven zwischen Reger und Shakespeare“ endeten die 2. Nikolausberger Musiktage mit einem Konzert des Norddeutschen Figuralchores unter der Leitung von Jörg Straube.

Montag, 12 September 2016 16:22

„Musik-Öffner“ für Max Reger

Regers Choralkantaten „Meinen Jesum lasse ich nicht“ und „O Haupt voll Blut und Wunden“ standen im Mittelpunkt des Nachtkonzertes der Nikolausberger Musiktage. Sie umrahmten die Bach-Kantate „Christ lag in Todesbanden“.

Montag, 12 September 2016 09:21

Tief in die Seele der Zuhörer.

Der Kammerchor con anima unter der Leitung von Jan Scheerer gastierte mit einem Reger- und Shakespeare-Programm bei den Nikolausberger Musiktagen

Samstag, 10 September 2016 13:01

Intensiv und emotional

Mit Bach-Kantaten wurden die diesjährigen Nikolausberger Musiktage eröffnet. „Perspektiven zwischen Reger und Shakespeare“ lautet das Motto der Festspiele.

Donnerstag, 01 September 2016 21:38

Tradition – Überregionalität – Innovation

2. Nikolausberger Musiktage vom 9. bis zum 11. September

Dienstag, 15 September 2015 07:50

Gänsehaut beim Konzert des Landesjugendchores

Der Landesjugendchor bei den Nikolausberger Musiktagen

Mit einem Konzert des Niedersächsischen Landesjugendchores gingen am Sonntag die ersten Nikolausberger Musiktage zu Ende. Auf dem Programm standen überwiegend Werke von Komponisten aus dem Ostseeraum. Dieser Chor aus 16- bis 26jährigen Jugendlichen besteht aus Mitgliedern aus ganz Niedersachsen und trifft sich zwei bis drei Mal in einem Jahr zu mehrtägigen Probenphasen.

Geleitet wird der Chor zurzeit von Florian Benfer, der auch Leiter des Stockholmer Kammerchores und weiterer Ensembles ist. Gemeinsam mit den jungen Sängerinnen und Sängern hat er das Programm „Nordic Sounds“ erarbeitet, das in der gut besuchten Klosterkirche präsentiert wurde.

Schon im ersten Stück, dem „Ave maris stella“ von Edward Grieg, merkt man an, wie gründlich mit dem Chor gearbeitet worden ist: der Klang aus den knapp 60 Kehlen kam wie aus einem Guss. Und das, obwohl zahlreiche Stimmen im Chor dabei sind, die auch solistisch singen können. Das haben mehrere Mitglieder im Laufe des Abends bewiesen.

Bei einem Chorkonzert kann man nur selten feststellen, dass alle Sängerinnen und Sänger hellwach sind und mehr zum Dirigenten als in die Noten blicken. Das hat natürlich Folgen: der Klang kann sich deutlich besser im Raum entwickeln und der Chor kann auch die kleinsten Nuancen im Dirigat sofort umsetzen. Außerdem sieht es auch für die Zuhörer einfach besser aus.

Voraussetzung für solche Ergebnisse ist intensive Probenarbeit und natürlich die Schulung genau dieser Fähigkeiten. Dazu kommt eine entsprechende stimmbildnerische Arbeit, die beim Landesjugendchor mit individuellen Stimmbildnern pro Stimmgruppe erfolgt.
Das herausragende Stück des Konzertes war das „Canticum Calamitatis Maritimae“ des finnischen Komponisten Jaakko Mäntyjärvi. Das Werk ist 1997 entstanden und verarbeitet das Schiffsunglück der 1994 in der Ostsee gesunkenen Fähre „Estonia“ musikalisch. Ein Requiem, das Gänsehaut verursacht. Bewundernswert, wie die jungen Sängerinnen und Sänger sich musikalisch und damit automatisch auch inhaltlich mit dieser Katastrophe auseinander gesetzt haben.

Als Zugabe gab es einen Gruß an die Nikolausberger Musiktage, in deren Zentrum das Werk von Heinrich Schütz stand: „Verleih uns Frieden“ – und zum Abschied noch eine Vertonung des plattdeutschen Volksliedes „Dat du min Leevsten büst“.

Wir können froh sein, dass das Land Niedersachsen das Projekt „Landesjugendchor“ seit vielen Jahren fördert. Alle Chöre im Land profitieren von dieser hervorragenden Arbeit, die in der Landesmusikakademie Wolfenbüttel geleistet wird.

Sonntag, 13 September 2015 13:47

Himmlischer Trost

Collegium Vocale Hannover zu Gast bei den Nikolausberger Musiktagen

Musik ist nur dann in ihrem ganzen Umfang existent, wenn sie praktiziert wird. Ihre Flüchtigkeit ist dem Werden und Vergehen des menschlichen Lebens vergleichbar. Sie kann Trauer und Leid, aber auch Hoffnung und Gewissheit direkter vermitteln, als es das Wort alleine kann. Und genau davon handelte dieses Konzert. Heinrich Schütz komponierte die Musicalischen Exequien, eine Beerdigungsmusik, anlässlich des Todes seines Landesherren Heinrich Posthumus Reuß mitten im 30jährigen Krieg. Die zu vertonenden Bibelverse und Liedtexte hatte dieser noch zu Lebzeiten selber zusammengestellt. Auch die Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger, die nach dem ersten Teil der Exequien erklang, steht in einem ähnlichen Zusammenhang: Mauersberger komponierte sie  am Karfreitag und -samstag 1945 und verarbeitete seine Eindrücke von der Zerstörung Dresdens, die er unmittelbar miterlebt hatte. Den Text entnahm er den Klageliedern des Propheten Jeremia. Der zweite Einschub in die Exequien war Arnold Schönbergs „Friede auf Erden“. Um die Intonation zu erleichtern, komponierte Schönberg eine Orgelbegleitung für den Chorsatz. 1923 stellte Schönberg einen Bezug zwischen der Aufführungsweise und der weltpolitischen Entwicklung her. Er schrieb „ Mein Chor >Friede auf Erden< ist eine Illusion für gemischten Chor, eine Illusion, wie ich heute weiß, der ich 1906, als ich sie komponierte, diese reine Harmonie unter Menschen für denkbar hielt. […] Seither habe ich nachgeben lernen müssen und gelernt, dass Friede auf Erden nur möglich ist unter schärfster Bewachung der Harmonie, mit einem Wort: nicht ohne Begleitung.“ So korrespondierten die drei sehr unterschiedlichen Werke mit ihrem inhaltlichen Aussagen über die Jahrhunderte hinweg. Auch Heinrich Schütz hatte für die Exequien instrumentale Begleitung vorgesehen. Die drei Instrumentalisten, Ryoko Morooka (Orgel), Irmelin Heiseke (Violone) und Dennis Götte (Laute), waren dem Chor eine kongeniale Begleitung und konnten jeweils auch in zwei Stücken solistisch glänzen. Mit der Toccata d-Moll von Froberger für Orgel sowie der Sonate für Laute und Basso Continuo von Ferrarese schufen sie instrumentale Ruhepunkte zwischen den Chorsätzen.

Das Collegium Vocale Hannover unter der Leitung von Florian Lohmann hat seine Schwerpunkte im Bereich der Alten und der Zeitgenössischen Musik und nutze mit diesem Programm die Gelegenheit, in beiden Bereichen zu glänzen und hoch differenziert zu musizieren. Die gut ausgebildeten Stimmen fügten sich zu einem wunderbar homogenen Chorklang zusammen. Die vielen Solopartien, die aus dem Chor heraus besetzt waren, machten immer wieder das große sängerische Potential der einzelnen Mitwirkenden hörbar. Der Kontrast zwischen den Exequien und den modernen Einschüben wurde durch die Interpretation, die Lohmann einstudiert hatte, deutlich herausgearbeitet und ließ die einzelnen Stücke umso klarer und eindrücklicher auf die Zuhörer wirken.

Wer nach oben schaute, konnte oberhalb der Musiker in der Deckenbemalung die korrespondierenden musizierenden Engel mit Orgel und Laute sehen – ein himmlisches Musizieren passend zu einer himmlischen Aufführung.

Sonntag, 13 September 2015 15:00

Sey nur still. Amen.

Patricia Grasse im Nachtkonzert der Nikolausberger Musiktage

Die „Kleinen geistlichen Konzerte“ von Heinrich Schütz sind kurze, kantatenähnliche Werke für eine kleine Besetzung. Wobei die Besetzung sehr unterschiedlich ist: von einer bis zu sechs Singstimmen reichen die Vorgaben von Heinrich Schütz. Entstanden ist diese Sammlung um 1636 – also noch inmitten der Wirren im Dreißigjährigen Krieg. Und so beginnt auch gleich das erste Stück mit den Worten „Eile mich, Gott, zu erretten, Herr, mir zu helfen!“

Die Sopranistin Patricia Grasse hat für das Nachtkonzert bei den Nikolausberger Musiktagen die Stücke ausgewählt, die für eine Sopranstimme vorgesehen sind. Das sind lediglich vier der 56 „Kleinen  geistlichen Konzerte“. Und weil diese Auswahl nicht konzertfüllend ist, hat sie noch einige „Musikalische Andachten“ des Bach-Zeitgenossen Johann Wolfgang Franck ausgewählt. Diese Stücke sind fünfzig Jahre später als die Konzerte von Schütz entstanden.

So ergab sich ein spannender Konzertablauf: zunächst die schlichte gehaltene, aber ungemein ausdrucksvolle Musik von Heinrich Schütz, dann die barocken Kleinode von Franck.

Patricia Grasse war eine ideale Besetzung für diesen Abend: sie gestaltete die Musik ergreifend und einfühlsam. Ihre schlanke Stimme klang in jeder Lage leicht, es war keinerlei Anstrengung zu hören. Und das bei einem einstündigen Programm, das nur einmal unterbrochen wurde durch eine Passacaglia von Alessandro Piccinini, gespielt von Andreas Düker auf der Laute.

Andreas Düker und Antonius Adamske (Orgel) begleiteten die Sängerin, teils gemeinsam, teils abwechselnd. Das Ensemble musizierte von der Orgelempore, während das Kirchenschiff im Kerzenschein leuchtete. So schön das atmosphärisch wirkte: akustisch hatte das zur Folge, dass der Text des Gesangs kaum zu verstehen war. Zum Glück war der Text im Programmheft abgedruckt.

Der prall gefüllte Samstag der 1. Nikolausberger Musiktage endete mit diesem wunderbaren Nachtkonzert mit Patricia Grasse. Insbesondere die Andachten von Franck waren eine Entdeckung. Das letzte Stück des Abends hieß „Sey nur still und harr auf Gott“ – und es endete mit dem Gruß zur Nacht: „Sey nur still. Amen.“

Freitag, 31 Juli 2015 00:00

1. Nikolausberger Musiktage

430 Jahre Heinrich Schütz

Die Klosterkirche Nikolausberg ist ohne Zweifel einer von Göttingens beliebtesten Konzertorten. Was läge näher, als ein wiederkehrendes Konzertereignis von höchster musikalischer Güte?

Vom Freitag, dem 11. bis zum Sonntag, dem 13. September veranstaltet deshalb die Kirchenmusik der Klosterkirche die 1. Nikolausberger Musiktage. Als Motto wurde hierzu der 430. Todestag des großen mitteldeutschen Meisters Heinrich Schütz ausgewählt. Er ist die Vaterfigur der nordeuropäischen Vokaltradition, indem er wertvolle Kompositionstechniken von seinem italienischen Lehrmeister Giovanni Gabrieli über die Alpen nach Kassel brachte, von wo aus es sich schnell verbreitete. In seinem Todesjahr wurden Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel geboren, welche später die deutsche Barockmusik zu neuen Horizonten führten.

Mit den 1. Nikolausberger Musiktagen soll diese Traditionslinie angesprochen werden. Einer der großen kompositorischen italienischen Vorgänger, Claudio Monteverdi, wird mit seinem Opus magnum, der Marienvesper im Eröffnungskonzert zu hören sein – in historischer Aufführungspraxis mit einem kleinen Ensemble, dem achtköpfigen Collegium Vocale St. Petri und drei Continuoinstrumenten unter der Leitung von Antonius Adamske, aber in modernem Gewand mit zeitgenössischer Lyrik zwischen den ausgefeilten Chorsätzen.

Im Festkonzert werden dann die berühmten „Musikalischen Exequien“ von Schütz selbst, die das Monteverdi-/Gabrieliprinzip barocker Mehrchörigkeit stark aufgreifen vom preisgekrönten Hannoveraner Collegium Vocale unter Leitung des jungen Dirigenten Florian Lohmann zu hören sein. Auch dieses Konzert versucht den Brückenschlag zur Moderne mit Schönbergs Vertonung „Friede auf Erden“. Um die Entstehungsgeschichte der Exequien und die Besonderheiten des Werkes besser verstehen zu können, soll im Vorfeld des Festkonzertes ein Podiumsgespräch zwischen dem Dirigenten und einem renommierten Kunsthistoriker stattfinden.

Natürlich kommen auch die Kinder nicht zu kurz. Zwischen Eröffnungs- und Festkonzert wird es einen musikalischen Workshop für Kinder geben, der an die Barockmusik heranführt und in einer kleinen Aufführung für Eltern und Interessierte die Ergebnisse präsentiert.

Den Samstag schließt ein Nachtkonzert ab, in dem einige der wundervollen „Kleinen Geistlichen Konzerte“ von Heinrich Schütz von der Sopranistin Patricia Grasse dargebracht werden.

Am dritten und letzten Tag, dem Sonntag, gibt es dann nach einem musikalisch besonders festlich gestalteten Bläsergottesdienst einen Jazz-Frühschoppen im Gemeindehaus mit den Künstlern Andreas Düker und Martin Tschoepe an Laute und Kontrabass. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt; ein Brunch lädt alle Besucher des Konzertes zum Genießen in jeder Hinsicht ein.

Schließlich enden die 1. Nikolausberger Musiktage am Sonntag mit dem Abschlusskonzert. Für das Abschlusskonzert konnte der Landesjugendchor Niedersachsen, ein Auswahlensemble höchster musikalischer Güte, gewonnen werden, an den 1. Nikolausberger Musiktagen mitzuwirken. Der international renommierte Dirigent Florian Benfer präsentiert in diesem Konzert eine Auswahl modernerer Nordeuropäischer Vokalmusik – ganz im Sinne der Nachfolge Schützens und dem Fortleben der nördlichen Vokaltradition nach 1700.

Das gesamte Programm mit der Möglichkeit, Tickets zu bestellen, finden Sie hier auf den Seiten des Kulturbüros. Eintrittskarten sind auch an allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Jetzt schon Tickets sichern

Sorry there were no events found.

Kulturticket

Gandersheimer Domfestspiele

Figurentheatertage