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DT-Nachtbar mit einer Vorlesung von Marco Matthes

Sonntag, 24 Dezember 2017 09:00

Großes Kino im kleinen „Bellevue“!

Eine weihnachtliche „Nachtbar“ im Deutschen Theater

Samstag, 21 Oktober 2017 14:12

Kunterbunter Haussegen

DT-Nachtbar mit den neuen Ensemblemitgliedern

Sonntag, 11 Juni 2017 22:24

Das Theaterkarussell dreht sich

Abschieds-Nachtbar mit Katharina Uhland und anderen

Samstag, 29 April 2017 02:05

Luther pur

DT Nachtbar mit den 95 Thesen

Am letzten Freitag im Monat hat sich für einige Göttinger schon ein kleines Ritual entwickelt: Sie pilgern zur Nachtbar im DT und lassen sich von den kleinen, oft launigen Kabinettstückchen des Ensembles verzaubern. Ende April wurde wohl so manche Erwartungshaltung enttäuscht: Der Ort war nicht der gewohnte - das Publikum wurde hinter das Theater in einen der Werkstattsäle gelotst und wurde dort mit Kerzenlicht und Geigenspiel empfangen. Und launig war es kaum, denn es gab Luther pur und im Original: Nikolaus Kühn und Gerd Zinck lasen abwechselnd alle 95 Thesen Luthers, deren Veröffentlichung vor 500 Jahren der Beginn der Reformation war.

Als Kanzel diente ein weit oben gelegener Treppenabsatz und so entwickelte sich während der Lesung eine besondere Dynamik und Stimmung: Fegefeuer, Buße, und Ablass - diese Wörter fielen von oben immer wieder auf die Hörenden herab, hatten etwas fast mantrahaftes und entwickelten eine beklemmende Atmosphäre. Was sich beim Hören viel mehr als beim Lesen erschloss, war die Zusammenstellung von Thesengruppen, die von ähnlichen Formulierungen gebildet wurden und durch diese Redundanz den Eindruck verstärkten.

Ein gelungenes Experiment und ein substantieller Beitrag zum Reformationsjubiläum: Denn es wird wohl trotz der vielen Veranstaltungen in Göttingen und bundesweit wenige Gelegenheiten geben, die Thesen Luthers in Gänze zu hören und auf sich wirken zu lassen - von „1. Als unser Herr und Meister Jesus Christus sagte: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen“, wollte er, dass das ganze Leben der Glaubenden Buße sei“ bis „95. Und so dürfen sie (die Christen) darauf vertrauen, eher durch viele Trübsale hindurch in den Himmel einzugehen als durch die Sicherheit eines Friedens.“

Mittwoch, 05 April 2017 08:49

Randale mit Blecheimern und Wasserflaschen

DT NachtBar mit Struwelpeter

Der Flügel ist auf Miniaturformamt geschrumpft. Umso mehr veredelt jetzt die Bassukulele vorübergehend die Rückwand der Bellevue Bühne, wo bereits das Glockenspiel auf das Lied von den artigen Kindern lauert. Artig ist bei dieser NachtBar natürlich niemand. Schließlich geht es um ein musikalisches Intermezzo mit gut gelaunten Unruhestiftern, die nach der „Shockheaded Peter“ Vorstellung auf der großen Bühne noch ziemlich umtriebig sind. Katharina Uhland strahlt in die Runde. Irgendwer sei vor ein paar Wochen auf die bekloppte Idee gekommen, einfach alle Lieder noch mal zu spielen. Also formiert sich das Struwelpeter-Team mit Andreas Jessing, Roman Majewski, Moritz Schulze und Andreas Strube freundlich lächelnd zum a-capella Ständchen. Dann hat es sich endgültig mit dem Artig-Sein und dem einfach so Lieder singen.

Struwelpeter und Suppenkasper, Paulinchen und Zappelphilipp machen einfach gern Randale mit Blecheimern und Wasserflaschen und spucken sich auch ohne Zauselperücke und Blähbauch fröhlich in die Suppe dass es nur so spritzt und gurgelt. Die Ansage, schön dass ihr da wart, lässt bereits ahnen, dass es nach der Wasserschlacht erst richtig zur Sache geht und dass der Hinweis, diese Szene ersparen wir euch, nur die Fantasie der Schauspieler mobilisiert, bei jeder Nummer spontan dazwischen zu funken, auch wenn jetzt erst mal fünfstimmig gezappelt wird. Umso schöner lässt sich hymnisch im ¾ Takt schwelgen, dass es den bösen Friedrich nun endlich erwischt hat um später mit Hans-Guck-in-die-Luft um die Wette zu kläffen und zu lästern, während sich die „Musikantenknochen“ Band mit Michael Fei, Hans Kaul, Tilman Ritter und Manfred von der Emde darauf ihren listig frechen musikalischen Reim macht.

Wo das Daumenlutschen die Libido beflügelt kann auch endlich mal ausgiebig geknutscht und gefummelt werden bis es Zeit ist für die böhzen Jungs, ein paar richtig fiese Grimassen und eine wüste Keilerei. Schön schmusig hat es dann Moritz Schulze als fliegender Robert, während sich seine Struwelpeter Gefährten nach all dem Spektakel noch eine Runde Bergbräu für den Show Down gönnen. Ein romantisches Finale nach diesen Shockheaded Peter short cuts, das geht natürlich gar nicht. Das wird mit einem weiteren Auftritt der „böhzen Jungs“ genüsslich geschreddert.

Sonntag, 26 Februar 2017 10:14

Bittersüße Untiefen

Die „Nachtbar“ im Deutschen Theater - eine Szenische Lesung mit Texten von Viola Köster

Schläft ein Clown… - So lautete der Titel der DT-Nachtbar am letzten Freitag im Monat Februar. Die winzige Bühne im „Bellevue“ des Deutschen Theaters ist liebevoll ausgestattet. Und aus dem Bühnenbett krabbelt nicht ein Clown. Dafür Bardo Boehlefeld und Frederik Schmid, dazu gesellt sich Katharina Uhland. Gemeinsam bilden Sie das Ensemble dieser Nachtbar. „Das Ensemble ist tot, es lebe das Ensemble“ lautet das Motto im Prolog.

Es folgen neun Szenen, alle aus der Feder von der Dramaturgin Viola Köster. Neun Szenen, die zum Teil eine hohe textliche Qualität haben. Und neun Szenen, in denen sich die drei Schauspieler wunderbar verwandeln und sichtlich Freude am Spiel haben. Neun Szenen, die vor allem eines gemeinsam haben: den bittersüßen Grundton.

Ob nun die schauspielenden Schauspieler, die immer weiter spielen müssen. Oder der Inhaber des syrischen Reisebüros, der keine Reisen nach Syrien verkaufen kann: er muss seinen Laden räumen, damit dort eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet wird. Oder die drei Betrachter von Tretbooten, die sich grundlegende Gedanken zum Fortschritt machen, bevor die Szene im Massaker endet. Oder der Gemüsehändler, der am Weltfrieden scheitert und am Ende keine Handgranaten mehr anbieten kann.
Allen Szenen ist gemeinsam, dass sie zunächst vordergründig komisch sind. Viola Köster versteht es in ihren Texten, den Bruch nicht ins Absurde zu vollziehen, sondern ins Hintergründige, Abgrundtiefe. Text und Schauspieler nehmen das Publikum mit.
Eine großartige Szene ist die zwischen den beiden Freunden, die sich in der Nacht unverhofft nahe gekommen sind. „Du hast auf mir draufgeschlafen!“ – „Würdest Du zu mir passen, hättest Du's gleich gemerkt.“ Als Zuschauer ist man hin- und hergerissen zwischen Lachen und Mit-leiden.

Die Quintessenz des Abends taucht unvermutet auf:

Es gibt keinen Halt
Es gibt keine Gewissheit
Es gibt nichts das bleibt
Es gibt Vergänglichkeit Punkt

Und nur deshalb können wir den Abend trotz der Untiefen genießen, trotz Zimtwuppis und schwäbischen Zimt-Zipferl. Oder auch wegen. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis für dieses wunderbare Format „Nachtbar“, in dem sich Theater und Publikum so nahe kommen:

Es gibt eine Gewissheit Doppelpunkt
Da ist ein Zusammenhalt zwischen Dir und mir

Samstag, 29 Oktober 2016 13:35

Egal, wohin die Reise geht

"Mephisto lungert in Papua – ein dramatischer Reisebericht" - Nachtbar mit Frederik Schmid im DT

Montag, 02 Mai 2016 00:11

Spielfreude pur!

„Nachtbar“ ist ein noch junges Format im Deutschen Theater: Freitags um 22.30 Uhr gibt es eine Produktion, die Mitglieder des Ensembles selbst entwickeln und produzieren.
Am letzten Freitag war es mal wieder so weit.

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