Punkte neu 30 transparentWillkommen im Kulturbüro Göttingen - Ihrem Veranstaltungsportal für Göttingen

Mit dem Gastspiel „Jedermann reloaded“, am Samstagabend, erfuhr die diesjährige Kultursommerreihe des Deutschen Theaters einen gebührenden Abschluss.

Gerhardt Polt und die Well-Brüder zu Gast in Göttingen

Samstag, 05 August 2017 11:52

Götter unter Glas

Ulrike C. Tscharre als die Stimme der „Terranauten“ im Alten Rathaus

Michael Frowin war im Rahmen des Göttinger Kultursommers zu Gast im Alten Rathaus

Dienstag, 18 Juli 2017 09:54

Intelligent, geistreich und erotisch

Die Kabarettistin und Schauspielerin Luise Kinseher war im Rahmen des Götinger Kultursommers zu Gast

Dienstag, 11 Juli 2017 13:14

Den Geist der Gegenwart gepackt

„Neue Göttinger Gruppe“ zu Gast im Alten Rathaus

Montag, 10 Juli 2017 10:17

Musik ist Sprache ohne Worte

Im Rahmen des Göttinger Kultursommers spielten am 9. Juli die fünf Musiker der Gruppe Radio Europa im Alten Rathaus und begeisterten das Publikum. Ihr Programm „Together in music“ vereint Melodien aus fast jedem Land Europas mit nur fünf Instrumenten.

Göttinger Kultursommer im Alten Rathaus: „Crossing the Waters“ mit Christiane Eiben, Sascha Münnich und Svavar Knútur

Donnerstag, 29 Juni 2017 17:07

Kultursommer: Musik im Alten Rathaus

Konzerte am 1. und am 9. Juli

Mittwoch, 28 Juni 2017 13:17

Kaltnadelradierung war erlaubt

DT: Jochen Malmsheimer zu Gast beim Göttinger Kultursommer

Frühbucherrabatt für die ersten 100 Karten

Es geht wieder los: Das Programm für das Open Air im Kaiser-Wilhelm-Park (KWP) nimmt Formen an. Feststeht: Max Giesinger ist ebenso dabei wie die Band Earth, Wind & Fire Experience feat. Al McKay Allstars. Der Vorverkauf startet bereits am Montag, 27. Februar 2017, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und natürlich hier online im Kulturbüro Göttingen. Kinder bis 14 Jahren haben in Begleitung eines Erziehungsberechtigten freien Eintritt. Die Tageskarte gibt es für 25,00, den Festivalpass für 40,00 Euro jeweils zuzüglich Vorverkaufsgebühr.

In diesem Jahr bietet der Fachdienst Kultur einen Frühbucherrabatt, damit sich der Kartenkauf auch lohnt. Die ersten 100 Tageskarten pro Festivalabend gibt es für einen vergünstigten Preis von 15,00 € zzgl. VVK-Gebühr.

Max Giesinger ist zur besten Sommerzeit auf der schönsten Open Air Bühne am Freitag, 18. August 2017, in Göttingen im Rahmen seiner „Der Junge, der rennt“ Sommer-Tour live zu erleben. Der Songschreiber aus Karlsruhe reitet zurzeit die Erfolgswelle. Die Single aus dem aktuellen Album „Wenn sie tanzt“ ist ein Megahit - nach „80 Millionen“ ein weiterer Clou. Max Giesinger überzeugt durch seine markante Stimme und seine energiegeladenen live Auftritte. Er liebt die Musik und fühlt sich auf der Bühne am wohlsten, wie ein Blick auf seinem ausgefüllten Tourplan verrät.

Einen absoluten Höhepunkt konnten die Veranstalter für Samstag, 19. August 2017, verpflichten: die Band Earth, Wind & Fire Experience feat. Al McKay. Dreizehn erstklassige Musiker um den Gitarristen und fünffachen Grammy-Gewinner Al McKay werden die KWP- Bühne mit tanzbarer Soulmusik der legendären Band „Earth, Wind & Fire“ fluten. Welthits wie September, Best of my Love, Sing a Song u.v.m. sind zu Klassikern geworden, die auf keiner Party fehlen und im August live im Kaiser-Wilhelm-Park (KWP) zu hören sind.

Das weitere Line Up zum KWP Open Air präsentiert der Fachdienst Kultur in Kürze. Informationen und Neuigkeiten immer auch unter www.kultursommer.goettingen.de  und www.facebook.com/KWPopenair .

Die große Wanderung. Dreiunddreißig Markierungen
Hans Magnus Enzensbergers politischer Essay in einer szenischen Lesung mit Peter Lohmeyer bei den Göttinger Theater Tagen

Dienstag, 16 August 2016 15:49

Ich werde nicht hassen


Der schmerzhaft beklemmender Monolog bei den Göttinger Theater Tagen mit Mohammad-Ali Behboudi

Donnerstag, 28 April 2016 10:34

Marching Band „Meute“ beim KWP-Open Air

Es gibt Neuigkeiten zum Programm des KWP-Open-Air im Rahmen des Kultursommers 2016: Zum Partyabschluss am Freitag, 19. August 2016, spielt die Hamburger Marching Band „Meute“.

Suzanne von Borsody eröffnet am Sonntag, 26. Juni 2016, um 20.00 Uhr mit einem Portrait der bekanntesten Malerin Lateinamerikas, Frida Kahlo, den Göttinger Kultursommer 2016. Die bekannte Schauspielerin präsentiert gemeinsam mit dem Trio Azul einen szenischen Liederabend im Deutschen Theater. Der Kartenvorverkauf startet am 4. April 2016 in allen bekannten Göttinger Vorverkaufsstellen und unter www.dt-goettingen.de. Karten gibt es zu Preisen von 13, 18, 25 und 28 Euro, ermäßigte Karten jeweils drei Euro günstiger.

Mittwoch, 09 September 2015 18:14

Curry rettet die Schwermütigen

Jaap Achterberg erzählt Uwe Timms Novelle „Die Entdeckung der Currywurst“

Auch der Erzähler ist hin und weg. Gerade hat er sich daran erinnert, wie sich auf seiner Zunge ein paradiesischer Garten öffnete. Damals in Hamburg, am Imbissstand von Lena Brücker, als sie ihm seine erste Currywurst servierte.

Dass das Currypulver auch heilsame Wirkung hat, wird sie ihm später noch erklären und dass der Streit um die Entdeckung der Currywurst eindeutig in Hamburg entschieden wurde und nicht etwa in Berlin, wo man angeblich erstmals Wurstscheiben mit Tomatensauce und Currypulver veredelt hat. Lena wohnt längst im Altersheim, als sie ihn schließlich neugierig auf die wahre Geschichte macht. Doch erstmal lässt sie sich ihre Erinnerungen mit reichlich Sahnetorte versüßen.

Die Miene der alten Dame scheint sich in Joop Achterbergs Gesicht zu spiegeln, wie sie jetzt ihren Besucher ein bisschen auf die Schippe nimmt. Der Schauspieler kontert mit geduldigem Minenspiel. Also erst mal ein Stück Schwarzwälder Kirsch, gefolgt von Sacher- und Herrentorte, bis Uwe Timms Novelle einen Zeitsprung macht, zurück in die letzten Tage des 2. Weltkrieges, mitten hinein in eine Liebesgeschichte.

Schon wenn Joop Achterberg die Begegnung Lenas mit dem jungen Soldaten Hermann schildert, wie sie die Lauschangriffe des Blockwartes abwehrte und ihrem Liebhaber das Kriegsende einfach verschweigt, gesellen sich die Bilder einer Wohnküche hinzu, in der eine Frau ihr Glück für ein paar Tage einfach genießt. Es sind Bilder von berührender Nähe, die schon in der Stimme des Schauspielers anklingen. Liebevoll lauscht er in den Text hinein und scherzt auch gern mit Lenas trockenem Humor und ihrem Gespür für praktische Lösungen. Wie sie ihren Ehemann kurzerhand vor die Tür setzt, der es sich nach den Jahren der Kriegsgefangenschaft vor allem mit Bier und Pantoffeln bequem machen möchte. Und wie beherzt sie trotz miserabler Versorgungslage die Idee mit dem Imbissstand verfolgt und  sich mit den abenteuerlichsten Seilschaften auf dem Schwarzmarkt vertraut macht. Uwe Timms Novelle nimmt wunderbar überraschende und kuriose Wendungen, wenn Pelzmäntel und Whiskyreserven, diverse Meter Holz, Tomatensauce, Gewürzdosen und Würste ohne Darm den Besitzer wechseln, bis endlich die entscheidenden Zutaten in der Pfanne köcheln.

Man möchte Joop Achterberg gern noch viel länger zuhören und mit diesem wunderbaren Erzähler am liebsten gleich noch einmal in die Figuren und ihre Geschichten eintauchen und dabei dieses ideelle Curryaroma genießen.

Dienstag, 08 September 2015 16:37

Die Sehnsucht nach Glanz

Fritzi Haberlandt mit dem "Kunstseidenen Mädchen" bei den Göttinger Theatertagen

So ein Pelz veredelt nicht nur äußerlich, als Zeichen von Stil, Geschmack  und Geld. Er mach auch etwas mit dem Innenleben von Doris, die weiß, was sie von sich alles erwarten kann. Sie will schließlich ein Glanz sein, die Bewunderung ihrer Mitmenschen genießen und ein Leben fern von Sparhaushalten, Alltagstristesse und Almosen führen. Fritzi Haberland befreit sich vorübergehend von dem edlen Stück. Viel wichtiger ist jetzt diese Band mit der existenziellen to-do-Liste, die es abzuarbeiten gilt, auch wenn es dabei immer zu Pannen, Katastrophen und Missverständnisse kommt.

Die Rolle als kleine Stenotypistin ist viel zu mickrig für Irmgard Keuns „Kunstseidenes Mädchen“, in das sich die Schauspielerin jetzt hinein lebt. In ihren Mut und ihren Eigensinn - und in die ganz klaren Ansagen über die vorwiegend männliche Umwelt und wie sie tickt. Leider ist ja auf die Männer kein Verlass, die ihr eigentlich eine solvente Zukunft garantieren müssten, aber nicht mal als Liebhaber Sicherheit bieten. Überhaupt ist das ganze Überlebensgeschäft eine ziemlich mühsame Angelegenheit für diese junge Frau, die es nach Berlin in den großstädtischen Glanz gelockt hat, damit er endlich auf sie abfärbt.

Auf der Bühne des Deutschen Theater lässt Jens Thomas am Flügel sanft anmutende Akkorde verklingen. Sie bilden zarte Echowellen, denen man nachlauscht, bis der Musiker mit seinem Gesang ein bisschen Wehmut aufkommen lässt und Fritzi Haberland nun die Welt ihrer Figur zerpflückt und darin eine couragierte Kämpferin freistellt. Die hadert und grummelt und kriegt eigentlich kein Bein auf den Boden, selbst wenn die Stimme das jetzt anders beschreibt. Schließlich kann Doris ja auch als anpassungsfähige Gefährtin funktionieren und sich trotzdem ihren eigenwilligen Reim auf die Verhältnisse machen, in denen nicht nur sie als Frau immer wieder auf der Verliererseite landet. Aber klein beigeben gilt nicht. Wieder lässt die Schauspielerin diesen kämpferischen Elan durchblitzen, der dann das trügerische Bauchgefühl übertönt, dass es mit dem ersehnten Glanz einfach klappen muss. Natürlich muss die Gestalt mit dem wachen Blick für die Verhältnisse der hoffungsvollen Träumerin dabei auch andauernd widersprechen; aber genau das macht diese Überlebenskünstlerin aus, die Fritzi Haberlandt in Worten und Gesten so wunderbar bestärkt. Manchmal überlagern die musikalischen Echos von Jens Thomas die Kämpfe, die in Imrgard Keuns Erzählungen mit allen Verletzungen ausgetragen werden. Dann klingt seine Stimme, als ob er das Bild einer geknechteten Kreatur beklagt, das er dann am Flügel und an der Gitarre noch forciert.

Von diesem Bild hat sich das kunstseidene Mädchen auf der Bühne des Deutschen Theaters zum Glück befreit. Es lebt und überlebt und glänzt dann umso mehr.

Der Kleine Prinz im Alten Rathaus: Ein Klassiker wird neu komponiert und bleibt vertraut

Ein bisschen Wüstencharakter kann man am Abend des 09.August 2015 dem Inneren des Alten Rathauses schon zubilligen. Das passt gut, denn in eine Wüste sollen die Großen, die auch einmal Kinder waren und den Saal bis auf den letzten Sitzplatz füllen, musikalisch-leserisch entführt werden. Honigfarben soll sie sein, die Wüste, und strahlend. „ Es macht die Wüste schön“, sagte der kleine Prinz, „dass sie irgendwo einen Brunnen birgt.“

August Zirner und Kai Struwe auf der Bühne mit Querflöte, Kontrabass und ehrlich-vertrauter Geschichtenerzählerstimme, sowie Karl-Heinz Käs hinter den Kulissen am Bildmaterial, bringen ein komponiertes Buch zu Gehör und vors Auge. Ohne Bilder funktioniert „Der kleine Prinz“ einfach nicht. Aber mit Musik funktioniert er gut.

Nicht zum ersten mal arbeiten Zirner und Struwe zusammen, die mit zwei so gegensätzlichen Instrumenten das berühmteste Werk Antoine de Saint-Exupérys auf einer zusäzlichen Ebene ausmalen. Zusammen haben sie diese märchen-sphärische Musik komponiert, zusammen ergänzen sie sich in diesem Dialog zwischen den beiden Instrumenten, jeder den anderen begleitend, mit wenigen Themen, die sich sacht ans geschriebene Wort anlehnen. Dazu August Zirners minimal-szenische Lesung, bei der er zwischen dem erzählenden Piloten und dem passionierten Flötisten wechselt. Der abgestürzte Pilot, der sich wieder an die Wirkung der Erwachsenen auf ihn als Kind erinnert und dabei nun selbst der Erwachsene ist, der nicht versteht, was ihm nicht erklärt wird. Und mittendrin ist auch der kleine Prinz selbst zu hören: immer wenn er lacht, lassen Struwe und Zirner die Chimes – eine Art Röhrenglockenspiel – erklingen. „Es wird sein, als hätte ich dir statt der Sterne eine Menge kleiner Schellen geschenkt, die lachen können...“

Dieser kleine Prinz, der nicht nur einen Fuchs, sondern einen ganzen Planeten gezähmt hat. Mit dieser Erzählung, die auch im Oeuvre de Saint-Exupérys eine Ausnahme darstellt, hat er den Laternenanzünder über Banker und Staatsoberhäupter gestellt, die Schönheit über die reine Nützlichkeit, soziale Beziehungen jedweder Art über den objektiv ermessbaren Wert der Dinge, und Kindern den klareren Blick im Vergleich mit „den Großen“ zugestanden. Antoine de Saint-Exupéry selbst war zum Zeitpunkt als der Prinz entstand bereits einige Jahre kriegserfahren. Und wahrscheinlich auch kriegsmüde; lediglich die Liebe zur Fliegerei und die dortigen entsprechenden Möglichkeiten ließen ihn immer wieder zur Luftwaffe zurückkehren. Man kann nun in der Einführung der Lesung einen Bezug zur aktuellen Flüchtlingswelle herstellen, und damit Menschlichkeit predigen, und Freundschaft, über die Grenzen des Gewohnten hinaus. Doch ich vermute, in diesen Dimensionen wird der entwaffnende weizenblonde Asteroidenbewohner eindimensional und wortkarg. Vielleicht halten die Künstler die Darbietung deshalb auch so schnörkellos; schwierig genug, mit allem, was in dieses kleine Kerlchen hineingedeutet wird, nicht pathetisch zu werden. So bleibt der Prinz in dieser Konzertlesung größtenteils ungebunden an Wichtigkeiten der Erwachsenen, in seiner kleinen Welt mit einer eitlen Rose und 43 Sonnenaufgängen an einem Tag. „Bevor die Affenbrotbäume groß werden, fangen sie ja erst damit an, klein zu sein.“

Für alle, die nicht genug von diesem einen Abend hatten und nicht selbst lesen, sondern vorgelesen bekommen wollen, gibt es das Werk auch auf CD zu kaufen. Oder, wem der Sinn nach etwas anderem steht, der kann weitere Kultursommerereignisse besuchen, wie „Once in a blue moon – eine musikalische Mondreise“ mit Christiane Eiben, Markus Gahlen, Sandie Wollasch und Matthias Hautsch am 16. August oder dem Kabarettprogramm „Der Abstandhalter“ von und mit Erwin Grosche am 22. August oder der kabarettistischen Musik in „Volumen 8“ von und mit Pigor und Eichhorn oder die Göttinger Theater-Tage am 05.&06. September im Deutschen Theater.

Festival im Kaiser-Wilhelm-Park am 17. und 18. Juli 2015

Die Headliner des Open Air im Kaiser-Wilhelm-Park 2015 stehen fest: ELO Klassik performed by Phil Bates & Berlin String Ensemble, Tom Gaebel & His Orchestra und Jupiter Jones rocken am 17. und 18. Juli 2015 Göttingens schönste  Waldbühne.

Das Electric Light Orchestra war eine der erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Sie lieferten Dutzende Top-20-Hits, von denen viele zu Klassikern der Popgeschichte wurden. Phil Bates, Sänger und Gitarrist des Electric Light Orchestra Part  II, tritt seit Ende der 80iger in die Fußspuren des begnadeten Jeff Lynne, und lässt für alte und neue Fans die größten Hits der Rocklegende wieder aufleben. Mit Bates großartiger Band und den Streichern des Berlin String Ensemble kommt der  unverkennbare Sound zeitgemäß auf die Bühne. Die rockig modernen Interpretationen lassen die Musik von ELO in einem völlig neuen Licht erstrahlen. ELO Klassik performed by Phil Bates & Berlin String Ensemble - was für ein Erlebnis!  Klassiker wie "Roll Over Beethoven", "Don't Bring Me Down", „Confussion“, „Xanadu“, "Hold On Tight" oder "Sweet Talking Woman" durchfluten den Göttinger Wald.

Eine einzigartige Stimme irgendwo zwischen Frank Sinatra und Tom Jones gepaart mit stilvollem & lässigem Entertainment und knackigem Big-Band Sound, das alles bringt Tom Gaebel & His Orchestra auf die Kaiserbühne. Mit ihrem „Summer Mix Special“ zaubern sie einen perfekten musikalischen Cocktail, der das KWP Publikum zum Swingen bringen wird. Neben Songs von der neuen CD „So Good To Be Me“ dürfen natürlich auch Evergreens von Frank Sinatra & Co. nicht fehlen. Mit ihrem Megahit "Still" erlangte Jupiter Jones 2011 Platin, zuletzt ein zweiter Platz hinter Revolverheld beim Bundesvision Song Contest mit „Plötzlich hält die Welt an“. Was noch: 5 Alben, immer wieder Chartplatzierungen und seit letztem Jahr ein neuer Sänger. Seit nunmehr über zehn Jahren spielen sich die Pop-Punk-Rocker und Gitarrenmusikmacher in die Ohren ihrer Fans. Jetzt endlich rocken Sie die Kaiser-Wilhelm-Park.

Über den weiteren fulminanten musikalischen Rahmen mit viel Göttinger Prominenz berichten wir in Kürze.

Die Karten sind ab 20. April 2015 an allen bekannten Vorverkaufsstellen und Online-Tickets unter www.reservix.de zum Eintrittspreis von 20 € zzgl. VVK-Gebühr für die Tageskarte und 34 € zzgl. VVK-Gebühr für die Kombikarte erhältlich.
Kinder bis 14 Jahren haben in Begleitung eines Erziehungsberechtigten freien Eintritt.

Karten gibt es auch hier online über das Kulturbüro:

Tickets für den Freitag

Tickets für den Samstag

Kombitickets für Freitag und Samstag


Weitere Informationen unter www.kultursommer.goettingen.de.
Kontakt:
Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen
37070 Göttingen
Tel. 0551 / 400 - 3321, Fax 0551 / 400 - 2743
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Montag, 04 August 2014 10:49

Wenn schon Diesseits, dann Göttingen!

„Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie“ – das Lied gab es erst als Zugabe. „Gibt es in Göttingen einen Puff?“ fragt Friedolin, beantwortet die Frage aber gleich selber: „Natürlich einen Akademikerpuff, da kommen die Männer immer eine Viertelstunde zu spät.“ Das Lied handelt von einer „Bordsteinschwalbe“, erläutert Wiebke.

Wiebke und Friedolin sind auf der Bühne und im realen Leben ein Paar. Auf der Bühne frotzeln sie sich dermaßen gegenseitig an, dass einem beinahe das Lachen im Halse stecken bleibt. Und dennoch ist gerade dies ein gutes Stück der Qualität der beiden, die mit ihrem neuen Programm „Paradiesseits“ zu Gast im Alten Rathaus waren. Immer nehmen sie sich nur selber auf’s Korn, nie die anderen. Oder kaum. Denn schnell merkt jeder im gut gefüllten Saal: Gemeint ist eigentlich jeder. Die Sprüche, die Streitereien, die Allgemeinplätze – sie sind allgegenwärtig im Alltag. „Wenn wir eine Spülmaschine hätten, könnten wir uns wunderbar darüber streiten. Du bist der Mann, der immer das Geschirr falsch einräumt.“

„Paradiesseits“ – es geht immer um das Paradies, um Adam und Eva („Hatten die eigentlich einen Bauchnabel?“), und um das Diesseits. „Wenn schon Diesseits, dann Göttingen!“ Die Sehnsucht nach dem Leben im Paradies („Lass uns auf’s Land ziehen!“) zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm.

Gebettet sind die Themen in aberwitzige Dialoge und in Lieder. „Ich möchte einen reichen Mann haben. So wie den Typen, der so heißt wie das Buch.“ Erst Minuten später wird klar: sie mein Marc Zauberberg, den Gründer von Facebook – der natürlich Zuckerberg heißt.

Die Dialoge bleiben nicht an der Oberfläche. Noch nicht einmal, als es schlüpfrig wird („Lass uns mal eine Intimrasur versuchen.“) Und immer, wenn ein Punkt, ein Wechsel kommen muss, kommt ein Lied. Hier zeigen sich die weitern Qualitäten des Duos „Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie“: musikalisch vielseitig begabt und bei den Texten immer den richtigen Ton treffend.

„Mann und Frau passen einfach nicht zusammen“, sagte einst Loriot. Dieses ideale Paar mit Wiebke Eymess und Friedolin Müller münzten es um und erkannten: „Gut und Mensch passen nicht zusammen“. Beiden ist der Gutmensch eher suspekt, das ist den ganzen Abend über zu spüren. Das wird ihrer kleinen Tochter sicher gut tun. Sie wurde immer wieder erwähnt – obwohl „das Konzept Kind längst überholt ist“.

Das Göttinger Publikum dankte mit langem Applaus und entließ die beiden erst nach einigen Zugaben.

Freitag, 01 August 2014 19:45

Kabarett als Form einer Kritik

Mit Django Asül im Deutschen Theater begann am gestrigen Abend der Göttinger Kultursommer.

Dort stellte er einem mehrheitlichen Ü-40er Publikum sein neues Programm Paradigma vor. Paradigma komme aus dem Griechischen und meine die Sicht auf die Welt. Diese Sicht auf die Welt präsentiert er dem Göttinger Publikum mit bayrischem, mal deutsch-türkischem Slang und  gekonnter, teils trockener Ironie. So erklärt er dem Publikum, wie harmonisch doch das Verhältnis der amerikanischen und deutschen Regierung sei und sich letztlich nur die Medien seit dem NSA-Skandal darum bemüht hätten, dieses Verhältnis als nicht harmonisch darzustellen.

Weitere Themen des Abends waren die deutsche Innenpolitik, das „mondäne“ Städtchen Göttingen und das Problem, vom einen Tag auf den anderen Deutscher zu werden, wie Django Asül es selbst erleben musste. Mit gekonnten Pointen und Zuspitzungen macht er deutlich, dass die derzeitigen politischen Skandale, vom Berliner Flughafen bis zu Seehofers Strategie im bayrischen Landtagswahlkampf tatsächlich nur Sache der jeweiligen Sichtweise, des Paradigmas sind. Und die Django-Asül-Sichtweise zeigt in Form eines Kabarettabends mit großer Sensibilität die Skurrilitäten  des politischen und medialen Alltags auf. Dass es beim politischen Kabarett nicht nur darum geht, dem Publikum ein Fließband von Witzen und Lachern, sondern auch durch teils derbe Polemik die politischen Sachverhalte zu präsentieren, zeigt Django Asül humorvoll wie eindrücklich. Nicht umsonst empfiehlt er SchülerInnen und Studierenden selbstsicher seine Autogrammstunde im Anschluss wahrzunehmen, da mit einem Django Asül Autogramm mindestens eine Woche Schulfrei drin sein müsse.

Schon während des ersten Teils und nach der Pause wurde schnell deutlich, dass nicht alle Teile des Göttinger Publikums den Humor oder das Wissen eines Django Asüls teilen. Es wurde gen Ende des ersten Teils zusehends ruhiger im Saal und ein lautes Lachen war nur noch selten zu hören. Während der Pause bekundeten einige Besuchende in „belauschten“ Gesprächen ihr Unverständnis für die Witze und bemängelten, dass man die ganzen Anspielungen gar nicht verstehen könne und dass das ja gar nicht so witzig sei... Was auch immer das Publikum von einem Kabarettabend erwartet, Django Asül zeigte mit seinem politischen und gesellschaftskritischem Programm, dass Kabarett zwar mit der Konkurrenz von der Verblödungsmaschinerie Comedy und ihren Lichtgestalten wie Cindy aus Marzahn und Mario Barth  zu kämpfen hat; doch ist Kabarett und erst recht politisches als Form einer Kritik, die sich direkt auf einen Diskurs bezieht – beispielsweise der der deutschen Innenpolitik – nicht voraussetzungslos und schon gar nicht als pure Unterhaltung ein Selbstzweck des Witzemachens.

Ein Großer seines Genres, der Kabarettist Django Asül, macht den Auftakt beim diesjährigen Göttinger Kultursommer. Er stellt sein neues Programm "Paradigma" am Donnerstag, 31. Juli 2014 um 20.00 Uhr im Deutschen Theater in Göttingen vor.

Karten sind ab sofort im Vorverkauf an der Kasse des Deutschen Theaters und allen bekannten Göttinger Vorverkaufsstellen erhältlich.

Weitere Informationen unter www.kultursommer.goettingen.de.

Montag, 02 September 2013 01:17

Kunstvolle Stimmgewalt im Namen des Irrsinns

Eine musikalische Lesung mit Matthias Brandt, Rezitation und Jens Thomas, Klavier und Gesang

Blaues Licht auf schwarzem Hintergrund. Ein schwarzer Flügel. Ein Lesepult, ebenfalls schwarz. So simpel beginnt das Gastspiel von Matthias Brandt und Jens Thomas, das einen so effektvoll in seinen Bann zieht. „Psycho“, eine Lesung der etwas anderen Art lief am Sonnabend im Rahmen der Göttinger Theatertage, ehemals Innenhof-Theaterfestival, die mangels eines Innenhofes vorübergehend im Deutschen Theater untergekommen sind. Der Saal ist brechend voll; alle wollen kollektiv dem Roman von Robert Bloch lauschen, den Alfred Hitchcock mit seinem Film so bekannt gemacht hat. So hatten sicher die meisten verschiedenste Schwarzweißbilder im Kopf, als das Schauspiel begann. Da jedoch die Hauptfigur geistesgestört ist, bot sich den Darstellern eine breite Palette an Interpretationen, die diese auch bunt nutzten.

Schauspieler Matthias Brandt als Vorleser schreckt schnarchend aus einem Nickerchen auf – und mit ihm der ganze Saal -, das Norman Bates beim Lesen gehalten hat. Er schaltet die Leselampe ein, die bei weitem nicht so altmodisch ist wie die, die er gerade beschreibt. Ausufernd gestikulierend und ein Potpourri an Gesichtsausdrücken nutzend lässt er den Zuschauer immer wieder schwanken zwischen Zuhören und Hineingezogenwerden in die verstörende Handlung und den noch viel verstörenderen Geisteszustand seines Protagonisten. Mit diabolischem Blick springt er auf, um sich gleich wieder freundlich lächelnd hinzusetzen und über das Buch zu beugen. Nur um sofort wieder seine Stimme von salbungsvollem Säuseln zu einem kratzigen Geschrei aufzudrehen.

Das würde schon reichen, um Norman Bates quasi sicht- und hörbar zu machen, doch es gibt noch einen zweiten Star bei diesem Stück. Jens Thomas, Pianist und Sänger, mit einer Stimme, die ganz allein jegliche Aufmerksamkeit für einen ganzen Abend fesseln könnte. Ein menschlicher Synthesizer, der selbstvergessen der Erzählung folgt und diese untermalt. Er blickt nicht ins Publikum, scheint ganz bei sich und der Sache zu sein. Er bearbeitet den Flügel als Tasten-, Zupf-, Streich- und Percussioninstrument; mal spielt er so artig, unaufdringlich und leise, dass man ihn beinahe überhören mag; dann wieder kriecht er halb in das Instrument hinein, um direkt auf den Saiten zu spielen oder den Ton der Tasten zu variieren. Oder er singt, dass man seinen Ohren nicht traut. Ist da eine Apparatur am Mikrofon, die die Stimme verändert? Nein, da ist keine Technik im Spiel, er bringt selbst diese hohen klaren Töne hervor, dieses Knarren, Quietschen und Hauchen, womit er am Nervenkostüm des Zuhörers zerrt; aber auch diesen klaren starken Bariton, mit dem er einige seiner Lieder darbietet, darunter eine für diese ungewöhnlich aggressive Interpretation erstaunlich gefällige Darbietung des Heiderösleins von Goethe. Ob das ins Programm passt? Warum nicht, wir folgen den Spuren eines Verrückten...

Nun darf man nicht denken, jeder der beiden mache sein eigenes Programm. Zwar spinnt jeder einen eigenen Erzähl- oder Stimmungsstrang, der das Publikum auf eine Reise durch die vielfältige negative Gefühlswelt des Menschen mitnimmt. Aber alle beide reagieren sensibel auf den anderen, wechseln zwischen Haupt- und Nebendarsteller, gehen voran oder folgen nach. Hin und wieder kann man nicht umhin, zu lachen, aber anders kann man die menschlichen Abgründe, die in dem Stück stecken vielleicht nicht ertragen, wenn sie einem so unmittelbar aufgezeigt werden. Wobei dieser direkte Draht vielleicht in dem großen Saal nicht so gut funktioniert wie es in einem kleineren Raum der Fall wäre.

Nach trommelndem Applaus und einer Zugabe – noch einmal die Duschszene - entlässt das Publikum die beiden aus diesem kurzweiligen Abend.

 

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