Willkommen im Kulturbüro Göttingen

Lieber Gast,
herzlich willkommen auf den Seiten des Kulturbüro Göttingen. Sie finden hier ein großes Angebot an Terminen, Spielplänen, Tipps und Rezensionen.
Um dieses Angebot frei verfügbar anbieten zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns, wenn Sie sich an der Finanzierung dieses Angebotes beteiligen würden. Lesen Sie mehr über die Möglichkeiten – von der Einmalzahlung bis zur Jahresmitgliedschaft.

Uraufführung des Auftragswerks der Göttinger Stadtkantorei zum Reformationsjubiläum am 26. November in der Johanniskirche

Mit dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms hat die Göttinger Stadtkantorei am Sonnabend als musikalischer Botschafter in Thorn gastiert. Es war dies nicht der erste, aber der spektakulärste Auftritt von Göttinger Musikern in der polnischen Stadt an der Weichsel. Sie hat vor fast 40 Jahren – im kommenden Jahr kann dieses Ereignis gefeiert werden – mit Göttingen eine Partnerschaft vereinbart.

Johannes Brahms „Ein Deutsches Requiem“ in der Franziskanerkirche Mariä Himmelfahrt

Montag, 22 Mai 2017 14:10

Beweglicher, großer Klang

„Luther in Worms“ von Ludwig Meinardus in der Göttinger Johanniskirche

Heute: Bernd Eberhardt über „Luther in Worms“

Viele hoch dramatische Motive lassen sich in diesem Jahr bei den Internationalen Händel Festspielen unter dem Motto „Glaube und Zweifel“ erkunden. Das Festival Team hat dabei natürlich das Reformationsjubiläum im Blick. Aber neben Glaubensfragen geht es auch in Opern und Oratorien vor allem um Macht- und Herrschaftsansprüche und individuelle Überzeugungen, die in den musikalischen Bildern anklingen. Darauf möchte Sie das Kulturbüro auch mit dem Podcast „Händel Exkursionen“ einstimmen. Wir flanieren täglich durch das Festivalprogramm mit Künstlergesprächen und Tipps für Aufführungen und Konzerte.

Montag, 27 März 2017 15:40

Reformation gestern und heute

Programm der Göttinger Stadtkantorei zum Reformationsjubiläum

Bernd Eberhardt und die Stadtkantorei haben sich vorgenommen, im Jahr des Reformationsjubiläums nicht nur auf 500 Jahre Vergangenheit zu blicken. Sie fühlen diese Vergangenheit als Verpflichtung, auf heute zu schauen. Unter der Überschrift „Reformation gestern und heute“ möchten sie den Reformationsprozess als solchen historisch beleuchten, das Lutherbild des 19. Jahrhunderts kritisch in Erinnerung rufen, die aktuellen Entwicklungen der evangelischen Kirche aufzeigen und zur aktiven Beschäftigung mit biblischen Inhalten anregen.

Das ist eine ganze Menge an Inhalten – diese selbst gesetzten Themenschwerpunkte spiegeln sich alle im aktuellen Programm der Göttinger Stadtkantorei wieder. Im Mittelpunkt des Jahresprogramms stehen die beiden großen Konzerte mit dem Oratorium „Luther in Worms“ von Ludwig Meinardus am 21. Mai in Zusammenarbeit mit den Internationalen Göttinger Händel Festspielen sowie die Uraufführung des Oratoriums „Emmaus“ des Schweizer Komponisten Carl Rütti am 26. November.

In dem umfangreichen Programmheft finden sich auch zahlreiche andere Veranstaltungen. Eine ist dem Organisten Bernd Eberhardt besonders wichtig: die Orgelnacht „Organo pleno“ am kommenden Samstag, den 1. April. Für diesen Abend hat Eberhardt zehn Studierende im Fach Kirchenmusik/Orgel aus ganz Deutschland eingeladen, sich in Göttingen zu treffen und an der großen Ott-Janke-Orgel in der St. Johanniskirche zu musizieren. In dieser Aktion soll gezeigt werden, was junge Menschen heute bewegt, Kirchenmusik zu studieren. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bringt ein Programm von ca. 20 Minuten mit, in dem auch ein Akzent zum Reformationsjubiläum enthalten ist.

Um untereinander, aber auch mit den Zuhörern in Gespräch zu kommen, wurde extra ein Sofa in der Kirche aufgestellt. In dieser „Orgel-Lounge“ gibt es nicht nur Gespräche, sondern auch kleine Speisen und Getränke. Hören Sie zur Einstimmung auf diesen Abend eine Aufnahme von Max Regers Choralfantasie „Ein‘ feste Burg ist unser Gott“, op. 27 an der Orgel der Göttinger St. Johanniskirche, gespielt von Bernd Eberhardt.

Von dem Oratorium „Luther in Worms“ gibt es zwar einen Mitschnitt des Konzertes aus dem Jahr 1983, damals mit der NDR Radiophilharmonie Hannover, der Göttinger Stadtkantorei und dem Dirigenten Hermann Amlung. Leider ist dieses Tonmaterial nicht öffentlich. So ist wohl ein persönliches Erscheinen am 21. Mai erforderlich, um selbst einen Eindruck dieser Musik zu bekommen. Luther wird hier als Held der Freiheit dargestellt, der im Kampf gegen die römisch-katholische Kirche das unverfälschte Evangelium hochhält. Natürlich muss man den zeitlichen Kontext berücksichtigen, das Stück wurde 1874 komponiert. Die dramatische Gestaltung der Komposition und die musikalische Umsetzung in der Nachfolge von Mendelssohn Bartholdy lohnen sich aber, betont Bernd Eberhardt.

Zur Uraufführung am 26. November führt Eberhardt aus: „Ausgehend von der Frage, welche biblischen Texte uns heute besonders bewegen, gingen wir auf die Suche nach zeitgenössischen Oratorien zur Reformationsthematik und stellten schließlich fest, dass es so etwas nicht gibt.“ Aus dieser Erkenntnis entstand der Impuls, mit dem Komponisten Car Rütti in Kontakt zu treten. Immerhin hat Eberhardt mit seinem Göttinger Kammerchor im Jahr 2011 das „Requiem“ von Rütti in einer deutschen Erstaufführung zum Klingen gebracht und kurze Zeit später gemeinsam mit dem Cheltenham Bach Choir erklang die Aufführung der „Missa angelorum“ desselben Komponisten. Inzwischen ist immerhin der Titel des Werkes bekannt: „Emmaus“ nennt Rütti seine Komposition. Ihm liegt die Erzählung aus dem Lukas-Evangelium zugrunde, in der ein Fremder seine Zeitgenossen begeistert und zur Nachfolge bewegt, bevor sie ihn als dem Messias erkennen. Die Noten für dieses Werk liegen noch nicht vor, sie sollen erst kurz vor den Sommerferien eintreffen, damit die Kantorei genügend Zeit hat, das Stück einzustudieren.

Große Ereignisse werfen also ihre Schatten in der Johanniskirche voraus. Zahlreiche andere Termine ergänzen das Jahresprogramm, das in der Kirche ausliegt. Der nächste Termin nach der Orgelnacht am 1. April ist Ostersonntag, an dem im Gottesdienst die Kantate „Christ lag in Todesbanden“ von Johann Sebastian Bach erklingen wird. Diese Kantatenaufführung ist Bestandteil des Zyklus „Bachkantaten zu Lutherliedern“, das vom Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Göttingen unterstützt wird.

Sonntag, 05 März 2017 09:09

Ein Bild in großer, lichter Harmonie

3. Sinfonie in d-Moll von Gustav Mahler mit dem Göttinger Symphonie Orchester und Christoph-Mathias Mueller
Montag, 06 Februar 2017 09:23

Eine Vorschau auf den Frühling

Das Göttinger Symphonieorchester musizierte Bartok und Liszt

„Das ewig Weibliche“, so lautete das Motto des Konzerts im Philharmonischen Zyklus des Göttinger Symphonie Orchesters, in dem zwei Werke mit großen Kontrasten auf dem Programm in der vollbesetzten Stadthalle standen. Das Motto war dem Chorpart der Faust-Symphonie von Franz Liszt entnommen, die im zweiten Teil des Konzerts zu hören war. Zu Beginn stand das dritte Klavierkonzert von Béla Bartók auf dem Programm. Solist war der vielfach ausgezeichnete Pianist David Kadouch, der mit seinem transparenten Spiel und den Naturmotiven im ersten Satz Frühlingsstimmung aufkommen ließ. Denkt man bei Bartok an stark rhythmisch und motorisch geprägte Musik, enttäuschte der melodische zweite Satz diese Hörerwartungen. Kadouch machte die fast meditative Ruhe dieses Satzes zum Hörerlebnis, um dann im dritten Satz seine ganze Virtuosität voller Leichtigkeit auszuspielen.

Das GSO war unter der inspirierenden Leitung von Christoph-Mathias Mueller ein kongenialer Begleiter des Solisten. Als Zugabe spielte Kadouch Debussys „Clair de lune“ und bedankte sich so für den enthusiastischen Applaus des Publikums.

Kommt das Thema auf Goethes Faust, denkt man in dieser Jahreszeit an den Osterspaziergang - den hatte das Klavierkonzert mit seinen Naturmotiven bereits vorweggenommen. Die Symphonie widmet sich in den ersten drei Sätzen den Charakterstudien von Faust, Gretchen und Mephisto. Starke Kontraste von zarter Innerlichkeit bis zu dämonischem Kampf sind in den Sätzen angelegt und fordern von den Musikern große Spannungsbögen und immer wieder solistische Passagen. Hier zeigte sich die Qualität des GSO in allen Stimmgruppen. Besonders ist das Oboensolo von Tiago Coimbra hervorzuheben, der im zweiten Satz mit Atsushi Komatsu-Hayakawa (Viola) ein hinreißendes Liebesduett spielte. Der Schlusschor im vierten Satzes der Symphonie wurde für die Uraufführung ergänzt, um das Werk festlich enden zu lassen. Der glänzend aufgelegte Tenor Clemens Löschmann und die vereinten Männerstimmen aus der Göttinger Stadtkantorei und der Kantorei St. Jacobi ließen das Werk feierlich mit „Das ewig Weibliche zieht uns hinan“ enden - was ein Frauenchor aus Mitgliedern beider Kantoreien im GSO-Konzert am 3. und 4. März mit Mahlers Symphonie Nr. 3 erwidern wird. Mit einem langanhaltenden, begeisterten Applaus bedankte sich das Publikum bei den Musikern.

Montag, 12 Dezember 2016 16:45

Ja, ist denn schon Weihnachten?

"Weihnachtsoratorium" und "Magnificat" in der Johanniskirche mit der Göttinger Stadtkantorei, dem Göttinger Kammerchor und dem Göttinger Barockorchester

Sonntag, 06 November 2016 19:52

Musik in Kirchen - Kirchenmusik

Die Göttinger Stadtkantorei singt das Deutsche Requiem von Johannes Brahms

Sonntag, 19 Juni 2016 17:06

Mit großer Leidenschaft musiziert

Konzert mit dem Orchester Göttinger Musikfreunde

Freitag, 11 März 2016 12:17

Verpasste Chance

Das Göttinger Symphonie Orchester und die Göttinger Stadtkantorei mit "Glaubenssachen" in der Stadthalle

Dienstag, 01 März 2016 14:57

Harper Kamp kann nicht nur Dreier

Chorlieder mit Korbjägern - Die Basketballer der BG Göttingen treten gemeinsam mit der Stadtkantorei auf

Giuseppe Verdis Messa da Requiem in der St. Johanniskirche

Am Wochenende führten die Göttinger Stadtkantorei und das Göttinger Symphonie Orchester zusammen mit Tänzerinnen von Göttinger Schulen und des TanzZentrums Göttingen die Messa da Requiem von Guiseppe Verdi in der Johanniskirche auf.

Die Bühne der Tänzerinnen stand direkt vor dem Chor, dem Orchester und den Solisten und wurde vor Beginn mit kritischen Blicken betrachtet: Wie sehr wird der Fokus hierauf liegen, wird die Musik zu sehr in den Hintergrund geraten?

Schon nach den ersten Minuten war allerdings klar: es wird ein wunderbares Zusammenspiel. Die Tänzerinnen bildeten mit ihrer weiß-beigen Kleidung einen Kontrast zu Chor, Orchester und Solisten (unter der Leitung von Bernd Eberhardt) in schwarz. Mit trauernden, tröstenden Gesten und Bewegungen zu den sanften Anfangsklängen des Requiems führten sie gemeinsam in die Totenmesse ein.

Niemand stach heraus und stand durchgehend im Fokus. Der Blick und das Gehör konnten von einem Element der Aufführung zum Anderen wandern; sie schienen sich gegenseitig zu unterstützen. Es wirkte wie ein rundes Ganzes.

Die Göttinger Stadtkantorei beeindruckte durch einen vollen und harmonischen Gesamtklang. Zwei Stellen des Werkes seien beispielhaft hervorgehoben: das kraftvolle und mächtige Dies irae, das bis zum Schluss immer wieder aufgegriffen wurde, und die sehr bewegte und leicht wirkende acapella-Stelle zu Beginn des Libera me. Bernd Eberhardt gestaltete den Klang im Chor und Orchester sehr differenziert - von den feinen leisen Stellen, über die tragend bedrohlichen bis zu den lauten und mächtigen Stellen des Requiems.

Das Göttinger Symphonie Orchester folgte der Interpretation Eberhardts auch in den kleinen Details und trug so wesentlich zum Gelingen des Abends bei. Vor allem die Blechbläser beeindruckten durch ihr sehr exaktes und in der Dynamik variables Spiel, besonders im Dies irae, beim Tuba mirum auch mit den Ferntrompeten von der Orgelempore.

Mit Christine Wolff (Sopran), Anna Bineta Diouf (Mezzosopran), Johannes An (Tenor) und Jürgen Orelly (Bass) wirkten außerdem vier wunderbare Solisten mit. Christine Wolff überzeugte mit ihrem weichen und leichten Klang. Besonders ihr Solo im Libera me war beeindruckend: von Sprechgesang bis in die hohen Oktaven saßen die Töne perfekt und der gesprochene Schlussvers sorgte für Gänsehaut.
Anna Bineta Diouf glänzte mit ihrer warmen und vollen Stimme. Und im Duett ergänzten sich Wolff und Diouf sehr harmonisch. Das gilt auch für die Passagen, in denen die Solisten als Terzett oder Quartett sangen: hier passten sie ihre Klangfarbe einander an und verschmolzen so zu einer Einheit.

Nun braucht die Musik an sich nicht unbedingt den Tanz. Sie funktioniert auch ohne ihn. Allerdings sorgten die jungen Tänzerinnen (unter der Choreographin Ulrike Grell und der Unterstützung von Finja Knaak und Jan Hartling) für eine Vertiefung der Gefühle und Stimmungen, welche die Totenmesse nur umso beeindruckender machte. Das Ensemble, das aus erfahrenen und unerfahrenen Tänzerinnen bestand, wechselte zwischen kleinen Gruppen, Solo und Duett-Teilen, so dass die Darstellungen stets lebendig und abwechslungsreich blieben. Dies unterstützte auch die Lichtregie von Peter-Paul König.

So ganz schloss sich der Kreis jedoch nicht, das aber lag an Verdis Komposition. Die Erlösung und die ewige Ruhe, wie man sie im Requiem erbittet und erbetet, scheint noch nicht gewährt zu sein. Als Zuhörer befindet man sich am Ende weiterhin auf der Suche, als der Chor ein letztes „Libera me“ singt und die ganze Kirche für gefühlt mehrere Minuten in ein tiefes, fast andächtiges, aber doch erwartendes Schweigen hüllt. Erst langsam erwacht das Publikum aus dem Bann des Werkes, kehrt mit den Gedanken in die Welt der Lebenden zurück und spendet den erlösenden Applaus.

In diesem Jahr feiert der Göttingen Tourismus e.V. (früher: Fremdenverkehrsverein) sein 125jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass hat das Ensemble stille hunde im Auftrag des Vereins ein revuehaft-satirisches Theaterstück mit Episoden aus der Göttinger Tourismus- und Stadtgeschichte entwickelt.

Die kaiserzeitlichen Anfänge des Vereins aus dem Geist Göttinger Geschäftstüchtigkeit werden dabei ebenso thematisiert wie die Ziele, Aktivitäten und touristischen Attraktionen in der Weimarer Republik, die Gleichschaltung in der NS-Zeit, der Neubeginn der Vereinstätigkeit in den Fünfziger Jahren und der rasante Zuwachs und Aufschwung, den die touristischen Angebote bis heute genommen haben.

Das gleichaltrige Bürgertheater, die Kurstadtpläne, die Wandervogelmode, die Notwendigkeit einer Jugendherberge, die Göttinger Renaissance der Händel-Opern, der völkisch-chauvinistische Zuschnitt der Fremdenverkehrswerbung während der NS-Zeit, die Göttinger Filmateliers, das Tourist-Office am Bahnhof, der Stadthallenbau, studentische Protestkultur und Stadtführungen aller Art kommen dabei zur Sprache.

Im Mittelpunkt steht aber das inoffizielle, nichtsdestotrotz seit ebenfalls über hundert Jahren immer populärer werdende Wahrzeichen der Stadt: das Gänseliesel. Seine Geschichte - von der ersten Idee einer Bekrönung des Marktbrunnens mit einer Skulptur über die unterschiedlichen Kuss-Rituale bis hin zum heutigen Logo des Göttingen Tourismus e.V. - ist der heimliche rote Faden der Revue. Eingebettet sind die Szenen und Kommentare zur Tourismusgeschichte in eine Rahmenhandlung, die das Entstehen eines Stückes und damit Bühnenkünstler bei der Arbeit zeigt - Theater im Theater gewissermaßen.

Besonders ist auch der Aufführungsort, die Johanniskirche, deren Stadtkantorei ebenso zu den Mitwirkenden gehört wie Schüler und Schülerinnen zweier Gymnasien.

Mitwirkende: Maja Müller-Bula, Stefan Dehler, Christoph Huber, die Stadtkantorei St. Johannis unter der Leitung von Bernd Eberhardt, Schülerinnen und Schüler des Hainberggymnasiums sowie des Max-Planck-Gymnasiums Göttingen

Präsentiert wird die Revue von der Stadtwerke Göttingen AG.

Aufführungsort: St. Johannis, Göttingen
Termine: 18. + 19. September, 9. + 10. Oktober 2015, jeweils um 19.30 Uhr

Preise und Vorverkauf: 12,50 Euro / erm. 9,50 Euro, Tourist-Information im Alten Rathaus

Dienstag, 14 Juli 2015 15:51

Saison 2015/16: Weltsprache Musik

Neues Programm des Göttinger Symphonie Orchesters

Dienstag, 17 Dezember 2013 07:41

Inmitten des Trubels - zweiter Teil

Wie versprochen, es geht weiter. Nach der Aufführung der ersten drei Kantaten am Samstag, folgte am Sonntag, den 15. Dezember die zweite Hälfte der 6 Kantaten.

Im Publikum sitzen leider nicht so viele junge und jüngste Zuhörer wie am Vorabend, doch immer noch erfreulich viele. So manch einer ließ sich wohl doch überzeugen, auch das zweite Konzert ohne befreundete Mitwirkende zu besuchen.

Montag, 02 Dezember 2013 09:04

Jauchzet, frohlocket

Das Weihnachtsoratorium am 14. und 15. Dezember in der Johanniskirche

Alle sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach sind in diesem Jahr in der Johanniskirche zu hören. Am Samtag, den 14. Dezember die Kantaten I bis III mit dem Göttinger Knabenchor und dem Konzertchor des Otto-Hahn-Gymnasiums, am Sonntag, den 15. Dezember die Kantaten I und IV bis VI mit der Göttinger Stadtkantorei. Die Konzerte beginnen jeweils um 18 Uhr.

Sonntag, 27 Oktober 2013 18:01

Ein Glücksfall für die Schöpfung

Haydns "Schöpfung" mit der Göttinger Stadtkantorei

Was macht man als Betreiber der Seite und Mitsänger in der Stadtkantorei, wenn die vorgesehene Rezensentin kurzfristig erkrankt ist? Man schreibt selber und erläutert den Umstand. Was ich hiermit getan habe. Den Chor erlaube ich mir jedoch, nicht qualitativ zu beurteilen. Das geht als Mitsänger schlecht.

Die Schöpfung von Joseph Haydn wurde schon lange nicht mehr in Göttingen aufgeführt. Dementsprechend war die Johanniskirche sehr gut gefüllt bei dem Konzert der Göttinger Stadtkantorei am Sonntag unter der Leitung von Bernd Eberhardt. Am Samstag vorher gab es eine gekürzte Fassung in einem Kinderkonzert: der bekannte KIKA-Moderator Juri Tetzlaff führte durch die Schöpfungsgeschichte.

Beide Veranstaltungen waren ein Glücksfall:
Im Kinderkonzert stellte Tetzlaff gekonnt einzelne Instrumente vor und verwickelte Solisten, Dirigent und Instrumentalisten sowie sein Publikum in amüsante und erläuternde Dialoge. Die Konzeptidee, ein Kinderkonzert vor der eigentlichen Aufführung vorzuschalten ist voll und ganz aufgegangen. Das Beispiel darf gerne Schule machen! Und zwar auch dann, wenn das Werk möglicherweise durch seine Lautmalerei nicht so kindgerecht erscheint. Das konnte man der Oper "Siroe, Re di Persia" auch nicht untestellen - und dennoch war die Familienfassung mit Juri Tetzlaff ein großartiger Erfolg bei den diesjährigen Internationalen Händelfestspielen.

Aber auch das "richtige" Konzert am Sonntag war ein großes Konzerterlebnis. Das lag zum einen am bestens aufgelegten Dirigenten Bernd Eberhardt, der die Solisten, die Orchestermusiker und die Chorsänger temperamentvoll mitriss und Haydns Musik spritzig umsetzte. Zum anderen lag es an den ausgewählten Gesangssolisten. Besonders hervorzuheben ist die Sopranistin Lavinia Dames. Wahrlich ein Glücksfall für den Abend! Mit diesem Konzert gab die junge Göttingerin ihr Debüt bei einem großen Oratorium. Sie gestaltete die Partie des Engels Gabriels und später die der Eva vielseitig: mal kraftvoll, mal lyrisch, immer lupenrein in der Intonation und perfekt in der Technik, vor allem in den rasanten Koloraturen. Ihr zur Seite stand Johannes Schwendinger, zunächst als Engel Raphael mit einem profunden, tiefen Bass. "Der hat bestimmt ein Kontrafagott verschluckt", merkte Tetzlaff beim Kinderkonzert an, nachdem Schwendinger sein tiefes "D" zum besten gab. Im dritten Teil mutierte Schwendinger dann zum Adam. Und damit wurde er zum lyrischen Bariton. Adam und Eva waren bei der Geschichte natürlich das Paar des Abends. Auch wenn Jörn Lindemann als Engel Uriel zum Schluss noch ein paar warnende Worte mit auf den Weg gab, endet Haydns Schöpfung vor dem Sündenfall und damit mit einem Happy End.
Im Schlusschor gesellte sich noch Barbara Schäfer (Alt) zu den Solisten. "Vier Takte Vollgas" (Barbara Schäfer zu Juri Tetzlaff) durfte sie geben, komplettierte damit das Solistenquartett und war den übrigen Solisten ein ebenbürtige Partnerin.

Ein Glücksfall war auch das Orchester: die Mitglieder der NDR-Radiophilharmonie Hannover waren mehr als ein zuverlässiger Partner: aufmerksam setzten die Musikerinnen und Musiker die Zeichen Eberhardts um. Insbesondere konnten der Konzertmeister Oliver Kipp und seine Frau Katharina Troe am ersten Pult im Cello Akzente setzen. Die Holzbläser hatten mit dem Kontrafagott ihren heimlichen Star. Aber auch die anderen Musiker haben ihren Part zuverlässig gemeistert. Eine klanglich schöne Variante war die Wahl des Continuo-Instrumentes mit dem Hammerklavier.

Wenn nach zwei Stunden Aufführungsdauer kurz vor dem Schluss das Publikum schmunzelnd den Solisten lauscht und auch die Orchestermusiker sicht- und hörbar großes Vergnügen am musikalischen Geschehen haben, wurde ganz offenbar Einiges richtig gut gemacht.

Freitag, 11 Oktober 2013 19:22

Die Stadtkantorei in Rumänien

In den Herbstferien waren die beiden großen Göttinger Kantoreien im Ausland unterwegs: während die Jacobikantorei in Rom konzertierte, traf sich die Stadtkantorei mit dem Hermannstädter Bachchor in Siebenbürgen (Rumänien), um gemeinsam "Die Schöpfung" von Joseph Haydn aufzuführen.

Für viele der 72 Mitreisenden war es die erste Begegnung mit den Siebenbürger Sachsen, die sich bereits im 12. Jahrhundert am Fuße der Karpaten angesiedelt hatten. Vom Bachchor organisierte Stadtführungen führten in die Stadt und die Geschichte ein.

Samstag, 26. Oktober, 16 Uhr in der St. Johanniskirche

Von Licht und Finsternis, Wasser und Erde, Stürmen, Blitz und Donner, vom Walfisch und dem gelenkigen Tiger handelt das von Freiherr von Swieten bearbeitete Textbuch nach John Miltons „Paradise lost“, das Joseph Haydn seinem berühmtesten Oratorium zugrunde gelegt hat. Spannend von Anfang an, wie in Haydns Musik Sprache und imaginäre Bilder ineinandergreifen. Diesen Stoff einmal anders, nämlich in moderierter und kind-gerechter Form darzustellen, ist geradezu ein Muss.

Mit von der Partie ist Juri Tetzlaff. Als Starmoderator bei KIKA ist er nicht nur beliebt beim jungen Publikum, er setzt sich auch gern mit klassischer Musik auseinander und bringt sie seinen jungen Hörern näher. Außer ihm ist musikalisch dasselbe Ensemble zu erleben wie am 27. Oktober.

Joseph Haydn, „Die Schöpfung“, Oratorium für Soli, Chor und Orchester am Sonntag, 27. Oktober, 19 Uhr in der St. Johanniskirche

„Schon sind drei Tage seit dem glücklichen Abende verflossen, und noch klingt es in meinen Ohren, in meinem Herzen, und noch engt die Fülle der Empfindungen bei der Erinnerung die Brust in mir“, schrieb der Rezensent der Uraufführung von Haydns „Schöpfung“ im „Neuen teutschen Merkur“. Die Bewunderung für dieses Oratorium ist bis heute ungebrochen und gilt insbesondere Haydns Begabung, die Naturphänomene in der Schöpfung in stimmungsvolle Tonmalerei umzusetzen.

Neustart nach längerer Pause

stadtkantorei-logoSeit Jahrzehnten hat es Kinderchöre unter dem Dach der Göttinger Stadtkantorei gegeben. Aus verschiedenen Gründen (Reduzierung von Personalmitteln, Einführung von Ganztagsschulen mit eigenen Chorangeboten
etc.) wurde die Kinderchorarbeit an der Göttinger St. Johanniskirche vor einigen Jahren ausgesetzt.Seit einiger Zeit regt sich vermehrt der Wunsch, doch wieder fachlich fundierte Kinderchorarbeit in unserem
Hause anzubieten. Zu diesem Zweck konnte für die Zusammenarbeit mit Bernd Eberhardt - dem künstlerischen Leiter der Göttinger Stadtkantorei - der Gesangspädagoge und ausgebildete Kinder- und Jugendchorleiter Mathias Schlachter gewonnen werden

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck des Kinderchores ist es, Kinder ab Grundschulalter an das geschulte Singen heranzuführen. Bei entsprechender Nachfrage wird auch in verschiedenen Altersgruppen gearbeitet. Ebenso soll durch
regelmäßige Teilnahme in Gottesdiensten und konzertanten Aufführungen der Kontakt zu kirchenmusikalischer Literatur und zu deren Inhalte hergestellt werden. Dies könnte durch Teilnahme an Gottesdiensten allein oder gemeinsam mit Mitgliedern des großen Chores geschehen, ebenso durch Aufführungen von Musicals oder aber auch Musik der sog. neueren „englischen Schule" (Rutter, Chilcott etc.). Natürlich spielt auch die
Auseinandersetzung mit klassischer Musik ein wichtige Rolle. Ein späterer Wechsel in eine Erwachsenen-Kantorei kann hier natürlich ideal vorbereitet werden.

Start am 28. August

Die erste Probe des neuen Kinderchores der Göttinger Stadtkantorei findet statt am Mittwoch, 28. August, 16 Uhr im kleinen Saal des Gemeindezentrums St. Johannis Johanniskirchhof 2 in der Göttinger Innenstadt
zunächst sind Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen ab Schulreife angesprochen. Eine ggf. nötige Gruppeneinteilung erfolgt im Zuge der ersten Probeneinheiten.

Torsten Laux und Martin Torp gewinnen

partiturenBereits zum Jubiläum der Göttinger Stadtkantorei hatte der Chor einen Kompositionswettbewerb ausgelobt. Im Jahr 2005 ging es jedoch "nur" um ein Werk für gemischten Chor und Orgelbegleitung. Im Jahr 2012 hat der "Verein zur Förderung zur Kirchenmusik an St. Johannis" 5.000 Euro ausgeschrieben, um eine Psalmvertonung zur Uraufführung zu bringen.

In diesem Jahr sind die Anforderungen deutlich höher gestellt: zum Abschluss des Göttinger Psalters soll ein ca. zwanzigminütiges Werk für Chor und Symphonieorchester zur Uraufführung kommen. Und obwohl diese Anforderung für Komponisten viel größer ist, gab es zum Einsendeschluss zwanzig eingereichte Partituren.

Diese galt es nun zu bewerten und in eine Rangfolge zu bringen. In der Entscheidungskommission waren sowohl Fachleute wie der Kantor Bernd Eberhardt, der Musikjournalist Michael Schäfer oder der Musikwissenschaftler Professor Andreas Waczkat als auch Mitglieder des Chores selber. In mehreren Sitzungen wurden die Noten zum Klingen gebracht, wurden die Stile, der Schwierigkeitsgrad und die Kompositionstechniken verglichen.

Die Ausfertigung einer Partitur für Chor und großes Orchester verlangt ein hohes Maß an Erfahrung in der Komposition. Instrumentationsfehler führten in den insgesamt drei Bewertungsrunden zum raschen Ausscheiden eines größeren Teils der Werke. Außerdem spielte auch die Dramaturgie der Werke eine Rolle. Letztlich galt es aber die Kriterien der Ausschreibung einzuhalten. Singbarkeit für einen guten Laienchor, Textbezug und Kunstfertigkeit in der Instrumentation.

Nach und nach schieden eine Reihe von Werken aus. Zum Teil waren die Anforderungen nicht eingehalten worden, denn zum Beispiel sollte es ja eine Psalmvertonung sein. Auch muss das Werk durch einen Laienchor aufgeführt werden können. So kristallisierten sich einige wenige Kompositionen heraus. Zwei davon blieben übrig. Und weil von den beiden keine in besonderer Weise der anderen überlegen war, gibt es nun zwei zweite Preise.

In der Vertonung des 118. Psalms griff Preisträger Torsten Laux aus Düsseldorf verschiedene Techniken auf, die das Stück besonders interessant machen. Bernd Eberhardt erläuterte die Techniken wie zum Beispiel eine besondere Cantus-Firmus-Bearbietung. Am Ende des ca. 15minütigen Werkes erklingt ein regelrechter Jazz-Waltz.

Der Berliner Komponist Martin Torp ergänzte die Gesangspartie noch um einen Bariton-Solisten. Als Textvorlage griff er den 103. Psalm auf. Torp verwendete interessante Geräuschtechniken, die das Werk für den Chor und für das Publikum spannend machen, so Eberhardt.

Beide Preisträge sind keine Unbekannten in der internationalen Musikszene. Torsten Laux ist mehrfach mit Preisen ausgezeichneter Professor für Orgelspiel an der Hochschule für Musik in Düsseldorf. Martin Torp ist freischaffender, ebensfalls nicht zum ersten Mal prämierter Komponist und lebt in Berlin.

Die Uraufführung beider Werke unter Anwesenheit der beiden Preisträger ist für den 25. November in der Göttinger St. Johanniskirche geplant.

Weitere Informationen unter www.stadtkantorei.de

Montag, 11 April 2011 10:11

Kompositionswettbewerb der Stadtkantorei

stadtkantorei-logoDie GÖTTINGER STADTKANTOREI schreibt anlässlich der Konzertreihe "Göttinger Psalter" einen Kompositionswettbewerb aus.

Gesucht wird ein Werk für gemischten Chor, Symphonieorchester und ggf. bis zu vier Vokalsolisten. Die Aufführungsdauer soll 30 Minuten nach Möglichkeit nicht überschreiten. Textgrundlage soll ein biblischer Psalm (ggf. auch ein gedichteter Auszug aus mehreren Psalmen) sein.

Es ist geplant das Werk beim Abschlusskonzert der Reihe "Göttinger Psalter" am 25. November 2012 zur Uraufführung zu bringen. Besetzungsgröße und Schwierigkeitsgrad muss so gewählt werden, dass es von einem guten  Laienchor und einem professionellen Symphonieorchester ausführbar ist. Das Werk muss in gut lesbarer Form (Computersatz, ggf. sehr gute Handschrift) als Partitur bis zum 31. Januar 2012 im Büro der Göttinger Stadtkantorei,  Johanniskirchhof 2, 37073 Göttingen eingereicht werden. Das von der Kommission ausgewählte Werk wird mit einem Geldpreis von 5000,- EUR prämiert. Die Göttinger Stadtkantorei erhält das Recht zur Erstellung von Aufführungsmaterial und der Aufführung nach GEMA-rechtlichen Bestimmungen für Kirchenkonzerte. Die Entscheidung der Auswahlkommission ist unanfechtbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Jetzt schon Tickets sichern

Kultursommer 2018

Kulturticket

Gandersheimer Domfestspiele

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.