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Dienstag, 14 November 2017 09:08

Festlich und frisch

Die Corvinuskantorei unter neue Leitung im Festkonzert zum Kirch-Jubiläum

Dienstag, 25 Oktober 2016 09:21

Festliche Trompetenklänge

Festliche Trompetenklänge begrüßten die Besucher in der Corvinuskirche bereits vor Konzertbeginn.

Dienstag, 22 März 2016 11:05

Musikalische Einstimmung auf die Karwoche

Musik zur Passion mit der Corvinuskantorei unter Hermann Amlung

Dienstag, 23 Juni 2015 15:27

Ernst Pepping als Höhepunkt

Geistliche Abendmusik in der Corvinuskirche

„Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind es achtzig Jahre“ singt die Corvinuskirche ihrem Dirigenten Hermann Amlung entgegen. Dieser ist bereits im letzten Jahr 80 geworden und zeigt entgegen dem Psalmentext (Psalm 90), vertont von Carl Reinicke, überhaupt keine Ermüdungserscheinungen.

Zum Sommerbeginn stellte Amlung ein Konzertprogramm zusammen, das überwiegend aus A-Cappella-Werken bestand. Die gut vorbereitete Corvinuskantorei durfte zweimal kurz pausieren: Michael Brömse (Oboe) und Werner Lamke (Blockflöte) musizierten die Sonate c-Moll von Georg Philipp Telemann, am Continuo wurden die beiden begleitet von Sophie Lattau (Cello) und Hendrik Munsonius (Cembalo). Die vier Musiker spielten die Sätze Largo und Vivace – und zeigten beim Vivace erfreulich sportliche Tempi. Das konnte das Streichquartett mit Julia Falk, Bengt-Felix Loebell (Violinen), Annika Weiß (Viola) und Sophie Lattau (Cello) nicht tun, denn sie spielten das Larghetto aus der Streicherserenade e-Moll von Edward Elgar. Ein durchaus anspruchsvolles Werk, dem sich die vier jungen Musiker aber mit Erfolg stellten.

Die Musik Elgars passte wunderbar in das Programm, denn der Chor „antwortete“ auf das Streichquartett mit der Motette „As torrents in summer“ des großen englischen Komponisten der Spätromantik.

Eröffnet wurde das Konzert mit zwei sechsstimmige Motetten von Orlando Gibbons. Schon hier zeigte der Chor starke Präsenz und Aufmerksamkeit.

Der Höhepunkt war jedoch die Motette „Jesus und Nikodemus“ von Ernst Pepping. Diese 1938 komponierte Motette begleitet Hermann Amlung seit 1951 durch das Leben. Sie gehört zu seinem Kernrepertoire und war in Göttingen häufig mit der Stadtkantorei und auch schon mit der Corvinuskantorei zu hören. Nach längerer Pause kam das Werk nun wieder auf den Programmzettel. Amlung konnte der Corvinuskantorei genau die dramatische Wirkung entlocken, die diese Musik innehat. Und so sprang der Funke auf das Publikum über. Für viele Besucher in der Corvinuskirche war diese Musik völlig neu – und doch von ungeheurer Wirkung. Die Motette „Jesus und Nikodemus“ ist ein wertvolles Kleinod in der A-Cappella-Literatur. Entsprechend großer Dank gilt Hermann Amlung und der Corvinuskantorei.

Montag, 08 Dezember 2014 10:16

Er gehet voran und öffnet die Bahn

Adventskonzert mit der Corvinus-Kantorei unter Hermann Amlung

„Himmelskönig sei willkommen“ – so erschallte der Kirchenraum am Zweiten Advent in Corvinus. In der Adventszeit öffnen wir jeden Tag ein Türchen im Adventskalender und zünden Woche für Woche eine Kerze mehr am Adventskranz an. So sorgen wir für Vorfreude auf Weihnachten, wo wir den Himmelskönig dann quasi offiziell auf der Erde begrüßen. Nun hat Johann Sebastian Bach diese Kantatate aber gar nicht für die Adventszeit geschrieben sondern für den Sonntag „Palmare“, also den Palmsonntag, den letzten Sonntag vor Ostern. Dass diese Kantate dennoch ganz wunderbar in den Advent passt, hat Kantor Hermann Amlung jetzt bewiesen und eröffnete den Konzertabend in der Corvinuskirche mit eben dieser Kantate BWV 182.

Nach zwei Chorsätzen von Max Reger („Macht hoch die Tür“ und „Unser lieben Frauen Traum“) bildete die Kantate „Dazu ist erschienen der Sohn Gottes“ BWV 40 den festlichen Abschluss. Diese Kantate gehört bereits in die Weihnachtszeit, Bach hat sie für den zweiten Weihnachtsfesttag vorgesehen.

Amlung hatte seine Corvinus-Kantorei gründlich vorbereitet. Die zum Teil schwierigen Fugen in den Chören, aber auch im Choral „Jesu, deine Passion“ bewältigte der Chor weitgehend souverän. Im Cantus firmus glänzte der Sopran in besonderer Weise, auch wenn am Ende des Konzertes offenbar etwas Ermüdung einsetzte. Es bleibt aber eine sehr respektable Leistung, die dieser Chor immer wieder und auch an diesem Abend erbringt.

Das Orchester war bewusst sehr klein gehalten, wie es bei der Aufführung in Weimar zu Bachs Zeiten vor allem in BWV 182 wohl ebenfalls gewesen ist. Die Streicherstimmen waren alle nur einfach besetzt – eine besondere Herausforderung, die vor allem die Geigen und Bratschen souverän lösten. Allen voran die Konzertmeisterin Julia Falk, die ihre Soloaufgaben mit schönem Ton und intonationssicher gestaltete. Stefan Möhle übernahm den Solopart der Blockflöte in BWV 182 und hätte am Ende des Konzertes durchaus auch einen eigenen Applaus verdient gehabt. Den bekamen (natürlich auch zu Recht) Barkin Sönmezer und Keiji Takao, die für den festlichen Hörner-Klang in BWV 40 sorgten.

Für beide Kantaten hatte Bach nur drei Vokalsolisten vorgesehen. Der warme Alt von Anna Bineta Diouf machte ganz besonders Freude beim Zuhören. Es ist schön, dass sie häufiger in Göttingen zu hören ist – als nächstes im Weihnachtsoratorium in der Nikolaikirche. Dem Tenor mutete Bach (wie so häufig) besondere Schwierigkeiten zu. Friedrich von Mansberg nahm die Herausforderung an und gestaltete die waghalsigen Sprünge und Koloraturen in beiden Kantaten souverän. Marian Müller gefiel vor allem in der Arie „Höllische Schlange“ in BWV 40 und konnte hier Kraft, aber auch die Schönheit seiner Stimme besonders beweisen.

In der voll besetzten Corvinuskirche gab es lang anhaltenden Applaus für ein gut zusammengestelltes Programm und ein Konzert, das viel Freude machte. Am Konzert zu seinem 80. Geburtstag im Januar 2014 versicherte Hermann Amlung, dass es selbstverständlich weiter Konzerte mit ihm und der Corvinuskantorei gebe. So nimmt Amlung den Kantatentext aus BWV 182 beim Wort: Er gehet voran und öffnet die Bahn.

Dienstag, 28 Januar 2014 13:18

Viel Applaus zum Geburtstag

Konzert der Corvinuskantorei mit Hermann Amlung

Den ersten Applaus gab es, bevor es überhaupt losging: der frühere Pastor der Corvinus-Gemeinde Marc Wischnowsky begrüßte die Besucher des Geburtstags-Konzertes mit der Bemerkung: „Am heutigen Tag haben zwei große Musiker Geburtstag“.
Wenn Hermann Amlung mit der Corvinuskantorei zum Konzert einlädt, ist die Kirche immer gut gefüllt. Doch dieses mal reichten die Stühle nicht: zu seinem 80. und Mozarts 258. Geburtstag kamen deutlich mehr Gäste.

Zu hören gab es Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Gerade bei den beiden Mendelssohn-Psalmen „Richte mich Gott“ und „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ war zu spüren, wo Amlungs Leidenschaft liegt: auswendig dirigiert, forderte er vom Chor Präzision, viel Gestaltung und vor allem Klang. Hier war er wieder zu hören: der „Stadtkantorei-Sound“, den er geprägt hat und den nunmehr Bernd Eberhardt an der Göttinger Stadtkantorei weiter entwickelt hat.

Umrahmt wurden diese beiden A-capella-Stücke von zwei Werken Mozarts: zu Beginn war das Oratorium „Litanieae de venerabili altaris sacramento“ zu hören. Diese anspruchsvolle Litanei komponierte Mozart im Jahr 1776, in ihr wird die Eucharistie besonders verehrt. Musikalisch ist sie durch die sehr unterschiedlichen neun Sätze interessant: besonders klangvolle Nummern wechseln sich mit eher schlichten Momenten, in denen gregorianische Melodien zu Grunde liegen. Dies ist sicher auch der Grund, warum Amlung das Werk ausgewählt hat, denn die Gregorianik ist eines seiner besonderen Anliegen. (Siehe Interview mit Hermann Amlung.)

Mozart komponierte in dieser Litanei auch eine groß angelegte Doppelfuge ("Pignus futurae gloriae"). Hier waren die technischen Schwierigkeiten an den Chor nicht zu überhören. Insgesamt folgten Chor, Orchester und Solisten dem Jubilar aufmerksam.

Den Abschluss des Abends bildete Mozarts „Spatzenmesse“, die Missa in C-Dur. Das ist nicht nur eine „Missa brevis“, also eine kurze Messe, die für den Gottesdienst geschrieben wurde, sondern auch eine „Missa solemnis“, also eine besonders festliche Messe. Entsprechend kommen Pauken und Trompeten zum Einsatz. Für den Chor ist dieses Werk vermeintlich weniger anspruchsvoll, verzichtet Mozart hier komplett auf einen Kontrapunkt. Dennoch gibt es viele kleine Klippen – es ist halt Mozart. Hier war noch einmal Konzentration bei allen Beteiligten gefordert.

Das Kammerorchester um Konzertmeisterin Ina Schmelzus ließ die Spatzen zwitschern und bot überhaupt viel Erfreuliches: an den Hörnen spielten Felix Klieser und Keiji Takao quasi als „alte Bekannte“, Aylin Balikavlayan und Veronika Schmidtke-Sieben an den Flöten, Michael Brömse an der Oboe, Marten Bock an der Trompete, Ulrike Haase am Cello – es ist immer wieder ein Treffen alter Bekannter. Und das ist gut so. Das Ensemble reagierte meist gut auf Amlungs Vorgaben.
Bei den Solisten fiel vor allem Nicola Krause-Glandorf mit ihrem schlanken, schönen Sopran angenehm auf. Das schmälert nicht die Leistung der übrigen Solisen: hätte Mozart den warmen, satten Ton der kurzfristig eingesprungenen Altistin Anna Bineta Diouf gekannt, hätte er seiner Constanze vielleicht weniger Töne zugesprochen. Goetz Philipp Körner (Tenor) und Jesko Baensch (Bass) ergänzten das Solistenquartett.

Am Ende wurde viel Beifall gespendet. Und viel gratuliert: Moderator Wischnowsky konnte zahlreiche Gäste begrüßen, die ihren ganz persönlichen Glückwunsch an Hermann Amlung aussprechen konnten. Großen Beifall erntete Bernd Eberhardt, der Anne Amlung bei Notabene beim Kauf von Noten getroffen hatte. Er zitierte die Frau des Kantors: „Das hier niemand auf dumme Gedanken kommt: natürlich leitet Hermann auch nach diesem Konzert die Corvinuskantorei weiter.“

Was für eine erfreuliche Nachricht an die Gemeinde, die Konzertbesucher und die Kirchenmusik in Göttingen.

Mittwoch, 11 Dezember 2013 12:49

Hermann Amlung wird 80 Jahre alt

Am Montag, den 27. Januar 2014 feiert der Kirchenmusiker Hermann Amlung seinen 80. Geburtstag. Weil auch Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar Geburtstag hat, ist an diesem Abend ein Konzert der Corvinuskantorei zu hören. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart und Mendelssohn.

Anlässlich dieses runden Geburtstages und des Konzertes führte Jens Wortmann ein Gespräch mit Hermann Amlung.

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