Punkte neu 30 transparentWillkommen im Kulturbüro Göttingen - Ihrem Veranstaltungsportal für Göttingen

„Wasted “ von Kate Tempest in der deutschsprachige Erstaufführung auf der DT-X Bühne

Nachwuchsförderpreis im Deutschen Theater vergeben

Laudatio 2017 für Christina Jung und Benedict Kauff

Uraufführung „Die Nutznießer – »Arisierung« in Göttingen“ am Deutschen Theater

Die Lausprecherwand auf der Bühne rückt allmählich näher. Aber das so unauffällig langsam, dass die Schauspieler zunächst den Eindruck machen, als fühlen sie sich inzwischen bedrängt von all den Mappen und Ordnern und einem bürokratischen Labyrinth aus Vermerken, Anordnungen, Listen und Protokollen, wie sie in den Jahren 1933 bis 38 nicht nur in Göttingen alltäglich war. Aber genau hier hat Autorin Gesine Schmidt ihre dokumentarischen Recherchen über die Phase der Arisierung angesiedelt: Über die systematische Diskriminierung, Ausgrenzung und Enteignung der jüdischen Göttinger Bevölkerung und die allmähliche Vernichtung der Menschenwürde.

„Die Nutznießer“ in der Inszenierung von Marcus Lobbes ist kein Theaterabend, der sich an der dramatischen Zuschaustellung von historischem Alltag mit realistischem Personal und fiktiven Dialogen versucht. Er lässt, wie es Schmidts Text auch fordert, die Akten sprechen: Auch die Briefe und die Augenzeugenberichte, wie sie im Stadtarchiv lagern und im Hauptstaatsarchiv lagern und nun eine Stimme bekommen. Benedikt Kauff, Benjamin Kempf, Frederik Schmid, Moritz Schulte und Katharina Uhland bilden eine Gruppe von Archivaren, die betont sachlich auftreten, während sie sich in die protokollierten und bekundeten Vorgänge vertiefen, wenn sie jetzt aus den Erinnerungen der Familie Hahn lesen, über die Reichspogromnacht, den Briefwechsel mit der Glasversicherung und die nachfolgende Hausdurchsuchung.

Wenig später wird die Beschwerde vom Kaufmann Max Rotenberg abgelehnt, man möge das Schild „Juden unerwünscht“ vor seinem Grundstück Reinhäuser Landstraße 55 entfernen. Da planen Ludwig und Greta Löwenstein bereits ihre Emigration und müssen ihre Habe bis auf den letzten Silberlöffel peinlich genau auflisten, Noch sind die Gesetze nicht in Kraft, die ihnen bei der Ausreise eine Schändung des Volksvermögens vorwerfen. Göttingens damaliger Bürgermeister Albert Gnade positioniert sich selbstbewusst als fanatisch hassender Antisemit und SS Standartenführer - auch wenn die ein oder andere Hausfrau ja doch ganz gern in jüdischen Geschäften einkaufte. Es fehlt auch nicht an bekräftigenden Kommentaren, als die jüdischen Nachbarn mehr und mehr vom wirtschaftlichen und sozialen Leben ausgeschlossen und ihr Besitz enteignet wurde. Viel schriftlichen und presseöffentlichen Beifall gab es auch für die Arisierung von Häusern und Wohnungen, deren jüdische Mieter sich vergeblich mit Klageschriften zur Wehr setzten: Zum Nutzen derer, die mit jeder Reichsmark zu ihren Gunsten um jüdische Geschäfte und Besitztümer von Wert schacherten.

Es will einfach kein Ende nehmen mit den Zumutungen und den behördlichen Diktaten, die schließlich in die Deportationslisten münden. Manchmal peinigt der sachliche Tonfall, wenn die Schauspieler nach einem weiteren Ordner greifen und nach dem einzelnen Blatt. Etwa um nun zu Bekunden, dass das 2. Polizeirevier keine Verstöße gegen das Ausgehverbot zu vermerken hatte und dass gemäß der Aufstellung des Göttinger Finanzamtes 81 Juden aus Göttingen und vier aus Bovenden mit dem zweiten Transport „abzuwandern“ hätten. Aber diese peinigende Wirkung ist auch ein Element dieses Theaterabends, der den Zuschauern enorm viel Aufmerksamkeit für ein Horrorkabinett abverlangt, das immer noch aktenkundig ist. Dazu gehört auch das abschließende Dossier aus den Nachkriegsjahren, als das Thema Widergutmachung auch die Juristen beschäftigte.

Ebenso erschreckend wie peinigend mutet der juristische Jargon an, bereinigt von jedem Hinweis auf den politischen Kontext. Da wird beim Thema Wiedergutmachung mit dem Begriff freiwillige Zwangsenteignung argumentiert, als ob der menschenvernichtende NS Staat nicht verhandelbar sei. Von der Bühne poltern inzwischen mehr und mehr Lautsprecher, und die Wand, in der in sich jetzt unzählige Blätter und Mappen befinden, drängt auch die Schauspieler über die Kante. Jetzt verstummt das Stimmengewirr mit diesem monotonen Rauschen aus den Lautsprechern, für das aktuelle rassistische Kommentare collagiert wurden. Vermutlich klingen sie hörbar genauso wie die Stimmen derer, mit denen die Inszenierung dieser Chronologie über die Arisierung in Göttingen hellhörig macht und warnt.

Samstag, 28 Januar 2017 12:47

Am Ende gab es nur Sieger

DT Nachtbar sucht den "DT Vogel des Jahres"

Willkommen zum DT Bird Awards – gesucht wird der DT Theatervogel des Jahres. Charmant führen Katharina Uhland und Bardo Böhlefeld durch den Abend. Und damit auch nichts schiefgeht, hielt der Praktikant die passenden Schilder wie „Applaus“ oder „Lachen“, „Hilfe…“, „Ich bin unterbezahlt“ oder „Heute Abend kein Martin Luther“.

Dass ursprünglich ein Abend mit 95 Thesen und dem Motto „95 mal Luther“ angesetzt war, war nicht weiter schlimm. Luther kommt später, das Reformationsjahr hat schließlich gerade erst angefangen.

Der Theatervogel jedenfalls konnte nicht warten. Wegen der spontanen Umplanung war die Statue allerdings nicht fertig geworden. Das erledigte der Tischler Nikolaus Kühn während der Vorstellung neben der Bühne. Nicht immer geräuschlos – was den Einen oder die Andere bisweilen aus der Fassung brachte. Oder bringen sollte. Die Lacher im Publikum hatte Kühn auf seiner Seite – sogar ohne das entsprechende Schild.

Die Bewerberinnen und Bewerber um den Vogel standen Schlange. Der Feuerschlucker Andreas Jeßing konnte knapp davon abgehalten werden, das traditionsreiche Haus am Wall abzufackeln. Dafür schminkte Charlene Middendorf eine Sackgasse ins Gesicht einer Zuschauerin. Die FSJlerinnen Anne und Thea sangen zur Gitarre, Benedikt Kauff las aus seinen Memoiren, Dorothee Neff gab eine japanische Tempel-Meditation zum Besten („Hilfe“), Jan Huttanus sang einen herzerwärmenden Blues („Ich vermisse George W. Bush“), die Gardobieren Irene Bodeshinsky und Sabine Döring zogen Bardo Böhlefeld so schnell und schick um, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskam, Michael Frei experimentierte mit Klängen (die am Ende in Filmmusik mündeten) – es spannte sich ein äußerst unterhaltsamer und kurzweiliger Bogen. Den Vogel schoss Andrea Strube ab: „Ich lese für mein Leben gerne Gebrauchsanweisungen!“ Gesagt – getan. Die Gebrauchsanweisung für einen Akkuschrauber wurde von ihr so sinnlich vorgetragen, dass der Applaus nicht enden wollte. Dazu kamen noch diverse Haushaltsempfehlungen. Aus dem Abend hätte auch glatt eine Tupper-Party werden können.

Am Ende gab es nur Sieger. Zu denen gehörte auch Tobias Mertke, der gemeinsam mit Katharina Uhland und Bardo Böhlefeld diese wunderbare Late-Night auf die kleine Bühne im Rang gebracht hat.

Die nächste Nachtbar gibt es am 24. Februar um 23 Uhr im Rangfoyer des Deutschen Theaters. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 01 November 2016 08:16

Viel Zeit zum Staunen

Am Deutschen Theater träumt das Gänseliesel einen märchenhaften Theatertraum

Das Deutsche Theater eröffnet mit der Operette "Im weißen Rössl" die neue Spielzeit

Dienstag, 07 Juni 2016 14:29

Schön böse und schön hinterlistig

„Die lächerliche Finsternis“ auf der DT-2 Bühne

Sonntag, 17 April 2016 21:06

Nach oben buckeln, nach unten treten!

Premiere von „Der Untertan“ im Deutschen Theater

Sonntag, 24 Januar 2016 13:56

Es knistert mehr als bedenklich

"PAS DE DEUX" - Premiere am 21.01.2016 im Deutschen Theater

Jonas Lüders präsentierte mit seiner Inszenierung von „pas de deux“ ein Stück über zwei Menschen, die sich zwar gegenseitig unfassbar anziehend finden, aber an ihrer eigenen Unfähigkeit zu kommunizieren immer wieder scheitern. Bricht man es so trocken herunter, klingt das nach einem bitteren Drama: Das Stück ist allerdings mehr als komisch und sei schon jetzt jedem wärmstens empfohlen, dem das immerwährende Spiel zwischen den Geschlechtern grollende Magenschmerzen bereitet.

Rahel Weiss (Hanna) und Benedikt Kauff (Bernhard) lernen sich im Aufzug kennen. Es knistert mehr als bedenklich und, als es zum ersten Date kommt, ist klar: Daraus wird eine bitterernste Sache. Wie beim „Pas de deux“ im Ballett exerzieren sie im Verlauf des Stücks brutal offen und unglaublich komisch alle Phasen einer modernen Paarbeziehung durch. Von der überwältigenden gegenseitigen Erwartung bleibt über weite Strecken ängstliches, floskelhaftes Gerede. Keiner der beiden kann oder will Positionen übernehmen – und als es an der Zeit ist, eigene Vorstellungen und Wünsche in die Beziehung einzubringen, scheint es zu spät.

Dass Rahel Weiss und Benedikt Kauff diesen Abend komplett alleine bestreiten, ist umwerfend. Dass sich zudem die Zuschauer, die sich während des Stücks an ihren Getränken im Keller des Deutschen Theaters schadlos halten, lachend und euphorisch in ihrem Spiel wiederkennen, ist wunderschön. Rahel Weiss und Benedikt Kauff machen dabei gängige Beziehungsklischees und Liebesfloskeln unserer konsumgeschundenen Gesellschaft wunderbar transparent und spielen mit einer schier endlosen Energie und Authentizität.

„Pas de Deux“, das John Birke 2004 für das Wiener Burgtheater schrieb, ist ein voller Erfolg – bis zum 19.02. im Deutschen Theater.

Sonntag, 28 Juni 2015 14:43

Staunt und zweifelt!

Verleihung des Nachwuchsförderpreises an Bardo Böhlefeld im Deutschen Theater

„Staunt und zweifelt!“ ruft Intendant Erich Sidler den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern im Deutschen Theater zu. Es sind dies Bardo Böhlefeld, Benedikt Kauff, Felicitas Madl, Frederik Schmid und Moritz Schulze. Er macht ihnen Mut, diesen „schönsten aller Berufe“ weiter engagiert auszuüben und sich in jeder Rolle stets neu zu erfinden. Diejenigen von den fünf Nominierten, die den Preis in diesem Jahr nicht erhalten haben, möchte er keine „Trostrede“ halten. Sie dürfen zwar jetzt enttäuscht sein, aber müssen ihr Talent weiter entfalten. Für jeden hatte er noch einige sehr persönliche Worte gefunden, die für die kommende Spielzeit Mut machen sollten.

Den Preis hat der Förderverein des Deutschen Theaters in diesem Jahr dem Schauspieler Bardo Böhlefeld verliehen. Tina Fibiger hielt die Laudatio auf den in Rom geborenen Böhlefeld, der in Göttingen seine erste feste Anstellung in einem Ensemble hat. Den Text ihrer Ansprache können Sie hier komplett nachlesen. Zu Beginn ihrer Ansprache war die Entscheidung der Jury noch nicht bekannt. Und Fibiger hielt die Spannung noch lange aufrecht. Als sie den Namen des Preisträgers erstmals nannte, gab es lautstarken Beifall – und das nicht nur vom Publikum im DT Keller, sondern auch von den Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls für diesen Preis nominiert waren.

Und weil die Preisträgerentscheidung so geheim gehalten worden ist, wusste auch Vanessa Czapla nicht, wer es sein wird. So sang sie ihren Förderpreis-Song auf alle fünf Kandidatinnen und Kandidaten. „You are the top“ titelte sie ihren Song, in dem alle Stücke und viele Rollen der Kandidaten vorkamen.

Florian Eppinger las nach der Preisverleihung einen Text aus dem Jahr 1998 vor. Josef Bierbichler erhielt damals den Gertrud-Eysoldt-Ring und widmete sich in seiner Dankesrede dem Thema „Engagement und Skandal“. Wie aktuell Bierbichlers Provokationen heute noch sind, war während Eppingers Vortrag deutlich zu spüren.

Zuvor gratulierte der stellvertretende Vorsitzende des Fördereins, Werner Tönsmann, dem Vorsitzenden Harald Noack nachträglich zum 70. Geburtstag. „Das wollte ich eigentlich geheim halten“, äußerte Noack. So recht glauben wollte das aber niemand…
Am Ende der kurzweiligen Feierstunde holte Erich Sidler noch einmal Vanessa Czapla nach vorne. Sie wird das Ensemble verlassen und nach Saarbrücken gehen. Nun flossen doch noch Tränen, nachdem Bardo Böhlefeld seine Dankesworte mit der Aussage begann „Ich werde jetzt nicht in Tränen ausbrechen.“
Der Förderpreis ist mit 2.000 Euro dotiert. Böhlefeld rief seinen Mitstreitern zu: „Dieser Preis ist auch für Euch!“

Premiere Das Ende des Regens im Deutschen Theater

Väter verschwinden ohne zu sagen, warum. Mütter schweigen für den Rest ihres Lebens. Ihre Kinder erfahren einen Zustand des Verloren seins, der auch ihre Kinder prägt. All das lässt der australische Dramatiker Andrew Bovell über Generationen und Kontinente hinweg geschehen. Mit den Stimmen der Gegenwart und der Vergangenheit, denen er in seiner dramatischen Odyssee „ Das Ende des Regens“ einen Echoraum gibt.

Auf der Bühne des Deutschen Theaters irrlichtern seine Figuren mit diesem Gefühl, dass da etwas an ihrem Leben nagt, dass sie nicht fassen können. Mit ihnen gerät der Zuschauer  in der Inszenierung von Ingo Berk in ein Suchspiel über die zerstörerischen Altlasten zweier Familien und warum sie so unvorstellbar lange nachwirken.

Bovell lässt seine Odyssee in einer trostlosen Zukunft beginnen. Bühnenbilder Damien Hitz hat eine kreisrunde Bahn entworfen und in Schräglage versetzt, auf der die Erinnerungen bruchstückhaft zirkulieren. Zunächst mit der Beschreibung von sintflutartigen Regenfällen, die bereits 60 Jahre zuvor einsetzten.

Ein Fisch fällt vom Himmel und ein Anruf erhellt das trübe Schicksal von Gabriel York (Florian Eppinger). Sein Sohn Andrew (Benjamin Kempf ) möchte die Geschichte eines abwesenden Vaters hören, der ihn 20 Jahre zuvor verlassen hatte. Gestalten in Regenmänteln schütteln ihre Schirme aus. An einem Tisch in der Mitte der Bahn löffeln sie stumm eine warme Suppe, brechen wieder auf und kehren dann vereinzelt oder zu zweit zurück, um ihren Geschichten erneut zu begegnen.
So wenig wie sich die Erinnerung an eine lineare Abfolge von Ereignissen und mögliche Folgen hält, pendeln auch die Szenen zwischen den Zeiten und den Orten. In London braut sich 1959 das Zerwürfnis von Elisabeth Law (Rebekka Klingenberg) und ihrem Mann Henry (Gerd Zinck) zusammen. Seine pädophilen Neigungen treiben ihn in die Flucht nach Australien, wo sein Sohn Gabriel (Benedikt Kauff) die väterliche Spur aufnimmt und sich in die junge Gabrielle York (Rahel Weiss) verliebt, die den Sexualmord an ihrem kleinen Bruder nie verwunden hat.

Für eine zerstörerische Erkenntnis, Gabriels tödlichem Autounfall, ihre Schwangerschaft,  und die Rettung durch ihren späteren Ehemann Joe Ryan (Paul Wennig) muss eine ältere Gabrielle (Gaby Dey) die Worte finden. Auch ihre Geschichte wird immer wieder gebrochen durch den erneuten Blick zurück nach London, wo die junge Elisabeth die Familienkatastrophe ahnt, während sich die ältere Elisabeth (Angelika Fornell) den Fragen ihres Sohnes Gabriel sperrt und zur stummen Zeugin der Ereignisse von früher wird. Am Schauplatz Australien lauscht dann eine jüngere Gabrielle den Worten der Älteren, die ihr Schweigen nicht mehr länger aushält.

Dieser Wechsel zwischen den Erinnerungs- und Erkenntnissplittern, die sich einer Chronologie verweigern macht es dem Zuschauer nicht leicht. Besonders wenn er nach Ursache-Wirkungsmustern sucht, um dieses Familienlabyrinth aus Schmerz und Verdrängen zu entschlüsseln. Er muss sich auch auf die Vorstellung einlassen, dass die Stimmen der Vergangenheit bei allen Figuren immer mit am Tisch sitzen und nicht zur Ruhe kommen werden, bis endlich jemand mit ihnen spricht. Dann erschließt sich dieser Theaterabend wie ein Puzzle von disparaten Teilen und deren Zusammenwirken mit der Einsicht, dass das Verschweigen von Geheimnissen nie ohne Folgen bleibt und keine Biografie bei Null anfängt.

Regisseur Ingo Berk macht den mühsamen Weg dahin spürbar, wenn er die Spannung in den Rückblenden nicht forciert und das Ensemble in den einzelnen Episoden einem strengen Rhythmus folgt. Vielleicht kann es auch nur so zu diesen besonderen Momenten kommen, die unmittelbar und abgrundtief bewegen. Eine Frau entdeckt unter den Aufnahmen von nackten Jungen das Foto ihres Sohnes während die stumme Gestalt an ihrer Seite in ihrer Qual erstarrt. Eine Andere stirbt noch einmal mit dem Tod ihres Geliebten und wird auch dann nie mehr zu trösten sein.

Selbst wenn es im Deutschen Theater auch immer wieder zu Szenen kommt, die nahe gehen und nachwirken, so sind sie doch rar und deshalb umso kostbarer. Mit ihnen wird Ingo Berks Inszenierung zu einem ganz besonderen Theaterabend. Auch über die befreiende Wirkung, wenn das Schweigen aufbricht und endlich ein Gespräch beginnt, das jetzt nicht bloß legen will, entlarven und anklagen. So wie sich Gabriel und sein Sohn Andrew einfach auf eine gemeinsame Geschichte verständigen lernen und den Fisch verspeisen, der vom Himmel fiel.

Jetzt schon Tickets sichern

Sorry there were no events found.

Kulturticket

Gandersheimer Domfestspiele

Figurentheatertage