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Konzerte am 20. Januar in Göttingen und am 21. Januar in Northeim

Sonntag, 25 Juni 2017 13:11

Ausgezeichnetes Konzert der AOV

Die Akademische Orchestervereinigung mit der Pianistin Franzsika Glemser und dem Dirigenten Niklas Hoffmann

Die Akademische Orchestervereinigung hat ihren neuen Dirigenten gewählt

Benefizkonzert der AOV für das Hospiz an der Lutter
Donnerstag, 26 Januar 2017 05:32

Enorme Bandbreite der Dynamik

Man soll die Feste feiern wie sie fallen – und so nahm die AOV das 111. Jubiläum ihrer Gründung zum Anlass, das Jahr 2017 mit einem Jubiläumskonzert zu beginnen.

Der Gewinner des 14. Donat Flick LSO-Dirigentenwettbewerb ist der 26-jährige deutsche Dirigent Niklas Benjamin Hoffmann, der auch Chefdirigent der Akademischen Orchestervereinigung (AOV) in Göttingen ist.

Dienstag, 28 Juni 2016 10:53

Notenartistik vom Feinsten

Sommerkonzerte mit der Akademischen Orchestervereinigung unter Niklas Hoffmann und dem Cellisten David Drost

Niklas Hoffmann (24 Jahre alt) übernimmt die AOV

Bei ihrem Semesterkonzert Ende Juli hat sich der langjährige Dirigent der AOV verabschiedet, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Das Orchester hat deshalb den Posten neu ausgeschrieben. Gesucht wurde ein Dirigent / eine Dirigentin für das aus rund 80 aktiven Mitgliedern bestehende Orchester. „Wir suchen eine Persönlichkeit, die mit Freude und hohem Engagement ein ambitioniertes Laienorchester zu leiten vermag.“

Es gab zahlreiche Bewerbungen. Einige davon wurden zu einem Probedirigat eingeladen, das Anfang Juli stattgefunden hat. Nach diesem Verfahren haben die Gremien der AOV vor kurzem eine Entscheidung gefällt.

Der junge Dirigent Niklas Hoffmann (24 Jahre alt) wird ab dem kommenden Semester das seit mehr als 100 Jahren bestehende Symphonieorchester leiten. Hoffmann hat das Orchesterdirigieren an der Musikhochschule Franz-Liszt in Weimar studiert. Dort wurde er mit dem Deutschland-Stipendium gefördert. Als Gastdirigent stand er am Pult der Jenaer Philharmonie. Von 2013 bis 2015 leitete Hoffmann das Akademische Orchester der TU Ilmenau.

Auf dem Programm seines ersten Semesters steht Mendelssohns „Sommernachtstraum“, das Violinkonzert D-Dur von Tschaikowsky sowie die 4. Sinfonie von Johannes Brahms. Die Konzerte finden am 23. und 24. Januar in der Aula der Universität statt.

Montag, 26 Januar 2015 17:24

Schwungvolles Drama

Die AOV spielt Schubert und Bruckner in der Stadthalle

Am Samstagabend liegt eine frische Schneedecke über Göttingen – Besucher hält sie jedoch nicht ab: In der vollbesetzten Stadthalle, im großen Rahmen also, präsentiert die Akademische Orchestervereinigung ihre diessemestrige Arbeit: Schuberts „Unvollendete“ und Bruckners 7. Symphonie.

Vor Bruckners monumentalem Werk, das diesem endlich die ersehnte Anerkennung in der Musikwelt brachte, wirkt die bekannte „halbe“ Schubertsche Symphonie fast nur wie eine Vorspeise, welche von Dirigent Lorenz Nordmeyer jedoch genussvoll zelebriert wird: In einem variablen, relativ langsamen Tempo bereiten die Streicher der bekannte Melodie von Oboe und Klarinette einen geheimnisvollen Pianissimoteppich, der sich immer wieder hauchzart in der Lautstärke verändern darf. Die Einsätze sind sehr präzise, nur erklingen ab und an die Abschlusstöne der Streicher ungleichmäßig lang. Die hervorragende Gruppe der Celli gibt dem klagenden Eingangsthema eine unverrückbare Wärme und Ruhe.

Nach Ende des 2. Satzes folgt attacca das selten zu hörende, nur 20 Takte fassende Fragment des Scherzo – ein wunderbares kleines Extra für die Hörer, die so einen Eindruck davon bekommen, in welche Richtung diese unvollständig gebliebene Symphonie hätte fortgeführt werden sollen.

Nach der Pause folgt, als „Hauptmahlzeit“ sozusagen (auch was die zu mobilisierenden Kräfte der Musiker, insbesondere der Blechbläser angeht), Bruckners 7. Symphonie – womöglich wird sie von manchem im Publikum sogar als „schwere Kost“ empfunden. Das gut einstündige Werk verlangt einen langen Atem, einen ununterbrochenen „Spannungsbogen“, den Nordmeyer und seine Instrumentalisten scheinbar mühelos halten: Ein präsentes, von sichtlicher Freude durchzogenes Spiel.
Wirkten die Holzbläser im ersten Konzertteil ab und an noch etwas unsicher, so ist davon bei Bruckner nichts mehr zu spüren: Die zahlreichen, über alle Sätze verteilten, offenen Solostellen gelingen tadellos, ebenso die über alle Instrumente verteilten Stimmgruppensoli, wie zum Beispiel das von den Celli zu Beginn des ersten Satzes schwelgend, fast kitschig schön vorgetragene Thema.

Hervorragend auch das Zusammenspiel bei den „brucknertypischen“, sich minutenlang steigernden, crescendierenden Phrasen: Es geht immer noch lauter und dramatischer. Und nochmal lauter und dramatischer. So erzeugt Bruckner eine Spannung zum Zerreißen, die sich aber erst zum Ende des ersten Satzes zum ersten Mal entladen darf, wo das nicht enden wollende Finale mit seinen verschwenderisch angefügten Nachschlägen beinahe humoresk wirkt.

Der 2. Satz, Adagio, dürfte den Musikern die meiste Kraft des Abends abverlangt haben: Majestätisch zieht sich das choralartige, feierliche Thema über zwanzig Minuten hinfort. Die von Bruckner hier vorgeschriebenen Wagnertuben spielen Hornisten der AOV auf Instrumenten, die aus der Musikhochschule Hannover und dem Staatstheater Kassel geliehen wurden.

Danach wirkt das Publikum hörbar erschöpft. Eine kurze Atempause für die Musiker, ehe Nordmeyer in der wieder eingekehrten Stille das Scherzo antreibt: Einfach geil! Nordmeyer nimmt die vorgeschriebene Satzbezeichung „sehr schnell“ erfreulicherweise sehr wörtlich: Das kurze Leitmotiv, in endloser Wiederholung gespielt, erzeugt in den äußerst schwungvoll gespielten Dreivierteltakten eine nach vorn drängende Dynamik, die am Ende regelrecht zu explodieren scheint.
Die Symphonie schließt mit dem Finale, das auf das Hauptthema des ersten Satzes zurückgreift.

Das Publikum spendet den verdienten, langanhaltenden Applaus.

Montag, 14 Juli 2014 10:07

Romantische Zeitreise

Semesterkonzert der Akademischen Orchestervereinigung (AOV)

Trotz bestem Sommerwetter war die Aula am Wilhelmsplatz voll besetzt, als am 12. Juli 2014 die Akademische Orchestervereinigung unter musikalischer Leitung von Lorenz Nordmeyer ihr Konzert zum Abschluss des Sommersemesters gab und dem vorfreudigen Publikum dabei Werke aus verschiedenen Phasen der Romantik präsentierte.

Fulminant eröffnet wurde das Konzert mit der Ouvertüre zu Szenen aus Goethes Faust (1853), einem Schlüsselwerk der Romantik aus der späten Schaffensphase Robert Schumanns. Die Ouvertüre in D-Moll ist der zuletzt komponierte Teil der groß angelegten, insgesamt zweistündigen Vertonung des zweiten Teils von Goethes Meisterwerk und fasst die darin vorkommenden Themen leidenschaftlich-intensiv zusammen. Der dramatische Wechsel zwischen leisen und dunkel-dramatischen Elementen wurde vom Orchester mit großer Präzision interpretiert und war von einem reichen und vollen Klangbild geprägt.

Ebenfalls auf literarischen Werken basierte das zweite Stück des abendlichen Programms, Robert Strauss' Spätwerk Vier letzte Lieder (1948) für Sopran und Orchester nach Gedichten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff. Strauss' einfühlsame Interpretationen der Gedichte im Stil der ausklingenden Romantik wurden vom Orchester auf ebenso schöne Art und Weise wiedergegeben. Die vier verschiedenen Lieder (1. Frühling, 2. September, 3. Beim Schlafengehen, 4. Im Abendrot) stehen zwar jedes für sich, knüpfen aber thematisch in ihrer Auseinandersetzung mit Tod und Abschied aneinander an und schaffen so einen nahtlosen Übergang zwischen den unterschiedlichen Stimmungen. Die zuerst dynamischen, farbenreichen Passagen gehen in melancholische Wehmut über; anfängliche, sanfte Leichtigkeit wird von düsterer Schwermut abgelöst, die nur von trillernden Flötenklängen unterbrochen wird.

Die Sopranistin Hanna Zumsande könnte aufmerksamen Besuchern des Göttinger Kulturlebens bereits durch ihren Auftritt bei den Händelfestspielen im Jahr 2009 in Erinnerung geblieben sein. Ihre klare und warme Stimme verschmolz in ausbalanciertem Wechselspiel mit der orchestralen Begleitung.

Als drittes und damit letztes Stück des Abends wurde die Sinfonie Nr. 7 in A-Dur (1812) des von Schumann sehr geschätzten Wegbereiters der Romantik, Ludwig van Beethoven, dargeboten. In vier miteinander kontrastierenden Sätzen (Poco sostenuto – Vivace, Allegretto, Scherzo – Presto und Allegro con brio) wird hierbei ein immer wiederkehrendes, rhythmisch markantes Thema variiert und von verschiedenen Instrumentengruppen in wechselnder Dynamik aufgenommen. Zarte, tänzerisch bewegte Rythmen werden immer wieder zu beeindruckender und teils dramatischer Klangfülle aufgebaut. Bei beidem kann sowohl das Orchester als auch der engagierte und ausdrucksstarke Dirigent überzeugen, die es gemeinsam schaffen, die tänzerische Leichtigkeit des ersten Satzes auch in den nachfolgenden Passagen immer wieder anklingen zu lassen und schließlich im Finalsatz zu einem wirbelnden, mitreißenden Strom zu steigern.

Ebenso begeistert wie Beethovens Sinfonie von seinen Zeitgenossen aufgenommen wurde, honorierte auch das Publikum des gestrigen Abends die Leistung der Musiker und belohnte sie mit anhaltendem, herzlichen Applaus; bei der Solisitin sowie einzelnen Instrumentengruppen bedankte sich das Publikum sogar mit Jubelrufen.

Nach zwei Stunden wurden die Zuschauer dann wieder in den lauen Sommerabend entlassen. Die Vorfreude ist Zufriedenheit gewichen.

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