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Donnerstag, 12 April 2018 15:18

Junges Theater

Uraufführung „Gö 68ff.“

Premiere am 27. April

Wir sind erst in der dritten Woche

geschrieben von
Probenszene mit Agnes Giese, Peter Christoph Grünberg und Franziska Lather Probenszene mit Agnes Giese, Peter Christoph Grünberg und Franziska Lather © Photo: Wortmann

Ein Heimatabend zum 50. Geburtstag von 1968 von Peter Schanz. Der rote Faden? „Das ist natürlich Göttingen“, sagt Peter Schanz über die bevorstehende Uraufführung „Gö 68ff.“ im Jungen Theater am 27. April.

Und das trifft sogar im übertragenen Sinn zu, denn zum 60. Geburtstag des Jungen Theaters gibt es einige Produktionen, die sich erstens mit Göttingen beschäftigen und die zweitens ebenfalls ein Jubiläum feiern. Zum Beispiel „Barbara“, zum Beispiel „Satisfaction“, zum Beispiel der Besuch von Claus Peymann an einer seiner ersten Wirkungsstätten.

Und „68“ wird nun auch schon 50! Zurzeit entsteht eine Revue in sieben Kapiteln, in denen der Autor Peter Schanz verschiedene Schwerpunkte der 68er-Bewegung beleuchtet: von der sexuellen Revolution über antiautoritäre Erziehung, von den intellektuellen Diskussionen an und über die Hochschule bis zur kulturellen Revolution.

„Wir machen das Jahrzehnt voll“, erläutert Schanz, der die Anfrage für diese Produktion bereits in der Probenzeit von der Lichtenberg-Uraufführung „Der größte Zwerg“ bekommen hatte. „Wir beleuchten die Zeit bis zum deutschen Herbst 1977. Im Vorfeld hat Peter Schanz sich mit zahlreichen Protagonisten aus Göttingen unterhalten: mit Klaus Wettig und Inge Wettig-Danielmeier, mit Thomas Oppermann und Jürgen Trittin, mit Harald Noack („Wir waren die radikale Mitte!“), aber auch mit dem Göttinger Theologen Detlef Fraenkel. Sie alle waren Zeitzeugen dieser politisch so brisanten Jahre. Sogar Dieter Bohlen studierte in der Zeit BWL in Göttingen. „Ob er im Stück vorkommt? Bislang mit einem Halbsatz. Falls der nicht noch gestrichen wird“, erläutert Schanz. Denn noch ist zu viel Text da. „Es soll ja nicht ausufern!“ Ziel ist es, am Ende unter zwei Stunden Spieldauer zu erreichen.

Das würde sicher auch den Schauspielerinnen und Schauspielern entgegenkommen, haben sie doch dann weniger Text zu lernen. Beim Lernen wurde Schauspieler Peter Christoph Grünberg auf dem Wall von einigen Erstsemestern angesprochen. „Was lernst Du denn da?“, wurde er gefragt. Als er die Zusammenhänge erläutert hatte, war das Interesse bei den jungen Studierenden groß.

Das ist aber auch bei den Schauspielerinnen und Schauspielern groß. Grünberg fragt sich, was er denn in der Zeit damals gemacht hätte. „Vermutlich wäre ich richtig verspießt gewesen“, meint er augenzwinkernd. Allen gemeinsam ist aber das große Interesse an dieser Zeit. Und an den Möglichkeiten, die das Theater hat: das Spiel auf der Bühne erlaubt viele Varianten der Interpretation. Eine davon: während Agnes Giese von den Hintergründen in Göttingen berichtet, singen im Hintergrund Franziska Lather und Peter Christoph Grünberg den Song von Pete Seeber „What Did You Learn In School?“.

„Wir sind erst in der dritten Woche“, erläutert Autor Peter Schanz den Stand der Proben. Schanz ist auch für die Ausstattung zuständig. Stolz zeigt er auf die rot-weißen Polizei-Absperrgitter. Und auf die Matratzen, die den Bühnenhintergrund bilden werden.

Insgesamt ist eine spannende Stückentwicklung im Gange. Die Premiere ist am 27. April 2018, weitere Vorstellungen sind am 5., 18. und 29. Mai sowie am 30. Juni geplant.

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