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Sonntag, 08 April 2018 09:50

Knabenchor

Motette in St. Johannis

Der Knabenchor präsentierte sein Reiseprogramm

Dona nobis pacem

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Der Göttinger Knabenchor in der Johanniskirche Der Göttinger Knabenchor in der Johanniskirche © Photo: Wortmann

Unter dem Motto „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden) war der Göttinger Knabenchor vom 17. März bis zum 2. April in Japan auf Konzertreise. Dort hatten sie insgesamt 11 Auftritte, zuletzt am 2. April in Tokyo. Um diese Reise zu finanzieren, hat der Chor erstmalig ein „Crowdfunding“ durchgeführt – und zwar erfolgreich: es sind über 11.000 Euro an Spenden eingegangen, die die Reisekosten für die Teilnehmer auf ein erträgliches Maß brachten.

Spender hatten je nach Spendenhöhe ein besonderes Dankeschön bekommen. Superintendent Friedrich Selter hatte deshalb aus Japan eine Postkarte bekommen: das Chormitglied Theo hat sich im Namen des Chores für die finanzielle Unterstützung bedankt. Passenderweise kam diese Karte an dem Samstag mit der Post an, als der Chor in der St. Johanniskirche sein Reiseprogramm in einem Konzert der Reihe „Motette“ vorgestellt hat. Da Selter das „Geistliche Wort“ in der Motette übernommen hatte, konnte er sich gleich persönlich bei Theo für die Karte bedanken.

Von einer Müdigkeit nach der langen Reise war in der prall gefüllten Kirche nichts zu spüren. Im Gegenteil: der Chorklang war nahezu perfekt und ausgewogen. So gut ist der Göttinger Knabenchor unter der Leitung von Michael Krause selten zu hören. Die Sopranstimmen klangen glockenhell, die Altisten sangen mit warmer Stimme und die Männer steuerten ein solides Fundament bei. Alle Choristen waren hellwach und folgten Michael Krause in allen Details. Dazu gab noch eine bemerkenswerte Textverständlichkeit.

Auf dem Programm standen Werke vom Chorgründer Franz Herzog, von Händel, Bach, Mendelssohn und Nystedt. Dazu gab es noch den Göttingen-Chanson von Barbara, arrangiert von Michael Krause. Auf den Part mit Popsongs verzichtete Michael Krause spontan wegen der zu dem Zeitpunkt noch ganz frischen Nachrichtenlage aus Münster. Für die Opfer und Angehörigen sprach Selter ein Gebet.

Im Konzert war vor allem der Auszug aus dem „Fluch des Krieges“ von Franz Herzog tief beeindruckend – und hatte für die Reise seine eigene Bedeutung: die Knaben aus Göttingen hatten zwei Stationen mit historischen Hintergrund. Ein Konzert wurde in Hiroshima gegeben, ein anderes Tokushima. Dort befand sich das deutsche Kriegsgefangenenlager Bandō im Ersten Weltkrieg. Heute unterhält Niedersachsen eine offizielle Partnerschaft mit der Präfektur Tokushima.

Es war ein sehr beeindruckender Abend in der Johanniskirche: großartiger Chorklang, eine sehr emotionale Stimmung, große Dankbarkeit für die Erlebnisse standen im Mittelpunkt. Außerdem war zu spüren, welch intensive Begegnungen es in Japan mit den Gastgebern gegeben hat, darunter auch einige japanische Kinder- und Knabenchöre.

Am Ende wurden Chor, Chorleiter und die Pianistin Nataliia Bachmann gefeiert, dem Reiseteam wurde gedankt – und alle sangen gemeinsam mit dem Publikum den Kanon „Dona nobis pacem“.

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Letzte Änderung am Montag, 16 April 2018 16:34

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