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Dienstag, 06 Februar 2018 19:20

Dots

Konzert mit den „Musketeer “

Atmosphärischer Sound und maritime Motive

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Die Band „Musketeers“ im Göttinger Dots Die Band „Musketeers“ im Göttinger Dots © Photo: Hmida

Freunde der alternativen Rockmusik kamen am vergangenen Sonntagabend im Dots auf ihre Kosten. Denn dort präsentierte die in Hamburg ansässige vierköpfige Band Musketeer bestehend aus Joseph Pogson (Gesang, Akustikgitarre), Eric Timmann (Elektrische Gitarre), Felix Virmani (Bass) und Michael Rosner (Schlagzeug) im Rahmen ihrer Full Band Tour 2018 ein kleines, aber feines Set aus Songs der bald erscheinenden EP The North Sea.

Das Konzert begann zunächst mit einer Entschuldigung für die Verzögerung und dem Entledigen der Schuhe des Drummers Michael. Frontsänger Joseph lud auch das Publikum dazu ein, es ihm gleich zu tun, obgleich ihm dann sofort die Gefahr der möglichen Glasscherben einfiel und er dann doch lieber die Sicherheit des Publikums nochmal betonte. Die Gruppe bat das Publikum dann darum, etwas näher zu kommen („Wir haben auch eine kleine Choreographie vorbereitet!“), doch dieses zeigte sich etwas schüchtern und reserviert.

Der Musikstil bewegt sich galant zwischen Singer-Songwriter und Folk-Rock im Stil von Nick Cave and the Bad Seeds oder Leonard Cohen. Besonders stach der Song North Sea hervor, der mit seinem atmosphärischen Sound und maritimen Motiven bei mir regelrechte Heimatgefühle weckte.  Das Publikum zeigt sich nach wie vor etwas verhalten, obwohl sich die Gruppe wirklich ins Zeug legte, das Publikum gar als „sexiest bunch of people“ bezeichnete. Sie zeigte sich durchweg souverän und erzählte zwischen den Songs die ein oder andere Anekdote. So lobten sie etwa das Stadtbild von Göttingen. „Der zweite Weltkrieg hatte hier wohl keine Auswirkung, oder? In Hamburg ist alles aus Beton!“, staunte Felix. Letzteres erwies sich wohl als Segen in Anbetracht der Schäden durch die G20-Proteste. Von brennenden Mülltonnen war gar die Rede. Applaudiert wurde aber nach jedem Song und am Ende bat das Publikum dann doch nach einer Zugabe, der die Band mit einem Cover von Nick Cave gern entgegenkamen.

Wegen der nicht allzu berauschenden Lichtbedingungen im Keller habe ich Frontsänger Joseph nach dem Konzert nochmal um ein Photo der Gruppe gebeten. Diese war natürlich über die ganze Bar verteilt und so packte ich die Gelegenheit am Schopfe und fragte während des Wartens nach der Inspiration hinter North Sea. Joseph erzählte mir dann, dass die Songs auf dem Album narrativ verbunden sind und einige von ihnen während der Zeit in Skandinavien zu Stande kam. So sahen sie die Meerjungfrau von Kopenhagen und stellten daraufhin weitere Forschung für ihre Liedtexte an.

Joseph schnappte sich dann schließlich seine Bandkollegen für das Photo: „Wo sollen wir stehen?“, fragten sie. „Wo auch immer ihr euch wohl fühlt… und wo Licht ist!“, entgegnete ich darauf. Schließlich bekam ich mein Photo und auch der Fakt, dass ich von einer Nordseeinsel komme, stieß bei ihnen auf Begeisterung. Die Jungs sind tatsächlich auch außerhalb des Gigs so entspannt und lustig und das konnte man vor allem an der Bar beobachten, als einige Leute aus dem Publikum auf sie zugingen, um sich mit ihnen zu unterhalten. Das nächste Mal darf man also durchaus auch gerne während des Konzertes ein Stück näher rücken.

Letzte Änderung am Montag, 12 Februar 2018 14:03

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