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Mittwoch, 31 Januar 2018 11:24

Café Birds

Kunst gegen Bares

Deutsch kann man nur zehn Minuten am Tag sprechen

geschrieben von
Friedemann Roumiantsev und Philipp Rosenkranz im Café Birds Friedemann Roumiantsev und Philipp Rosenkranz im Café Birds © Photos: Wortmann

Kunst gegen Bares – das Konzept, das in Köln erfunden wurde und bereits in vielen Städten erfolgreich funktioniert, gibt es jetzt auch in Göttingen. Im vollkommen überfüllten Café „Birds“ feierte diese „Offene-Bühne-Show“ ihre erfolgreiche Premiere.

Und was unterscheidet diese Veranstaltung von anderen „Offenen Bühnen“? Die beiden Initiatoren Friedemann Roumiantsev und Philipp Rosenkranz haben sich viele Gedanken gemacht. „Der Hauptunterschied ist, dass bei „Kunst gegen Bares“ das Publikum den Künstlern seine volle Aufmerksamkeit schenkt, während sonst häufig das Bühnenprogramm „so nebenbei“ läuft.

Diese Aufmerksamkeit hatten bei der Premiere acht junge Damen und Herren, die ihre Kunst zum Besten gaben: Shahin mit sich als „Stand-Up Comedy“, Birte mit einer virtuosen Kadenz aus Mozarts Violinkonzert, Merit mit drei Kurzgeschichten, Vinzent als Kartenmagier, Toni und Frank als Duo mit Klarinette und Cello, Julian mit „Semi-Poetry-Slam“, Fabian mit zwei Songs und seiner Gitarre und Simon. Jeder Auftritt dauerte maximal 8 Minuten. Und am Ende durfte das Publikum entscheiden, wer gewinnt. Dazu wurde Geld („Eure ganzen Ersparnisse bitte!“) in eines der acht kleinen Sparschweine gesteckt. Am Ende entschieden ganze 86 Cent Unterschied: Shahin gewann den Inhalt des Schweins und wurde zum Kapitalistenschwein des Abends gekürt. Shahin: „Wie gut, dass Ihr mir nicht das Schwein geschenkt habt. Schließlich bin ich Moslem!“

Shahin kommt aus dem Iran und studiert hier in Göttingen. „Alle haben Angst vor mir. Als Student trage ich einen Rucksack mit meinen Unterlagen. Hier glauben alle, da ist eine Bombe drin.“ Also gebe er sich als Spanier aus. „Nächstes Mal kommt nicht mehr Shahin sondern Rodrigo!“, versprach er. Hoffentlich überlegt er es sich noch einmal. Denn seine köstlichen Erkenntnisse möchten wir gerne wiederhören. Beispiel? Alle Künstler wurden zu Beginn nach einer Spezialfähigkeit gefragt („Special Power“). Shahin: „Ich spreche deutsch!“ Und das sei eine sehr schwierige Sprache. Man könne sie nicht länger als 10 Minuten sprechen. Darum reden die Norddeutschen auch nicht so viel, die zehn Minuten seien irgendwann am Tag verbraucht…

Ein überaus kurzweiliger Abend, den die beiden Physikstudenten aus Kiel und Lübeck mehrere Monate intensiv vorbereitet hatten. Die meisten Gäste kamen durch die Verbreitung des Termins in den Sozialen Medien. Aufgrund des gedruckten Flyers waren nur zwei Gäste da – bei einer Auflage von 6.000 Exemplaren. „Ich glaube, das lassen wir beim nächsten Mal.“

Diese Erkenntnis beinhaltet aber auch das Versprechen, dass es ein nächstes Mal gibt. Der Termin wird dann auch wieder im Kulturkalender des Kulturbüros veröffentlicht.

Letzte Änderung am Freitag, 09 Februar 2018 20:32

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