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Samstag, 20 Januar 2018 13:58

Tapetensaal im Museum

Kurzweiliger Chanson-Abend

geschrieben von
Maja Hilke und Alon Sariel im Tapetensaal des Städtischen Museums in Göttingen Maja Hilke und Alon Sariel im Tapetensaal des Städtischen Museums in Göttingen © Photo: Wortmann

„Brel a part“ – Maja Hilke und Alon Sariel spielten französische Chansons im Städtischen Museum

Chansons sind in Deutschland eine Musikgattung, die im 19. und 20. Jahrhundert beheimatet ist – also genau in der Zeit, in der fast keine Werke mehr für die Laute geschrieben worden sind.

Dennoch haben sich Alon Sariel (Laute) und Maja Hilke (Gesang) zusammengetan, um gemeinsam französische Chansons zu musizieren. „Brel a part“ nennen sie den Abend im Tapetensaal des Städtischen Museums in Göttingen, der bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Im Untertitel heißt es „Französische Chansons von Renaissance bis Brel“ – und in der Tat reichen die Ursprünge des Chansons weit ins Mittelalter zurück. „Beginnen wir ganz von vorn“, kündigte Maja Hilke gleich zu Beginn an. So erklangen zunächst Chansons aus dem 15. Jahrhundert. Relativ schnell aber landeten sie im 20. Jahrhundert (Hilke: „Das ging schnell, oder?“)

Für den Lautenisten Alon Sariel bietet die Musik des 20. Jahrhunderts normalerweise wenig an Literatur an. („Ich habe nur selten die Gelegenheit, moderne Musik zu spielen.“) Dabei passt die Laute beziehungsweise sein Spiel ganz wunderbar zu den Liedern: dezent, aber virtuos und stilsicher. Die Moderationen der Sängerin untermalt er mit improvisierten Lautenklängen, die häufig eher an die Renaissance erinnern. Bis er die Melodie „Greensleeves“ spielt, in die Maja Hilker erst pfeiffend und dann das ganze Publikum mitsummend einstimmt. Diese Melodie entstammt zwar auch der Renaissance, ist aber heute immer noch ungemein populär.

Der Stimme von Maja Hilke merkt man die Gesangsausbildung an: mit großem Klang trägt sie die Troubadour-Gesänge und frühen Chansons vor. Bei Jacques Brel wechselt sie zwar den Vortragsstil, nimmt ihre Stimme zurück und wechselt die Klangfarbe – bleibt sich aber treu. Und so klingen die bekannten Lieder aus Frankreich anders, als man sie kennt. Das trifft natürlich auch auf Barbaras „Göttingen“-Lied zu, das an diesem Abend nicht fehlen darf. Aber so sind es Maja Hilkes Chansons, die an diesem Abend zu hören waren. Und das ist auch gut so.

Das Publikum fand das auch – und applaudierte herzlich nach einem kurzweiligen Chanson-Abend.

Letzte Änderung am Freitag, 09 Februar 2018 20:38

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