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Donnerstag, 07 Dezember 2017 06:40

„Preis der deutschen Theaterverlage“ 2017 geht an das Deutsche Theater Göttingen

geschrieben von VDB-Stiftung

Die Stiftung Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage vergibt ihren diesjährigen Preis der Deutschen Theaterverlage an das Deutsche Theater Göttingen für seine leidenschaftliche und nachhaltige Förderung von Gegenwartsdramatik.

Die Jury begründet die Entscheidung wie folgt: 

Vor rund drei Jahren eröffnete Erich Sidler seine Intendanz am Deutschen Theater Göttingen mit einem Auftragsstück für das Große Haus – ein starkes Statement für zeitgenössische Autorenschaft, das auch die darauffolgenden Spielpläne nachdrücklich unterstrichen haben. In der laufenden Saison finden sich so zum Beispiel unter elf Schauspiel-Premieren im Großen Haus sage und schreibe sechs Nachinszenierungen moderner Stücke sowie zwei Uraufführungen. Die Dramaturgie des Hauses um Chefdramaturg Matthias Heid ist für Autoren wie für Verlage ein geradezu wünschenswert guter Gesprächspartner: interessiert, aufgeschlossen, verbindlich und mit eigenen Schwerpunkten jenseits des Mainstreams. Stückprojekte werden langfristig verfolgt, und wenn sie sich für eine Spielzeit zerschlagen, so kommt die künstlerische Leitung nicht selten ein, zwei Spielzeiten später doch wieder darauf zurück – keine Selbstverständlichkeit im heutigen schnelllebigen Theaterbetrieb. Neben der deutschsprachigen ist dabei auch die ausländische Dramatik kontinuierlich präsent, und das mit hierzulande teils noch unbekannten Autorinnen und Autoren, oder durch Entdeckungen von selbst international eher selten gespielten Werken.

Einhellig hat die Jury daher entschieden, das Deutsche Theater Göttingen mit dem „Preis der Deutschen Theaterverlage 2017“ auszuzeichnen. Die Preisverleihung findet am 17. Februar 2018 im Anschluss an die Premiere von „paradies fluten“ von Thomas Köck im Großen Haus des Deutschen Theaters statt.
Zur Jury der Stiftung des Verbandes Deutscher Bühnen- und Medienverlage gehören derzeit die Dramatiker Rebekka Kricheldorf und Lutz Hübner, der Komponist Manfred Trojahn, sowie die Bühnenverleger Thomas Maagh (Verlag der Autoren) und Frank Harders-Wuthenow (Boosey & Hawkes).

In den Statuten der Stiftung heißt es: Die Stiftung VDB vergibt durch eine unabhängige Jury den Preis der Deutschen Theaterverlage zur Förderung der Sprech- und Musikdramatik. Der Preis wird jährlich verliehen, und zwar abwechselnd für Sprech- und Musikdramatik, erstmals für Produktionen des Musiktheaters der Spielzeit 2005 / 2006. Eine Bewerbung um den Preis ist ausgeschlossen. Bei der Auswahl des/der Preisträger/s sind zu berücksichtigen:

  • Inhaltsbezogene Einzel- und Gesamtprogramme im Rahmen eines Spielplanes
  • Leitideen für die Gestaltung eines Spielplanes (thematische Schwerpunkte, Konzentration auf Bühnenwerke einzelner Autoren / Komponisten)
  • Zusammenarbeit von Autoren / Komponisten, Theaterdramaturgie und Regie
  • Produktion zeitgenössischer Bühnenwerke
  • Theaterpädagogische Projekte

Über die Zuerkennung des Preises entscheidet die unabhängige Jury der Stiftung VDB. Der Jury gehören Bühnenverleger und Autoren und Komponisten an. Die Abstimmung der Jury bleibt geheim, ihre Entscheidung ist nicht anfechtbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Jury hat ihre Entscheidung schriftlich zu begründen. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am Orte der/des Preisträger/s durch Verleihung einer besonderen Urkunde. Die Begründung der Jury für die Auszeichnung ist bei der Verleihung des Preises bekannt zu geben.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Stiftung unter www.theatertexte.de 

Letzte Änderung am Donnerstag, 07 Dezember 2017 06:47

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