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Sonntag, 03 Dezember 2017 14:30

Vergnüglicher GSO-Abend mit Kontrabass

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Bogusław Furtok als Solist beim Göttinger Symphonie Orchester Bogusław Furtok als Solist beim Göttinger Symphonie Orchester © Photo: Goos

„Divertimento“ mit dem Dirigenten Jonathan Stockhammer und dem Kontrabassisten Bogusław Furtok

Das Konzert des Göttinger Symphonieorchesters stand am Freitagabend ganz im Zeichen des „Divertimentos“, des Vergnügens. Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Nino Roter, Béla Bartók und Ludwig van Beethoven füllten den Konzertsaal mit hinreißender musikalischer Vielfalt.
Eröffnet wurde der Abend, äußert heiter, mit dem Divertimento von Wolfgang Amadeus Mozart, das sich im Klang sehr abwechslungsreich zeigte, insbesondere durch das farbenfrohe Zusammenwirken von Oboe, Klarinette, Horn und Fagott und dem Wechsel von sehr kraftvollen und schließlich wieder sanften, langsamen Sequenzen.

Noch schwungvoller wurde es im Anschluss mit Nino Rota, der unter anderem auch für seine grandiose Filmmusik für Coppolas „Der Pate“ bekannt geworden ist, und seinem Divertimento, das einen kraft- und klangvollen Auftakt erfuhr, tief in ihrer Wirkung waren insbesondere die feinen Klarinettenpassagen und die rasant eilenden Flöten. Ein absoluter Höhepunkt waren jedoch die Kontrabassklänge, mit dem der Solist Bogusław Furtok die zahlreich erschienen Gäste faszinierte. Ausdrucksstark präsentierte er nicht nur die kräftigen, aber dennoch warmen Töne, sondern entlockte dem Instrument mit besonderem Feingefühl die höchsten Klangebenen. So zeigte er eindrucksvoll die musikalische Weite des Instruments, anmutend tief, bis hin zu schneidend in den höheren Tonlagen, was besonders in einem kurzen Solopart ohne Orchester zum Ausdruck kam. Deutlich wurde zudem die emotionale Intensität von Rotas Divertimento, was sowohl tänzelnde und fröhliche als auch dunklere Abschnitte vereinte, immer wiederkehrend die vollen Sequenzen des gesamten Orchesters. Der ausdauernde Applaus des Publikums wurde mit einer kurzen Zugabe erwidert. Und nachdem man vermuten könnte, dass bereits alle Klangebenen des Instruments ausgeschöpft waren, überzeugte Fartok hier mit weiteren tief berührenden Klängen.

Nach diesem Höhepunkt, der nicht mehr zu übertreffen war, folgte schließlich das Divertimento des ungarischen Komponisten Béla Bartók. Nach einem langsamen Spannungsbogen mit teilweise experimentellem Charakter, folgte eine dramatische Ebene, durchsetzt mit stets wiederkehrenden, scharfen Streichsequenzen, die sich mit leichteren und harmonischen Passagen abwechselten. Auch hier waren alle Tonlagen präsent, nicht nur durch Präzision und Feingefühl des Orchesters, sondern auch von Seiten des Dirigenten Jonathan Stockhammer, der mit ansteckendem Elan und Schwung durch den Abend begleitete.

Einen schönen Ausklang fand der Abend mit der strahlenden Symphonie Nr. 8 von Ludwig van Beethoven, die die Besucher nach einem begeisterten Applaus verabschiedete.

 

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