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Freitag, 24 November 2017 12:10

Kulturdezernentin macht Hoffnung

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Die Podiumsdiskussion des Kulturverbundes in der Göttinger Stadthalle Die Podiumsdiskussion des Kulturverbundes in der Göttinger Stadthalle © Photo: Kulturverbund Göttingen e.V.

Mit einem neuen Hoffnungsschimmer blicken die Mitglieder des Kulturverbundes in die Zukunft. Im Rahmen der Podiumsdiskussion des eintägigen Festivals „Wir sind Kultur“, das der Göttinger Kulturverbund am vergangenen Samstag erstmals in der Stadthalle veranstaltete, hatte Göttingens Kulturdezernentin Petra Broistedt Gesprächsbereitschaft zu den angesprochenen Missständen bekundet.

Der Austausch über Defizite in der Göttinger Kulturförderung war, aus Sicht des Kulturverbundes, dringend nötig und kann heilsam für die Göttinger Kulturszene sein. Anscheinend lagen und liegen der Göttinger Kulturverwaltung entscheidende Informationen bisher nicht oder nur unzureichend vor, wie sich aus der Diskussion ergab, heißt es in der Erklärung des Kulturverbundes.

Chance für zielorientierte Gespräche nutzen 

Mitgliedsorganisationen des Kulturverbundes hatten im vergangenen Jahrzehnt wegen der angeprangerten Missstände wiederholt vergeblich versucht, bei der Kulturverwaltung Gehör zu finden, um Verbesserungen herbeiführen zu können. Die jetzige Dezernentin ist erst seit einem Jahr im Amt und äußerte erfreulicherweise nun Bereitschaft, sich auch über die Anliegen der nicht institutionell geförderten Einrichtungen aus erster Hand zu informieren. Dadurch sieht der Kulturverbund die Chance, in zielorientierte Gespräche einzusteigen. 

Einige Mitgliedsorganisationen des Kulturverbundes hatten bereits wiederholt Gespräche angeboten und sind nur allzu gerne bereit, das Angebot der Kulturdezernentin anzunehmen, um über Probleme im Musikbereich, besonders in der Rock/Pop-Förderung und im Bildungsbereich (Musikschulen) zu sprechen.

Gerechtere und effektivere Kulturförderung

„Entgegen der immer wieder aus Kreisen institutionell geförderter Einrichtungen kommenden Behauptung, es gehe dem Kulturverbund nur um eine "Neiddebatte, wer wie viel Geld erhält", gehe es vielmehr um qualitative Anliegen: Tatsächlich geht es um Anerkennung der kontinuierlich geleisteten ehrenamtlichen Arbeit, um Beseitigung von Behinderungen sowie Schaffung von Transparenz, Kommunikation, Kooperation und Planungssicherheit“, so der Kulturverbund.

Es gehe um eine insgesamt gerechtere und damit für alle effektivere Kulturförderung. Dazu zähle auch die Bereitstellung oder zumindest die Hilfe bei der Suche von Räumlichkeiten für Unterricht und Proben sowie Auftrittslokalitäten, die Unterstützung beim Versuch des Erhalts und der Schaffung von Spielstätten sowie um eine faire und transparente Förderpraxis, die nicht einzelne aus nicht nachvollziehbaren Gründen bevorzugt und andere benachteiligt. Die Stadt solle stolz auf ihre kulturellen Leuchttürme sein – welche sich übrigens auch im Bereich der nichtgeförderten Kultur befinde – darüber dürfe sie aber nicht die Förderung in der Breite hinten an stellen.

Objektive Faktenrecherche ist Voraussetzung für nachhaltige Entscheidungen

Es soll eine offene Diskussion geben. Hier erwartet der Kulturverbund von der Verwaltung, dass sie sich nicht selektiv und nur einseitig bei bestimmten Akteuren informiert, deren Informationen durch Eigeninteressen gefärbt sein können, sondern alle Gruppen von Betroffenen befragt werden. Nur so kann ein umfassendes Bild der Göttinger Kultur und den Bedürfnissen einzelner Kulturschaffender enstehen. Es gilt zuerst Fakten zu sammeln, um dann auf Basis konsistenter Daten richtige und nachhaltige Entscheidungen treffen zu können. 

Dass in Göttingen von den 13 Millionen Euro für freiwillige Ausgaben der Großteil in die Kultur fließt, befürwortet der Kulturverbund ausdrücklich. Die Förderung der Kultur muss allerdings nicht zwingend an monetäre Aufwendungen gebunden sein, sondern kann auch stattfinden, indem Wege geebnet werden und Möglichkeiten zur Entfaltung von vorhandenen kreativen Potenzialen gegeben werden. 

Göttingen ist nicht nur eine Stadt, die Wissen schafft, sondern auch eine Stadt, die selbstbewusst ihr vielfältiges Kulturangebot noch mehr nach außen tragen muss und dies mit vereinten Kräften auch kann!

Der Kulturverbund Göttingen e.V. ist ein Zusammenschluss von nicht institutionell geförderten Einrichtungen und Einzelpersonen. Mehr Informationen zum Kulturverbund finden Sie hier unter www.kulturverbund-goettingen.de 

Letzte Änderung am Freitag, 24 November 2017 12:22

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