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Montag, 20 November 2017 21:52

Vertrautheit mit dem Instrument

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Der Göttinger Knabenchor unter Michael Krause in der Corvinuskirche Der Göttinger Knabenchor unter Michael Krause in der Corvinuskirche © Photo: Widemann

50 Jahre Corvinuskirche – Festkonzert mit Knabenchor und Orgel

Die Feierlichkeiten der Corvinusgemeinde zum 50. Jubiläum der Einweihung des Kirchenbaus begannen mit einem Konzert der Corvinuskantorei unter ihrem neuen Leiter Frank Bodemeyer und endeten eine Woche später mit einem Konzert des Göttinger Knabenchors gemeinsam mit dem Organisten Martin Sander. Und hier schließt sich ein Kreis, denn hatte Hermann Amlung, der vorherige Leiter der Corvinuskantorei, noch das Programm zum Jubiläum für seine Kantorei entworfen, aber aus Krankheitsgründen nicht mehr einstudieren und aufführen können, so erinnerte auch Martin Sander sich in seinen einführenden Worten an seinen ehemaligen Orgellehrer. Das Werk von Ernst Pepping im Programm, Choral und Fuge über den Choral „Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen“, hatte er unter Hermann Amlung einstudiert. Ebenso dankbar erinnerte sich Sander an die Möglichkeit, als Schüler des benachbarten Gymnasiums in jeder Freistunde an der Orgel der Corvinuskirche üben zu können.

Diese Vertrautheit mit dem Instrument machte bei den interessanten Registrierungen bemerkbar. Sander, der als Professor für Orgel an den Hochschulen für Musik in Basel und Detmold lehrt, hatte für den Beginn des festlichen, aber zugleich den stillen Gedenktagen am Ende des Kirchenjahres angemessenes, Programm Praeludium und Fuge C-dur, BWV 547, sowie zwei Choralvorspiele von Johann Sebastian Bach gewählt. Nach der Sonate von Felix Mendelssohn-Bartholdy über den Choral „Vater unser im Himmelreich“ erklang noch das bereits erwähnte Werk von Ernst Pepping. Neben der ausgesuchten Klangfarbigkeit faszinierte auch die ausgesprochen feinsinnige Interpretation der Werke. Zwischen den Orgelwerken setzte der Göttinger Knabenchor unter seinem Leiter Michael Krause Akzente mit zeitgenössischen Werken. Das Laudate von Knut Nystedt erklang frisch und zugleich feierlich. Auch das Püha, Püha,… (Heilig, heilig,…) von Urmas Sisask war eine besonders in der Anfangs- und Schlusssequenz beeindruckend.

Die lange Wartezeit zwischen den Stücken brachte allerdings einige Konzentrationsprobleme der jugendlichen Sänger mit sich, die sich im abschließenden Werk „Ruf und Gebet für Chor und Orgel“ des Chorgründers Franz Herzog, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird, im a capella Mittelteil bemerkbar machten. Beginn und Schluss des Stücks, das Franz Herzog für den Chor komponiert hatte, gelangen beeindruckend, und so bedankte sich das Publikum mit langanhaltendem Applaus.

Der Göttinger Knabenchor wird im Jahr 2018 eine Konzertreise nach Japan unternehmen. Um allen Sängern eine Mitreise zu ermöglichen, wurde eine Crowdfunding-Kampagne, die noch bis zum 14. Dezember 2017 läuft, ins Leben gerufen: https://www.startnext.com/japan2018

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