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Montag, 06 November 2017 04:52

„Ukulelen-Inferno“: Viel Liebe zu Details

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Daniel Adler und Karin Reilly als „L'Uke“ im Göttinger Nörgelbuff Daniel Adler und Karin Reilly als „L'Uke“ im Göttinger Nörgelbuff © Photo: Wortmann

„L'Uke“ mit Karin Reilly und Daniel Adler im Nörgelbuff

Bei „Nothing Compares 2 U” konnten einem glatt die Tränen kommen! Dieses Lied von Prince wurde erst 1990 in der Coverversion von Sinéad O’Connor zu einem internationalen Hit. Aber weil Prince das Lied im Jahr 1984 für die Gruppe The Family schrieb, haben es Karin Reilly und Daniel Adler es in ihr Programm aufgenommen. Das ist nur Songs aus den 80er Jahre vorbehalten. Und das Besondere: die beiden interpretieren die Songs auf eine minimalistische Weise: nur Gesang (Reilly) und Ukulele (Adler) – das ist wunderbare Popmusik aus früheren Zeiten („Da waren wir selbst noch Teenies“), befreit von prätentiöser Produktionstechnik: Pet Shop Boys ohne Synthesizer, Madonna ohne Drum Machine, Billy Idol ohne E-Gitarre.

Ihr Duo nennen sie „L’Uke“, die Abende im Göttinger Nörgelbuff nennen Sie „Ukulelen-Inferno“. Da treten sie normalerweise mit einem Partner auf, an diesem Abend sollte es der US-amerikanische Bluesmusiker Lightnin' Wells sein. Der musste aber sehr kurzfristig absagen, und so gestalteten Reilly und Adler den Abend zu zweit – und versetzten die Zuhörerinnen und Zuhörer ins Entzücken. Da werden Jugenderinnerungen wach, es wurde mitgesungen und mitdiskutiert.

Viel Liebe zu Details kommt dabei zu Tage: Während Daniel Adler mal auf seiner selbstgebauten gebaute Zigarrenkistenukulelen (Modell Bo Diddley), mal auf hawaiianischer Plastikware spielte, zauberte Karin Reilly immer neue Utensilien aus ihrem kleinen Koffer: alle möglichen Percussion-Instrumente, aber auch Photos und andere Devotionalien. Eines davon war in eine Stofftasche gehüllt und wurde geradezu erotisch enthüllt. Zum Vorschein kam ein kleines Casio Keyboard – ein wahrhaft historisches Instrument, natürlich aus den 80ern. Zum Einsatz kam es bei Kim Wildes „Kids in America“ kam es mit der berühmten „Casio Strip“, später auch bei „Call me“ („Blondie ist meine Lieblingsband!“) – einfach großartig!

Es erklangen Hits von Madonna, a-ha, Billy Idol, The Church, Devo, Kim Wilde, Cyndi Lauper, Pet Shop Boys, The Bangles – und Wham! “Last Christmas I gave you my heart”. Apropos: „L’Uke” ist auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt zu hören: am 28. November und am 13. Dezember, jeweils um 16 Uhr neben dem Wiener Hochrad neben der Johanniskirche.

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