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Freitag, 27 Oktober 2017 11:14

Appetit auf mehr

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Maciek und Band auf der Bühne im Göttinger Apex Maciek und Band auf der Bühne im Göttinger Apex © Photo: Dielschneider

„Maciek und Band“ zu Gast im Apex

„Maciek und Band“ durften uns am 25. Oktober 2017 im APEX einen Vorgeschmack davon geben was von ihnen zweifelsfrei in Zukunft noch erwartet und erhofft werden darf. Die sehr junge Band aus Hannover, bestehend aus Denis Stadermann (Bass), Marvyn Korten (Schlagzeug), Vincent Heller (Gitarre) und Maciej Swietoslawski (Gitarre und Gesang) heiterte den beginnenden, tristen Herbst mit lockerem Reggae- sowie teilweise ruhigerem Singer-/Songwritersound auf. Man kommt nicht umhin, sich musikalisch an den Sound von Jack Johnson oder Jason Mraz erinnert zu fühlen. Aber diese Stimme! Die gibt dem ganzen etwas ganz besonderes und hebt das musikalische Gesamtbild von allen genannten ab. Der Kopf wippt mit, wenn schnelle rhythmisch gesprochene Passagen mit Raggaesound untermalt werden – der Kopf träumt sich weg, wenn die Stücke ruhiger werden und Maciej Swietoslaski die volle Bandbreite vom etwas rauchigem Stimmeinsatz bis hin zur oft verwendeten Kopfstimme springen lässt – der Kopf denkt sich: Was?? Schon vorbei??

Aber bis dahin braucht es etwas Geduld. Immer wieder ziehen herrliche Essensgerüche aus der APEX-Küche durch den Veranstaltungsraum doch im ersten Gang braucht die Band eine Weile, um auf den Geschmack zu kommen. Etwas unsicher wirken sie, und auch der Gesang geht unter, wenn alle Intrumente spielen. Es fehlt die Würze – die Energie, die über den Musikstil vermittelt werden könnte. Aber der Entwicklungsprozess der jungen Band, die erst seit 1,5 Jahren besteht und vor einem Jahr ihr Debütalbum „Maciek“ veröffentlicht hat, ist erstaunlich. Nach einer guten halben Stunde sind sie voll da und begeistern das Publikum durchgängig. Ihre Coversongs von Kanye West und Estelles „American Boy“ sowie Rag´n´Bone Mans „Human“ sind eine besondere Gaumenfreude natürlich auch wegen des Wiedererkennungswerts. Diesen wird die Band definitiv auch mit ihren eigenen Songs generieren. Songs schreiben kann Maciek. Sehr gut sogar. Vieles bleibt hängen und schmeckt lange nach – einfach ein Gaumenschmauß.

Im zweiten Gang nach der Pause zeigen Maciek und seine Band ein sehr abwechselungsreiches Set und begeistern durchweg. Oft würde man sich wünschen, dass noch ein oder zwei Backgroundstimmen zu hören sind, um dem Sound mehr Fläche und Tiefgang zu verleihen. Die Band verabschiedet sich mit dem passenden Titel „Leave you“ und erfüllt sogar Publikumswünsche in Form eines Basssolos. Im Publikum wird schon diskutiert wer sich welche Merchandiseartikel nach dem Konzert mit nach Hause nimmt. Ein besseres Kompliment kann es gar nicht geben.

Insgesamt ein Fest für alle Sinne, das viel zu schnell vorrüber geht. Der Herbst steht leider nachwievor vor der Tür und umarmt die Zuhörer nach ihrem heiteren Kurzurlaub mit Maciek und seiner Band. Aber das ist nun viel ertragbarer geworden.

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