Punkte neu 30 transparentWillkommen im Kulturbüro Göttingen - Ihrem Veranstaltungsportal für Göttingen

Sonntag, 22 Oktober 2017 08:01

Aufwändige und beeindruckende Live-Inszenierung

geschrieben von
Tribut an Pink Floyd mit Mark Gillespie in der Göttinger Stadthalle Tribut an Pink Floyd mit Mark Gillespie in der Göttinger Stadthalle © Photo: Goos

Tribut an Pink Floyd mit Mark Gillespie

„Wish You Were Here“, „Dark Side Of The Moon“, „Shine On You Crazy Diamond“ – berühmte Klassiker wie diese waren es, die zahlreiche Göttinger am Freitagabend in die Stadthalle lockten, um in die musikalische Klangwelt von Pink Floyd, einer der erfolgreichsten und innovativsten Rockbands einzutauchen.
Die britische Band Pink Floyd, bestehend aus Syd Barre, an dessen Stelle später der Sänger und Gitarrist David Gilmour trat, Roger Waters, Bob Close, Rick Wright und Nick Mason, wurde 1965 gegründet. Legendär war insbesondere ihr innovativer, experimenteller Stil, der Musik und Film künstlerisch miteinander vereinte, was in ihrem Konzertfilm „Live in Pompeji“ (1972) einzigartig zum Ausdruck kam. Den Höhepunkt ihres Erfolgs markierte 1973 das Album „The Dark Side Of The Moon“. 1986 löste sich die Band auf.

Mit einer aufwändigen und beeindruckenden Live-Inszenierung ließ Mark Gillespie mit seiner Tribute-Band „Kings of Floyd“ die musikalischen Erfolge von Pink Floyd wieder aufleben, visuell beeindruckend durch thematisch passende und für die Bühnenshows von Pink Floyd charakteristische Video- und Bildprojektionen auf kreisrunder Leinwand, verschiedenfarbige Spots und den Einsatz von Lasern. Während die Spots teilweise in ihrer Intensität zu grell wirkten, erzeugten die Laser eindrucksvolle Wellen und ein buntes Farbenspiel über die Köpfe des Publikums hinweg, was besonders die Wirkung von „Machine“ untermalte.

Frontmann Mark Gillespie sorgte nicht nur mit humorvoller Art und zu Beginn von „Mother“ mit einer kurzen Liedpassage über seinen letzten Aufenthalt in Göttingen für eine lockere Atmosphäre. Vor allem durch seinen absolut hervorragenden Gesang, der sowohl in den tiefen als auch den sehr hohen Stimmlagen durch seine Klarheit beeindruckte, konnte Gillespie im Zusammenwirken mit den Soli der Akustik Gitarre ein Pink Floyd Feeling erzeugen. Wirklich schade war allerdings, dass die Klangfarbe durch den Sound eine gewisse Kühle besaß und die charakteristischen weichen und warmen Elemente sowie die volle Klangweite von Gillespies Stimme nicht voll zur Geltung kommen konnten. Auch die Akustikgitarre hatte an vielen Stellen nicht genug Raum, um sich vollkommen zu entfalten, was aber das beeindruckende instrumentelle Können der Musiker in keinster Weise schmälern soll.

Die Abfolge der Lieder war gut gewählt und passend aufeinander abgestimmt. So war die erste Hälfte geprägt von ruhigeren Stücken, wie „Us And Them“ und „Whish You Were Here“, während die zweite Hälfte mit den neueren Stücken dynamischer wurde und mit dem kraftvollen Solopart der Backgroundsängerin in „The Great Gig In The Sky“ ihren Abschluss fand. In diesem Teil steigerte sich auch die Stimmung des Publikums, das sich bis zu diesem Zeitpunkt noch eher zurückhaltend zeigte, möglicherweise auch bedingt durch den leider bestuhlten Saal, der bei einem solchen Konzert doch sehr irritierend wirkte. Das einzige Lied, was für die Vollständigkeit der Auswahl und atmosphärisch tatsächlich noch fehlte, war „High Hopes“.

Der Abend wäre unvollkommen gewesen, hätte man die Band ohne den Klassiker „Another Brick In The Wall“ von der Bühne gehen lassen, den das Publikum dann bei den Zugaben begeistert mitsang. Insgesamt war es ein sehr gelungener Abend, was sich auch an dem abschließenden, begeisterten Applaus zeigte.

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.

Jetzt schon Tickets sichern

Kulturticket

Gandersheimer Domfestspiele

Europäisches Filmfestival