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Montag, 28 August 2017 08:48

Manifest für die Diversität und Weltoffenheit

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Manifest für die Diversität und Weltoffenheit © Photo: Hmida

Sommerspektakel im Goethe-Institut

Zu einem wahren Sommerspektakel lud am vergangenen Samstag das Göttinger Goethe-Institut ein, bei dem jeder herzlich eingeladen war. Nach einer feierlichen Fanfare folgten zunächst einige Worte von Ulrike Hofmann-Steinmetz und Nils König an die Gäste im Garten des Fridjof-Nansen-Hauses. Ein bisschen Wehmut konnte man der Rede dabei entnehmen, denn dies sollte das letzte Sommer-fest an diesem Ort sein. Für das Institut steht nämlich bald ein Umzug an.

Das Wetter vermochte anfänglich nicht so wirklich mitzuspielen, jedoch waren die Besucher bereits mit Regenschirmen gerüstet und neugierig auf das kommende Programm. Mitunter fanden einige Veranstaltungen zeitgleich an verschiedenen Orten des Geländes statt, sodass man einige Male schweren Herzens abwägen musste, welchem Auftritt man als nächstes beiwohnt.

So konnte man auf der Hauptbühne beispielsweise den amüsanten Texten der JT Känguru Band lauschen. Später kreierte sich dort die Improtheathergruppe Improsant aus dem Stand eine neue Welt und ließ die Handlung ihres Auftritts mit Hilfe des Publikums sowie Ballons beeinflussen. Dem Austragungsort gebührend sollte die Ausgangssituation „Goethe in Venedig“ sein und diese wurde schon bald mit Zitaten aus dem zweiten Teil des Faust sowie Gesangseinlagen gehörig aufgepeppt.

Ein Theaterprogramm der etwas anderen Art bot das Projekt HA DÔ um den japanischen Butoh-Tänzer Tadashi Endo. Zu Saxophon- und Gongklängen tanzte das Ensemble auf dem Volleyballfeld, zog dabei Grimassen und verdrehte die Körper, verschwand zwischenzeitlich im Publikum, nur um dann wiederaufzutauchen und sein Spiel fortzusetzen. Das Ganze war in erster Linie bizarr, doch gerade diese scheinbare Unberechenbarkeit machte diesen Auftritt besonders interessant.

Die letzten drei Auftritte standen im Zeichen der Musik. So präsentierte zunächst die „Göttinger Zwei-Mann-Girl-Group“ Frau Pauli handgemachten Singer-Songwriter-Pop, der mit Gitarre und Violine nur sehr leicht instrumentiert wurde und besonderen Wert auf die Texte legte. Es folgten exotische Klänge von der African Culture Group, welche mit einer Trommelperformance auftrat und das Publikum zum Tanzen aufforderte. Dem kam man gerne nach und so wurde die Gruppe alsbald auch mit frenetischem Applaus belohnt. Den Abschluss markierte der Auftritt der Gruppe Moa Menta Klonkester, die kurzfristig für eine andere Gruppe einsprang und etwas rockigere Klänge darbot.

Das Sommerfest des Goethe-Instituts bot etwas für jeden Geschmack, und es war erfreulich, dass die Angebote von den Gästen so rege wahrgenommen wurden. Gerade im Zuge heutiger politischer Debatten stellte dies ein wahres Manifest für die Diversität und Weltoffenheit der Göttinger dar.

Letzte Änderung am Montag, 28 August 2017 08:53

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