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Donnerstag, 24 August 2017 22:57

„Ein Programm mit Haltung“

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Anja Johannsen, Gesa Husemann und die vier Volontärinnen Mara Becker, Anika Tasche, Freya Morisse und Tanita Kraaz stellten das neue Programm des Literarischen Zentrums vor. Anja Johannsen, Gesa Husemann und die vier Volontärinnen Mara Becker, Anika Tasche, Freya Morisse und Tanita Kraaz stellten das neue Programm des Literarischen Zentrums vor. Photo: May

Das Team des Literarischen Zentrums Göttingen stellt Veranstaltungen für September 2017 bis Februar 2018 vor

Wo soll man bei den vielen Highlights nur anfangen, die uns in den nächsten sechs Monaten im Literarischen Zentrum erwarten? Wie schon gewohnt verspricht das Programm abwechslungsreich und anspruchsvoll zu werden und überzeugt mit einem breiten Literaturverständnis. Anknüpfend an das Programm des letzten halben Jahres zeigt auch das neue ein politisches Profil und „ist zugleich ausgewogen zwischen den Bereichen Literatur, Kultur und Unterhaltung“, wie Programmleiterin und Geschäftsführerin Dr. Anja Johannsen das Leitmotiv der Veranstaltungen beschreibt.

Eine der „weltweit aufrichtigsten Idealistinnen“, wie Arundhati Roy von den Veranstalterinnen angekündigt wurde, wird im September Göttingen besuchen. Zum einen wird sie ihren Roman Das Ministerium des äußeren Glücks vorstellen, der querschnittartig verschiedene Lebensschicksale indischer Menschen erzählt. Doch im Gespräch mit alten Bekannten des Zentrums für moderne Indienstudien der Uni Göttingen wird sie auch über ihr vielfältiges Engagement berichten.

In den bürokratischen Dschungel der europäischen Hauptstadt wird Robert Menasse sein Publikum entführen. Früher eine der intellektuellen europakritischen Stimmen Österreichs, hat Menasse sich dem Projekt eines erhaltenswerten Europas verschrieben und berichtet in seinem Roman Die Hauptstadt von großer Politik und menschlichen Emotionen.

Im November darf man auf neue Erkenntnisse einer allseits bekannten Episode der deutschen Nachkriegsgeschichte gespannt sein: Die Erinnerungen an den Deutschen Herbst nähern sich zum 40. Mal. Das war für Stefan Aust Anlass, sein Sachbuch Der Baader-Meinhof-Komplex unter Einsicht zuvor verschlossener Akten zu überarbeiten und neue Erkenntnisse zu präsentieren.

Auch ein Geburtstag wird gefeiert, denn Heinrich Böll wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Ihm und dem stets politischen Gesicht seines schriftstellerischen Werkes widmen sich Autor Jonas Lüscher, Autorin Felicitas Hoppe und Kulturwissenschaftlerin Anne Bonfert, sie sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Œuvre Bölls beschäftigen, um gemeinsam der Leitfrage des Abends nachzugehen: Sind solche politischen SchriftstellerInnen immer noch relevant für zeitgenössische AutorInnen?

Die Relevanz der beiden Rapperinnen Sookee und Ebow ist nicht von der Hand zu weisen, in einer primär von Männern dominierten Rapszene rütteln sie mit ihrem Sprechgesang an den Pfeilern statisch geglaubter gesellschaftlicher Strukturen. „Wie auch unser Programm, zeigen sie Haltung“, so die Veranstalterinnen über das Duo. Wer sich mitreißen lassen mag, kann die beiden in der Veranstaltung FemRap im Dezember erleben.
Wie auch in den letzten Jahren verspricht die Lichtenberg-Poetikvorlesung in der Aula am Wilhelmslatz einige Überraschungen bereitzuhalten. Nach Carolin Emcke und Lukas Bärfuss wird sich Maxim Biller an zwei Terminen mit Fragen über das Dasein als Schriftsteller beschäftigen und mit Sicherheit keine Scheu vor unangenehmen Themen zeigen. Der Autor und Kolumnist bereicherte unter anderem das Literarische Quartett, sorgte jedoch mit seinen Äußerungen über Literaturen immer wieder für Kontroversen

Ein wirklich prominenter Gast, dessen Bücher alle wenigstens optisch kennen, wird Göttingen im November besuchen und mit seinem weltbekannten Protagonisten Dr. David Hunter eine Mörderstimmung im alten Rathaus erzeugen. Alle Thrillerfans werden sicher schon wissen, um wen es sich handelt: Simon Becket wird mit dem Journalisten Jan Ehlert über das Schreiben und den fünften Teil der Reihe Totenfang reden.
Parallel zum Hauptprogramm wird die Veranstaltungsreihe Literatur macht Schule laufen, die Kinder und Jugendliche an Literatur heranführen soll. Wer zum Beispiel einen Fan von Der kleine Drache Kokosnuss des Autoren Ingo Siegner zuhause hat, sollte sich beeilen und schnell Karten besorgen. Für PädagogInnen hält das Programm eine LehrerInnenfortbildung mit Schwerpunkt auf interkulturelle Pädagogik bereit.

Bereits die genannten Veranstaltungen mit ihren unterschiedlichen Gästen und Themengebieten zeugen von der großen Bandbreite, zu denen das Literarische Zentrum in den nächsten Monaten einlädt. Und wenn es schon in Anbetracht des Programmauszugs schwerfällt, sich zu entscheiden, wird es sicherlich nicht leichter, wenn man sich über alle Veranstaltungen informiert.

Alle Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage des Literarischen Zentrums und in Kürze auch hier online im Kulturbüro Göttingen.

Letzte Änderung am Samstag, 26 August 2017 17:44

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