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Freitag, 11 August 2017 22:57

„Wir wollen nach Japan!“ - Probenfreizeit mit Videodreh

geschrieben von Till Koch
Auch Einzelinterviews werden mit einigen Sängern geführt Auch Einzelinterviews werden mit einigen Sängern geführt © Photo: Alexander Sparenberg

Der Göttinger Knabenchor sammelt mit Crowdfunding Spenden für seine Konzertreise nach Japan in den Osterferien 2018.

Die Dreharbeiten für das dafür vorgesehene „Pitchvideo“ während der Probenfreizeit in den Ferien wurden ihrerseits für einen Beitrag in „Hallo Niedersachsen“ vom NDR gefilmt. Aber warum will der Chor eigentlich nach Japan?


Auf der diesjährigen Probenfreizeit vom 25. bis zum 30. Juli stand für die jungen Sänger des Göttinger Knabenchores ein ganz besonderes Event auf dem Programm: Ein echter Videodreh, der die volle Konzentration des gesamten Chores forderte. Es galt, nicht nur wohlklingend zu singen, sondern dabei auch noch gut auszusehen. Neben dem szenischen Spiel, in das der ganze Chor involviert war, wurden auch Einzelinterviews gedreht, und natürlich wurde auch eine Konzertsituation simuliert.

Die Dreharbeiten verliefen reibungslos, was nicht nur an dem professionellen Fotografen lag, der zur Hilfe geholt wurde, sondern auch an der ungebrochenen Motivation des Chores. Schließlich kommt der Zweck des Pitchvideos allen Sängern zugute: Es ist das Herzstück der Crowdfunding-Kampagne, über die der Chor Spenden für seine Konzertreise nach Japan sammelt. Keiner unserer engagierten und qualifizierten Sänger soll aus finanziellen Gründen zurückbleiben müssen.

Durch den Flug und die hohen Lebenshaltungskosten ist die Reise ein teures Unterfangen. Trotz einiger Sponsoren ist der zu leistende Eigenbeitrag immer noch sehr hoch. Deswegen wurden wir schon oft gefragt, warum die Konzertreise ausgerechnet nach Japan gehen soll. Zum einen ist eine Konzertreise für jeden, gerade für jungen Choristen ein unglaublich schönes und einprägsames Erlebnis. Dies wird noch verstärkt, wenn das Ziel der Reise fremd ist. Die Begegnung mit anderen Kulturen erweitert den eigenen Horizont. Dieses gelingt auf musikalischer Ebene besonders gut, wie der Chor 2013 bei seiner Konzertreise nach Südafrika erleben konnte. Der Workshop mit einem einheimischen Chor, bei dem Gospels nicht nur gesungen, sondern auch dazu getanzt wurde, hat so viel Spaß gemacht hat, dass sie noch heute in fast jedem Programm wieder aufgenommen werden. Auch in Japan sind solche Chorbegegnungen geplant. Zum anderen hat der Chor einige Verbindungen nach Japan: In den letzten Jahren waren mehrere Jugendchöre aus Japan in Göttingen zu Gast. Außerdem hat der Göttinger Knabenchor schon seit Jahren Fans in Japan, die den Chor während ihres Studiums in Göttingen kennengelernt haben und die Organisation der Reise tatkräftig unterstützen. Und schließlich spielte in den Programmen der letzten Jahre das Thema „Krieg und Frieden“ eine große Rolle, zuletzt Ende Mai bei der Aufführung des Zyklus‘ „Fluch des Krieges“, komponiert von unserem Chorgründer Franz Herzog nach Gesängen des Li-Tai-Pe. Weiterhin hat der Göttinger Knabenchor im letzten Jahr „The Armed Man - A Mass for Peace“ von Karl Jenkins aufgeführt, ein Teil davon ist die Vertonung eines Gedichtes über den Atombombenabwurf von Hiroshima, verfasst von einem Überlebenden. In Japan ist ein Besuch der Gedenkstätte inklusive einer Begegnung mit einem Überlebenden geplant. Das wird mit Sicherheit ein emotionaler Höhepunkt werden.

Aus all diesen Gründen möchte der Göttinger Knabenchor nach Japan fliegen. Das haben wir für das Pitchvideo auch lautstark in die Kamera gerufen, zusätzlich gefilmt noch vom NDR als „Dreh im Dreh“, der daraus einen Beitrag für die Sendung „Hallo Niedersachsen“ (tgl. 19:30, NDR-Fernsehen) machen wird. Die Crowdfunding-Kampagne wird am 18.9.2017 zeitgleich mit der Veröffentlichung des Pitchvideos auf dem Portal Startnext unter dem Projektlink www.startnext.com/japan2018 gestartet. Dann wird auch der NDR seinen Beitrag ausstrahlen und in der Mediathek veröffentlichen.

Letzte Änderung am Samstag, 12 August 2017 06:51

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