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Samstag, 10 Juni 2017 20:37

Lichtenberg reloaded

geschrieben von
Heiko Postma im Alten Rathaus in Göttingen Heiko Postma im Alten Rathaus in Göttingen © Photo: Wortmann

Die Ausstellung „Lichtenberg reloaded“ zum 275. Geburtstag des Göttinger Physikers und Lokalhelden Georg Christoph Lichtenberg ist im Alten Rathaus eröffnet worden.

Der hannoversche Publizist und Schriftsteller Heiko Postma sprach vor den über 100 Gästen der Eröffnung über den Protagonisten der Göttinger Stadt- und Universitätsgeschichte.

In der Ausstellung, die bis zum 13. August geöffnet ist, verneigen sich über 40 Künstler mit oft eigens für dieses Projekt entstanden Werken vor dem berühmten Gnom. Lichtenberg gilt nicht nur als begnadeter Wissenschaftler und einzigsartiger Philosoph, sondern auch als Oheim der deutschsprachigen Satire.

Zahlreiche Künstler haben sich in der Vergangenheit und Gegenwart mit den tiefen Gedanken und oft bissigen Aussagen des Göttinger Säulenheiligen beschäftigt, sie interpretiert und weiterentwickelt. Eine erste Bilanz dieser einmaligen Rezeptionsgeschichte lieferte 1992 die Ausstellung LICHTENBERG CONNECTION; die Fortsetzung ist nun die Schau LICHTENBERG RELOADED, eine Kooperation zwischen dem Wilhelm-Busch-Museum in Hannover und der Stadt Göttingen.

Die Ausstellung im Alten Rathaus ist Dienstags bis Sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Inhaber des Kulturtickets haben freien Eintritt.

Zur Ausstellung sind ein Katalog und eine Graphik-Edition im Göttinger Verlag der Kunst erschienen. www.gvdkunst.de 

Letzte Änderung am Mittwoch, 14 Juni 2017 15:06

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    Zu erwarten sind u.a. Beiträge der Niedersächsischen Universität- und Staatsbibliothek (Ausstellung "Dinge - Denken - Lichtenberg"), der Georg-August-Universität (Ringvorlesung: "Lichtenberg - Physiker, Schriftsteller, Aufklärer"), des Jungen Theaters (Inszenierung "Der größte Zwerg"), des Göttinger Künstlerhauses ("Kunstsequenzen") und der Stadt Göttingen (u.a. Ausstellung "Lichtenberg reloaded"; Lesereihe "Spötterdämmerung").

    Die Lichtenberg-Gesellschaft veranstaltet eine Gedenkfeier am Grab Lichtenbergs auf dem Bartholomäus-Friedhof. Der Göttinger Tourismus e.V. bietet eine Reihe von Sonderführungen und eine Wochenendpauschale "Lichtenberg "Leben und Streben in Göttingen).

    Alle Termine der Kooperationspartner finden Sie natürlich online hier im Kulturbüro Göttingen.

    Weitere Informationen unter www.sub.uni-goettingen.de/lichtenberg 

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    Lyrik und Musik von Nikolaus Kahlen und Andreas Kleinert im Alten Rathaus

    "Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang.“ Dieser Sinnspruch ziert, neben anderen, die Halle des Alten Rathauses zu Göttingen, Veranstaltungsort an diesem Abend.
     
    Texte, Töne der beiden Autoren höre ich an diesem Abend zum ersten Mal, doch kommt mir der Satz nicht aus dem Kopf.
     
    "am anderen Ende des Tones“
    Nikolaus Kahlen (Lesung; Gesang), Andreas Kleinert (Komposition; Lesung; Violine, Viola), Theresa Sommer (Sopran), Yevgeniya Schott (Klavier; Lesung) gestalten die anderthalb Stunden des Programms. Theresa Sommer singt trotz einer Erkrankung- in den tiefen Lagen hört man dies ein wenig. Für diese Göttinger Uraufführung kurzfristig Ersatz zu besorgen, wäre sicher mehr als schwierig geworden- somit ein lobenswerter Einsatz. Lob auch für die Frau am Klavier: stets aufmerksam, souverän, mit sichtlicher Freude bei der Arbeit.

    Texte, Töne der beiden Herren sind wie in einem Zopf aus Lesungen, Liedvertonungen (Klavier & Stimme; je einmal: Stimme, Viola, Klavier / zwei Stimmen, Violine, Klavier) und Instrumentalstücken (Klavier; Violine alleine) miteinander verwoben. Eine äußerst gelungene Idee! Jedes der vertonten Gedichte hören wir erst gesprochen und, irgendwann später, im Verlaufe des Abends mit Tönen unterlegt. Dank der excellenten Textverständlichkeit aller Vortragenden – ob Sprache oder Gesang- kann auf den Abdruck der Gedichte verzichtet werden.

    "am anderen Ende des Tones“ ist das titelgebende Eröffnungsstück- eines der besten in Wort & Klang.
     
    Lyrik in Wort…
     
    Ein Autor kann der vollendete Sprecher seiner Verse sein. Er muß es nicht. Die 50, zumeist kurzen Gedichte –„Liebe“ bildet das Gros der Themata- läßt Nikolaus Kahlen (Sänger, Autor von Beruf) hauptsächlich im immer schwergewichtigen, immer zu ernsten "Ich-trage-ein-Gedicht-vor“-Ton erklingen. (Mein Deutschlehrer hatte uns davor gewarnt.) Das wird mit der Zeit leider reichlich monoton; merkwürdig atemlos wirkt es dazu.
     
    Leider, muß ich schreiben, denn manch’ schönes Sprachbild, manch’ gelungene Wendung geht so unter. Z.B. „seine Stimmenweben“, die eine verlassene Frau aus dem Zimmer fegt; oder die Gedichte „ein neuer tag“, „morgendämmerung“. Freie Formen, teils mit Binnenreimen, dominieren; formale Experimente finden sich kaum.
     
    Allein bei den humorvolleren Versen gewinnt der Vortrag Lebendigkeit, läßt bei den Limericks (herrlich schrägschrullige Reime!) Stimmung im Saal aufkommen.
     
    (Auf das bräsige „die eckige runde“ aber möge der Autor in Zukunft bitte verzichten. Politische Lyrik ist nur, wenn originell, zu ertragen.)
     
    …und Ton
     
    Andreas Kleinert, Musiklehrer von Beruf, vertonte die Gedichte überwiegend im letzten Jahr, die Instrumentalstücke entstanden z.T. deutlich früher. Die Zusammenarbeit der beiden ergab sich zufällig.
     
    Ob man es bereits Personalstil nennen kann? Viel rhythmisch Kleinteiliges und kurze Phrasen finden sich besonders in der Klavierbegleitung; kaum längere Abschnitte, Formen; harmonisch Anklängen an z.B. Hindemith. Musik ohne Extreme. Ein paar der Gesangslinien, von Theresa Sommer in den zehn Stücken für Sopran & Klavier (von insgesamt 15 Liedern) engagiert vorgetragen, erinnern entfernt an R. Strauß’sche Orchesterlieder und geben der Musik sofort mehr Weite, Atem, Raum. Der recht einheitliche Gestus der Lyrikvertonungen ist sicherlich erwünscht, kann Herr Kleinert doch auch ganz anders, wie die Stücke um „Hier spielt das Leben“ zeigen: Melodie, Rhythmus etc. erinnern sofort ans (richtig gelungene) Musical.
     
    Vita brevis?
     
    Ja, das Leben ist kurz- und diesem Abend fehlte eigentlich nur eines: Eine mutigere Programmgestaltung. Die löbliche Idee, ausschließlich Werke zweier Künstler vorzutragen, hätte mehr Abwechslung im Inneren bedurft. Es gab ein Zuviel von zu Ähnlichem. (Sporadisch blitzte auf, daß die Herren Kleinert & Kahlen andere Pfeile im Köcher gehabt hätten…)
     
    Vielleicht dies die Ursache, daß bei den etwa 30 Besuchern der Funke nur sehr zögernd übersprang?

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