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Samstag, 19 November 2016 10:47

16. KUNST-Gala am 5. Februar 2017: Der gesamte Erlös dient der Kulturförderung!

geschrieben von Nils König
mit bei der KUNST-Gala: Rather be - Schülertanzgruppe des Otto-Hahn-Gymnasiums mit bei der KUNST-Gala: Rather be - Schülertanzgruppe des Otto-Hahn-Gymnasiums

Fast 150 KünstlerInnen aus zahlreichen Göttinger Kultur-Einrichtungen an einem Abend auf der Bühne!

Die KUNST-Gala ist wohl die außergewöhnlichste Kulturveranstaltung in der Region: am Sonntag, 5. Februar 2017 ab 18 Uhr treten fast 150 KünstlerInnen aus zahlreichen Göttinger Kultur-Einrichtungen wie dem Deutschen Theater, dem Göttinger Symphonie Orchester, dem KAZ, dem Jungen Theater, dem Boat People Projekt, den Schülerlesetagen, der Tanzkultur-Woche, dem Apex oder den internationalen Händelfestspielen an einem Abend auf der Stadthallen-Bühne auf! Musik verschiedener Stilrichtungen, Theater, Tanz, Akrobatik und mehr: das alles gibt es bei der Göttinger Kunst-Gala zu sehen und zu erleben!

Das 2-teilige Programm der KUNST-Gala auf der großen Bühne wird wieder durch einen Sektempfang im Foyer unterbrochen, bei dem auf 4 Bühnen 4 Gruppen unterschiedlicher musikalischer Stilrichtungen spielen werden.
Viele Highlights werden zu erleben sein: die „Local Heroes“-Sieger MaryKicksMary spielen auf, das Göttinger Symphonie Orchester präsentiert klassische Musik in kleiner Besetzung, SchülerInnen des Otto-Hahn-Gymnasiums zeigen eine Tanzperformance zu einem selbst produzierten Film und die KAZ-Akrobaten wirbeln zu Händel-Klängen durch die Luft. Erste Ausschnitte aus dem Jugendopernprojekt der internationalen Händelfestspiele und des Boat People Projekts werden ebenso zu sehen sein wie eine Kunst/Theater/Tanz-Collage der Göttinger Ballettschle art la danse, des ThOP des Künstlerhauses und des Kunstvereins, bei der Bilder von 3 Göttinger KünstlerInnen lebendig werden. Das Deutsche Theater zeigt Ausschnitte aus „PEAK WHITE“, das Junge Theater aus der Revue „Tausendmal berührt“ und die Stillen Hunde werden die Lachmuskeln strapazieren. Tiere und Fabelwesen werden in einer Theater/Tanzperformance für die Schülerlesetage von SchülerInnen des Theoder-Heuss-Gymnasiums zum Leben erweckt und die Gruppe „Tanz geht dann mal raus“ (Christoph Schütz, Heike Wrede, Jürgen Morgenstern) zeigen Ausschnitte aus ihrer Tanzperformance „Parkhaus Blues“, die im Stadtwerke-Parkhaus während der Tanzkulturwoche aufgeführt wurde.

Im Foyer sorgen die MusikerInnen von Sway´n Swing, Controverse & Joachim, Danielo und Christiane Eibens Talentschmiede für abwechslungsreichen Musikgenuss aus verschiedenen Stilrichtungen.
Alle KünstlerInnen treten wie jedes Jahr ohne Gage auf. Dank zahlreicher Sponsoren wie der Sparkasse Göttingen, den Stadtwerken, der GWS, Eastwood-Design, Schwarz Außenwerbung, der Refratechnik-Cement GmbH oder dem GDA Wohnstift und vielen anderen mehr wird der gesamte Erlös aus den Eintrittsgeldern aufgestockt um Spenden wieder in die Göttinger Kulturförderung fließen.

Aus den diesjährigen Erlösen werden Kulturprojekte gefördert, die sich mit dem Europagedanken auseinander setzen.

Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufstellen mit Reservix-Anschluss in Göttingen (z.B. GT, Touristbüro Altes Rathaus, Blick Ticketservice, Deutsches Theater, ET Ticketservice) und natürlich online hier im Kulturbüro Göttingen.

Letzte Änderung am Samstag, 19 November 2016 10:50

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    „Die KUNST-Gala ist wie der Wiener Opernball für Göttingen“, fasste der Moderator der 17. KUNST-Gala Jan Reinartz zusammen. Nur dass die KUNST-Gala natürlich wesentlich vielseitiger ist als ein ganzer Abend im Dreivierteltakt.

    Das wurde schon gleich zu Beginn des Abends deutlich, als das Ensemble des Jungen Theaters (ebenfalls mit Jan Reinartz) als Vorspeise eine Kostprobe aus seiner musikalischen Revue „Tausendmal berührt“ gab.

    Um kulinarisch zu bleiben: statt „Donauwellen“ gab es eine Grippewelle, die für ein paar Ausfälle im Programm sorgte. So musste sowohl das boat people projekt passen, dass einen Vorgeschmack auf die Adaption der Händel-Oper „Lotario“ geben wollte, als auch die Gruppe Christoph Schütz, Heike Wrede und Jürgen Morgenstern, die ihre Performance während der Tanz-Kultur-Woche vorstellen wollten. 

    Stattdessen wurde die Tänzerin Tina Essl eingeflogen, die später am Abend die umwerfende Tanzinterpretation „Abenddämmerung“ zur Musik von Olivier Messiaen bot. Henning Vater (Violine) und Michael Schäfer (Klavier) spielten die Musik dazu live.

    Überhaupt wurde viel getanzt: der Kurs „Darstellendes Spiel“ von Theodor-Heuss-Gymnasium gab vor der Pause eine berührende Vorstellung des Stückes „Wolfszeit“ in einer Choreographie von Ulrike Grell (Tanzzentrum Göttingen). Nach der Pause hieß es „Rather be“. Hier waren Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums an der Reihe, Judith Kara choreographierte diese Szenen um den Kampf gegen eine (Arbeits-)Sucht.

    Und auch die Bildende Kunst wurde choreographiert. Eine Premiere in Göttingen. „Vielleicht begründen wir damit eine Tradition“, meinte Reinartz. Nachdem Judith Kara bereits Schmuck in Szene gesetzt hatte, ist es kein Wunder, dass sie auch Bilder von Georg Hoppenstedt, Sabine Harton und Gudrun Jokers tänzerisch umsetzen kann. Darstellerinnen vom Theater im OP und Tänzerinnen von art la danse setzten das phantastisch um!

    Apropos Theater: die professionellen Theater waren auch vertreten. Angefangen vom „kleinsten Göttinger Profitheater“ (Jan Reinartz), nämlich den Stillen Hunden mit Stefan Dehler und Christoph Huber: sie zeigten einen Ausschnitt aus ihrer neuen Produktion „Marzipanschweine“. Eine Szene mit zwei Vätern auf der Hochzeit ihrer Kinder. „Vegane Wachtelrollen“ sind darin noch nicht einmal das schrägste Detail…

    Das Deutsche Theater zeigte Ausschnitte aus der Produktion „Peak White oder Wirr sinkt das Volk“, das Junge Theater beschloss den Abend wieder musikalisch mit weiteren Songs aus „Tausendmal berührt“.

    Musikalisch brachte sich auch das Göttinger Symphonie Orchester ein: die Holzbläser Manfred Hadaschik (Klarinette), Matthias Weiss (Oboe) und Ömür Kazil (Fagott) spielten drei Miniaturen von Libor Sìma. Auch für die drei Musiker gab es tosenden Applaus vom Publikum in der ausverkauften Stadthalle.

    Traditionell den größten Applaus bekamen wieder einmal die KAZ-Akrobaten. Mit atemberaubender Körperbeherrschung brachten sie großartige Figuren auf die Bühne.

    Die lange Pause im Mittelteil wurde mit Livemusik in den Foyers der Stadthalle verkürzt. Eine gute Idee, mit dieser Abenddramaturgie für ausgesprochen kurzweilige drei Stunden zu sorgen. Selten gibt es die Gelegenheit, mit so großem Vergnügen so viel Gutes zu tun: durch den Verzicht auf die Gagen am Abend können auch in diesem Jahr wieder zahlreiche kulturelle Projekte unterstützt werden. Nach besonderen Projekten mit und für Flüchtlinge im letzten Jahr werden diesmal Projekte unterstützt, die besonders den Europa-Gedanken in den Mittelpunkt stellen.

    Man kann der Initiative des KUNST e.V. auch nach 17 Jahren nur den größten Dank aussprechen. Sowohl durch die jährliche Gala, aber auch durch den Schulterschluss der Kultureinrichtungen der Stadt wurde etwas geschaffen, das in Deutschland wohl einmal sein dürfte. So einmalig wie der Opernball für Wien sind die KUNST-Gala und der KUNST e.V. für Göttingen.

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    Für die neuen Intendanten des Deutschen und des Jungen Theaters war es die erste KUNST-Gala – und sie durften sofort „ran“ – beide moderierten gemeinsam die 14. KUNST-Gala in der Göttinger Stadthalle.

    Gut gelaunt führten sie durch das dicht gedrängte und abwechslungsreiche Programm. Sie überzeugten immer dann, wenn sie ihre Texte nicht von den Moderationskärtchen abgelesen haben sondern frei gesprochen haben. So war zum Beispiel zu erfahren, dass beide von der Vielfalt der Kultur in Göttingen ganz besonders beeindruckt sind.

    Das ist auch in der Tat etwas ganz Besonderes. Und dann auch noch in der Form, dass die großen wie die kleinen Kultureinrichtungen sich selbst im Verein KUNST zusammengetan haben. Das hat ihnen die Nutzung zahlreicher Synergien eingebracht – zum Beispiel einen beratenden Sitz im Kulturausschuss des Rates.

    Einmal im Jahr treffen sich die KUNST-Mitglieder öffentlich zu ihrem Familienfest in der Stadthalle. Alle treten ohne Gage auf, so dass Geld in die KUNST-Kasse kommt. Dieses Geld wird für bestimmte Kulturprojekte als Unterstützung genutzt. Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Projekte unterstützt, die sich das Thema „Inklusion“ vorgenommen hatten. Und in diesem Jahr werden Projekte zum Thema „Kultur an neuen Orten“ gesucht. Dafür steht die Rekordsumme von ca. 20.000 Euro zur Verfügung.

    Dass das auch in diesem Jahr wieder vor vollem Haus geklappt hat, liegt nicht nur an der guten Idee, sondern auch der guten Umsetzung, die Nils König und sein Team wieder einmal gelungen ist. Dabei sind sie durchaus neue Wege gegangen, nicht nur bei der Wahl der Moderatoren.

    Erstmals gab es kein „Vorprogramm“ im Foyer. Dafür gab es eine fast einstündige Pause mit Programm im Foyer. Eine überaus gelungene Idee – auf sechs Bühnen traten Duos ganz unterschiedlicher Art auf und unterhielten das Publikum, das sich nebenbei auch miteinander unterhielt. So wurde das lange Vollprogramm im Saal auf angenehme Art unterbrochen. Dabei war dieses Hauptprogramm keineswegs zu lang: von der Klassik (Duo Kundirenko/Bartha) und Operngesang (Ulrike Schneider als Hauptdarstellerin in der Händel-Oper Agrippina) über Bewegung (Carmina burana mit der Ballettschule art la danse und der Tuchfühlung mit den KAZ-Akrobaten bis hin zum Theater mit Kostproben aus aktuellen Inszenierungen des Jungen und des Deutschen Theaters. Das war kurzweilig, abwechslungsreich und alles auf hohem Niveau.

    Das Publikum ging begeistert mit. Und das ist wirklich etwas ganz Besonderes: die vielfältige Kultur in Göttingen schafft es, die Göttingerinnen und Göttinger quer durch alle Stilrichtungen zu begeistern. Ob Hochkultur, Soziokultur, ob E- oder U-Musik, ob laut oder leise, ob abendländisch oder orientalisch: in Göttingen gibt es für all das sowohl Publikum als auch die passenden Einrichtungen. Danke KUNST, dass das einmal im Jahr in dieser Form auf den Punkt gebracht wird.

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