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Montag, 14 November 2016 10:17

Mit viel Elan

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Der Singkreis St. Paulus und das Orchester unter der Leitung von Heiner Kedziora Der Singkreis St. Paulus und das Orchester unter der Leitung von Heiner Kedziora © Photo: Friedhelm Kandler

In den dichten Reigen der Konzerte im November in Göttinger Kirchen fügte sich am Samstag auch das traditionelle Konzert des Singkreises St. Paulus ein.

Auf dem Programm standen das Magnificat in D von Felix Mendelssohn Bartholdy und die Messe in C-Dur von Franz Schubert. Mit diesem Stück begann der Abend - und die langfristige Probenarbeit an Werk machte sich sehr positiv bemerkbar. Unter der Leitung von Heiner Kedziora sang der Chor sicher und gut aufgelegt. Schubert hatte wenige Wochen vor seinem Tod noch ergänzend zum fertigen Werk ein zweites Benedictus ohne Solostimme komponiert, das sich deutlich von seiner Gestaltung und der Intensität, die vom Chor gefordert wird, von den anderen Teilen der Messe abhebt. Es wurde in diesem Konzert in der Folge der Messtexte ergänzt und bot dem Chor die Gelegenheit zu glänzen und die gute Ausgewogenheit der Stimmengruppen zu zeigen. Auch das Solistenquartett bestehend aus Theresa Sommer (Sopran), Aleksandra Pokrywczyńska (Alt), Christoph Rosenbaum (Tenor) und Roman Tsotsalas (Bass) harmonierte gut und setzte immer wieder Glanzlichter. Das Kammerorchester St. Paulus begleitete sicher und mit viel Elan.

Das Magnificat, das im Anschluss musiziert wurde, ist ein Jugendwerk Mendelssohns; er komponierte es mit 13 Jahren. Vieles was seine Chormusik auszeichnet, die musikalische Verarbeitung der Texte und die gute Singbarkeit, sind hier bereits angelegt. Deutlich sind aber auch die Anlehnungen an sein großes Vorbild Johann Sebastian Bach herauszuhören. Das Orchester wurde für dieses Werk durch Bratschen, Hörner und weitere Bläser verstärkt. Der erste Satz lief in dieser neuen Zusammensetzung noch etwas unrund, aber dann hatte sich das Ensemble aufeinander eingestellt und das Zusammenspiel mit Chor und Solisten kam in die bereits beim Schubert gezeigte, gute Form zurück. Der Chor meisterte die Herausforderung der Koloraturen und sang mit sichtbarer Freude dieses selten aufgeführte Werk. Im Terzett „Deposuit potentes“ mit Sopran, Alt und Bass konnten abschließend die Solisten noch einmal ihre perfekte Abgestimmtheit zeigen.

Das begeisterte Publikum erklatschte sich als Zugabe die Wiederholung der zweiten Benedictus-Vertonung.

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