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Dienstag, 01 März 2016 14:57

Harper Kamp kann nicht nur Dreier

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Harper Kamp und seine Mannschaftskameraden mit der Stadtkantorei in der Johanniskirche Harper Kamp und seine Mannschaftskameraden mit der Stadtkantorei in der Johanniskirche © Photo: Wortmann

Chorlieder mit Korbjägern - Die Basketballer der BG Göttingen treten gemeinsam mit der Stadtkantorei auf

Hallensprecher Nils Leunig tat so, als wäre es ein Heimspiel: er rief die Spielernummern samt Namen auf und begrüßte so die Profibasketballer einzeln. „Bei den Sängerinnen und Sängern der Stadtkantorei erspare ich mir das – das würde einfach zu lange dauern.“ Also wurde die „Gästemannschaft“ nur pauschal begrüßt.

Dabei war es ja eher für die Stadtkantorei ein Heimspiel in der Johanniskirche, die BG Göttingen war der Gast. Aber von solchen Feinheiten wollte ohnehin niemand etwas wissen. „Was hat die Kirche mit Basketball zu tun?“, wollte Leunig von Pastor Gerhard Schridde wissen. „Nun, bei beiden geht es häufig um Himmel oder Hölle, um Sieg und Niederlage“, stellte der Hausherr fest.

Das Spiel an diesem Abend hatte den Titel „Korbjäger treffen Chorsänger“ – und es wurde kein Sieger gesucht. Gewonnen hatten alle, die an dem gemeinsamen Musizieren Spaß hatten. Da waren die Sängerinnen und Sänger der Stadtkantorei, die das gewohnte Chorrepertoire weitgehend verlassen hatten und Lieder gesungen hatten, die sich die BG-Spieler gewünscht hatten. Das waren zahlreiche Hits der Popgeschichte, von den Beatles über Cat Stevens bis (natürlich) zu „We are the Champions“ von den Queen. „Das haben wir zuletzt beim Aufstieg 2014 gesungen“, verriet Leunig.

Da waren aber auch die Basketballer. Sie saßen vorne in der Bank. Wie bei der Kantorei auch war einigen anzumerken, dass sie sich in dieser Crossover-Partnerschaft noch nicht recht zuhause fühlen. Aber einige hatten einfach nur Spaß, da wurde mitgesummt und der Refrain mitgesungen.

Allen voran der Korbjäger Harper Kamp. Er hat seine Gitarre mitgebracht und zeigte sein stimmliches Können. Dabei bewies Kamp, dass er nicht nur Dreier kann, sondern auch zum Beispiel den Vierer-Takt beherrscht. Ihm galt der größte Applaus des Abends.
Das Publikum in der gut besuchten Kirche genoss den Abend. Auch wenn die Fangesänge diesmal nicht im Mittelpunkt standen. Und obwohl es keine Verlierer gab, wurde auch keine „Humba!“ angestimmt. Das kann nachgeholt werden, wenn die Kantorei die Gegeneinladung annimmt und einmal geschlossen ein Heimspiel der BG besucht. Fan-Schals sind bereits vielfach vorhanden.

Zuvor stehen die nächsten Spiele beider Mannschaften auf dem Spielplan: die Göttinger Stadtkantorei gemeinsam mit dem Göttinger Symphonie Orchester am 10. März in der Stadthalle, die BG einen Tag später am 11. März gegen den Mitteldeutschen BC in der Sparkassenarena. Für beide Matches gibt es noch Eintrittskarten.

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