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Heute mit einer Einstimmung zur „Brockes-Passion“

Viele hoch dramatische Motive lassen sich in diesem Jahr bei den Internationalen Händel Festspielen unter dem Motto „Glaube und Zweifel“ erkunden. Das Festival Team hat dabei natürlich das Reformationsjubiläum im Blick. Aber neben Glaubensfragen geht es auch in Opern und Oratorien vor allem um Macht- und Herrschaftsansprüche und individuelle Überzeugungen, die in den musikalischen Bildern anklingen. Darauf möchte Sie das Kulturbüro auch mit dem Podcast „Händel Exkursionen“ einstimmen. Wir flanieren täglich durch das Festivalprogramm mit Künstlergesprächen und Tipps für Aufführungen und Konzerte.

Erschienen in der Kategorie Händel-Podcast

Heute: Stefan Kordes über die Orgelmesse von Bach

Viele hoch dramatische Motive lassen sich in diesem Jahr bei den Internationalen Händel Festspielen unter dem Motto „Glaube und Zweifel“ erkunden. Das Festival Team hat dabei natürlich das Reformationsjubiläum im Blick. Aber neben Glaubensfragen geht es auch in Opern und Oratorien vor allem um Macht- und Herrschaftsansprüche und individuelle Überzeugungen, die in den musikalischen Bildern anklingen. Darauf möchte Sie das Kulturbüro auch mit dem Podcast „Händel Exkursionen“ einstimmen. Wir flanieren täglich durch das Festivalprogramm mit Künstlergesprächen und Tipps für Aufführungen und Konzerte.

Erschienen in der Kategorie Händel-Podcast

Kammerchor und Kantorei St. Jacobi mit „Israel in Egyp“ in der Johanniskirche

Erschienen in der Kategorie Jacobikantorei
Andacht zur Todesstunde Jesu am Karfreitag, 14. April 2017, um 15 Uhr

In St. Jacobi findet am Karfreitag in jedem Jahr um 15 Uhr die Andacht zur Todesstunde Jesu statt, die traditionell vom Kammerchor St. Jacobi gestaltet wird. In diesem Jahr steht ein zentrales, und dennoch weitgehend unbekanntes Werk der Lutherischen Kirchenmusik auf dem Programm: Die Matthäuspassion Johann Walters aus dem Jahr 1530.

Walter gilt als der „Urkantor“ der evangelischen Kirchenmusik. Als guter Freund und Wegbegleiter Martin Luthers setzte er dessen reformatorische Ideen auf dem Gebiet der Kirchenmusik um, z.B. durch viele Lieder und Gesangbücher, durch die Einführung des Bürgerlichen Gesangswesens in der Torgauer Kantorei, durch die gemeinsam mit Luther entwickelte „deutsche Messe“ und nicht zuletzt durch die Komposition von Passionsberichten für die liturgische Aufführung an Palmsonntag und Karfreitag.
Der Kammerchor St. Jacobi schlägt in diesem Jahr in der Andacht zur Todesstunde Jesu mit der Aufführung von Walters Matthäuspassion den Bogen zwischen liturgischem Anlass und Reformationsjubiläum. Das musikalisch sehr schlichte, aber deshalb besonders eindrückliche Werk war aus der Musikpraxis nahezu vollständig verschwunden, weswegen die Noten für die diesjährige Aufführung erst nach alten Quellen erstellt werden mussten.

Es singt der Kammerchor St. Jacobi, Andreas Jedamzik, Evangelist, Arne zur Nieden, Jesus, die Leitung hat Stefan Kordes.

Außerdem erklingen Motetten von Heinrich Schütz, sowie norddeutsche Orgelmusik. Die Ansprache hält Pastor Harald Storz.

Liturgische Osternacht mit der Kantorei St. Jacobi am Karsamstag, den 15. April um 23 Uhr

Auch in diesem Jahr wird in St. Jacobi das Fest der Auferstehung Jesu mit einer stimmungsvollen Feier der Osternacht begonnen. Die zuerst dunkle Kirche wird am Übergang zum Ostersonntag nach und nach durch Entzünden vieler Kerzen immer heller, bis mit dem Osterevangelium und der Wandlung des Altars der Ostermorgen spürbar anbricht.

Es wirken mit: Pastor Harald Storz, Kantor Stefan Kordes sowie die Kantorei St. Jacobi.

Erschienen in der Kategorie Jacobikirche
Montag, 27 Februar 2017 17:02

Viel Barockswing ohne akademischen Touch

Festliche Barockmusik in St. Jacobi

Eine gut gefüllte Jacobikirche am Sonntagnachmittag bestätigte die Wahl der Konzertzeit um 16 Uhr – auch, wenn die Konzertdauer mit über zwei Stunden etwas reichlich bemessen war.

Geboten wurde ein „Festliches Barockkonzert“ mit Musik von Johann Sebastian Bach, dem Thomaskantor Johann Friedrich Doles und Jan Dismas Zelenka. Das erklärte Lieblingsstück der Kantorei und eine wunderbare Entdeckung war der kurze Kantatensatz „Nun ist das Heil“: ein doppelchörig angelegter und festlich mit Pauken und Trompeten besetzter Satz begeisterte nicht nur das Publikum. Und auch die Erklärung von Johann Friedrich Doles, der 50 Jahre nach Bach komponierte, „Fugen sind blos Kunstwerke des Verstandes und belustigen allenfalls den Kenner“ wurde eindrucksvoll widerlegt. Denn das sehr kunstvolle Kompositionsprinzip einer Permutationsfuge erklingt bei Bach spielerisch und leicht. Wenn es dann noch vom Kammerchor St. Jacobi und dem Göttinger Barockorchester mit viel Barockswing vorgetragen wird, ist endgültig jeder akademische Touch dieses Kleinods verschwunden.

Doles (1715-1797) erklärte jedoch seinen Gegenentwurf zum Musikverständnis seines Lehrers Bach: Kirchenmusik soll das Herz berühren und Gefühle im Hörer auslösen. Und wenn man nun dem Ratschlag von Arne zur Nieden im Programmheft folgte, nämlich „Bach für 20 Minuten zu vergessen“, war die Intention Doles‘ tatsächlich zu spüren: gefühlvoll und ausdrucksstark interpretierte Kantor Stefan Kordes den Psalm „Singet dem Herrn ein neues Lied“. Chor und Orchester ließ er klingen, er spannte Bögen und entfaltete somit die Wirkung dieser Musik.

Zu diesem Gelingen haben auch die Solisten beigetragen, von denen vor allem Gotthold Schwarz zu nennen ist, ist Schwarz doch ebenfalls Thomaskantor und damit ebenfalls ein Nachfolger Bachs und auch Doles‘. Aber deswegen wurde er natürlich nicht eingeladen. Vielmehr gestalteten Schwarz gemeinsam mit Theresia Taube, Ulrike Schneider und Henning Kaiser ihre Solistenparts überzeugend.

Begonnen hatte der Abend mit der Kantate „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“. Sie erklang im Rahmen der Reihe „Bach-Kantaten zu Luther-Liedern“. Und diese Kantate hatte es Stefan Kordes sehr angetan. „Eine kleine Matthäuspassion“ erläuterte er – und meinte die Besonderheit dieser Kantate: Bach gestaltete einen groß angelegten und sehr bewegten Eingangschor, in dem neben dem Chor die Oboe und die Querflöte solistisch auftreten. Leider waren Chor, Orchester und Dirigent zu Beginn des Konzertes noch nicht exakt aufeinander eingespielt. Zum Teil klapperte es bedenklich zwischen den Ensemblegruppen. Das legte sich aber schnell. Auch lagen Kordes die „romantischen pianissimo-Passagen“ in der Kantate besonders am Herzen, wie er im Programmheft verriet. Diese pianissimo-Passagen sorgten jedoch dafür, dass der 40köpfige Kammerchor St. Jacobi bisweilen sich nicht recht durchzusetzen vermochte. Dass er dazu durchaus in der Lage ist, war beim anschließenden Psalm von Johann Friedrich Doles zu hören.

Das Göttinger Barockorchester mit seinem Konzertmeister Henning Vater war im gesamten Verlauf des Konzertes mehr als ein zuverlässiger Begleiter: vor allem bei der Musik vor der Pause konnten die Stimmgruppen wunderbare eigene Akzente setzen, besonders genannt seien hier die Flöte, die Oboe und die Trompetengruppe. Nach der Pause erklang die „Missa Divi Xaverii“ von Jan Dismas Zelenka. Chor und Orchester hielten die Konzentration bewundernswert aufrecht. Allein die etwas gefällige Musik Zelenkas zog sich ein wenig hin.

Umso schöner, dass der Bach-Satz „Nun ist das Heil“ als Zugabe noch einmal gegeben wurde. Derart beschwingt entließen der Kammerchor St. Jacobi, das Göttinger Barockorchester und Stefan Kordes das Publikum in den Sonntagabend.

Der Kammerchor St. Jacobi ist gemeinsam mit der Kantorei St. Jacobi am 14. Mai während der Internationalen Händel-Festspiele zu hören. Um 18 Uhr erklingt in der Johanniskirche Händels Oratorium "Israel in Egypt" unter dem Dirigat von Stefan Kordes. Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Ticketkauf finden Sie hier im Kulturbüro Göttingen.

Das Göttinger Barockorchester ist bereits am Montag, den 6. März um 19.30 Uhr zu hören. Unter der Leitung von Antonius Adamske erklingen in der St. Pauluskirche unter anderem die drei Bass-Solokantaten von Johann Sebastian Bach. Die Solopartie singt Henryk Böhm. Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Ticketkauf finden Sie hier im Kulturbüro Göttingen.

Erschienen in der Kategorie Kammerchor St. Jacobi
Donnerstag, 08 Dezember 2016 07:41

Schneegeglitzer zum Advent

Der Kammerchor St. Jacobi konzertierte am 2. Advent mit Werken von Schütz, Poulenc und Martin

Erschienen in der Kategorie Kammerchor St. Jacobi
Dienstag, 22 November 2016 16:46

Bewegende Interpretation des Chores

Konzert zum Ewigkeitssonntag mit der Kantorei St. Jacobi, dem Bariton Andreas Scheibner, der Jenauer Philharmonie unter der Leitung von Stefan Kordes

Erschienen in der Kategorie Jacobikantorei
Samstag, 03 September 2016 13:02

Surround-Klang in der Jacobikirche

Ben van Oosten an der Orgel und das Göttinger Symphonie Orchester unter Stefan Kordes begeisterten im Festkonzert zum 50. Geburtstag der Orgel in St. Jacobi

Erschienen in der Kategorie Jacobikirche
Samstag, 21 Mai 2016 15:20

Eine ganze Nacht lang Schubert

Schubert-Lieder mit Andreas Fischer und Stefan Kordes in der Jacobikirche

Erschienen in der Kategorie Jacobikirche
Sonntag, 15 Mai 2016 17:02

Musik mit Seele

Im Nachtkonzert der Händel-Festspiele war die russische Mezzosopranistin Polina Artsis zu Gast, begleitet wurde sie vom Göttinger Kantor Stefan Kordes am Klavier.

Erschienen in der Kategorie Händel-Festspiele
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