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Heute: Tobias Wolff im Bett mit Avi Avital

Viele hoch dramatische Motive lassen sich in diesem Jahr bei den Internationalen Händel Festspielen unter dem Motto „Glaube und Zweifel“ erkunden. Das Festival Team hat dabei natürlich das Reformationsjubiläum im Blick. Aber neben Glaubensfragen geht es auch in Opern und Oratorien vor allem um Macht- und Herrschaftsansprüche und individuelle Überzeugungen, die in den musikalischen Bildern anklingen. Darauf möchte Sie das Kulturbüro auch mit dem Podcast „Händel Exkursionen“ einstimmen. Wir flanieren täglich durch das Festivalprogramm mit Künstlergesprächen und Tipps für Aufführungen und Konzerte.

Erschienen in der Kategorie Händel-Podcast

Heute: Exkursion zu Barthold Heinrich Brockes mit Florian Eppinger

Viele hoch dramatische Motive lassen sich in diesem Jahr bei den Internationalen Händel Festspielen unter dem Motto „Glaube und Zweifel“ erkunden. Das Festival Team hat dabei natürlich das Reformationsjubiläum im Blick. Aber neben Glaubensfragen geht es auch in Opern und Oratorien vor allem um Macht- und Herrschaftsansprüche und individuelle Überzeugungen, die in den musikalischen Bildern anklingen. Darauf möchte Sie das Kulturbüro auch mit dem Podcast „Händel Exkursionen“ einstimmen. Wir flanieren täglich durch das Festivalprogramm mit Künstlergesprächen und Tipps für Aufführungen und Konzerte.

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Premiere „Ein Monat auf dem Lande“ von Ivan Turgenev

Es könnte so sein wie jedes Jahr im Sommer, mit netten Gästen, Plauderstunden im Grünen und möglichst viel Ablenkung von der Langeweile. Die lauert unentwegt in Ivan Turgenevs Schauspiel „Ein Monat auf dem Lande“ und das weniger, weil das Nichtstun auf Dauer erschöpft. Es ist vor alle die Aussicht, dass alles immer so weitergeht zwischen den Paaren und denen, die sich noch Hoffnung machen auf einen Partner oder eine bedeutsame Veränderung in ihrem Leben. Doch in diesem Sommer versetzt der junge Lehrer, der für den Sohn des Hauses engagiert wurde, die Gemüter in Aufruhr. Endlich rumort in diesem Brutkasten aus Langeweile, stiller Panik und Überdruss, den Antje Thoms am Deutschen Theater inszenierte.

Man plaudert, spielt Karten und lässt Drachen steigen. Es passiert nicht gerade viel im Bühnenraum von Beni Küng, der die ländliche Enklave mit einer Bungalowkulisse, Panoramablick und mit einer Terrasse für die verabredeten Geselligkeiten ausgestattet hat. Freies Feld für Gutsherrin Natalja (Rebecca Klingenberg), die ihren Flirt mit dem langjährigen Hausfreund Michajlo Ratkin (Florian Eppinger) zelebriert. Hier kann Landarzt Spigelski (Paul Wenning) die Gesellschaft boshaft ironisch bei Laune halten, während sich Hausherr Arkadij (Andreas Jessing) bereits in die nächste handwerkliche Betriebsamkeit stürzt. Die Kartenrunde seiner Mutter Anna (Angelika Fornell), ihrer Gesellschafterin Lizaveta (Gaby Dey) und dem Deutschen Hauslehrer Saaf (Michael Frei) tangiert das nicht sonderlich, auch nicht den verschüchterten Nachbarn Afanasij (Lutz Gebhardt), bis sich ein nervöser angespannter Unterton in die täglichen Rituale einnistet. Natalja hat sich in den jungen Hauslehrer Aleksej (Florian Donath) verliebt, der ihren Sohn Kolja (Valentin Kühn) betreut. Den umschwärmt allerdings auch ihre Pflegetochter Verocka (Christina Jung) umschwärmt, ebenso wie das Dienstmädchen Katja (Felicitas Madl).

Fast schleichend verwandelt sich dieses ländliche laissez-faire Panoptikum in ein Schauspiel der Vermeidungsstrategien. Hier gibt niemand seine Gefühle so ohne Weiteres preis, schon gar nicht wenn das Arrangement aus Konventionen und Bequemlichkeiten dadurch gefährdet wird und es dann auch noch zu Eifersuchtsanfällen, Intrigen und Vorwürfen kommt. Doch die Sehnsüchte und die Enttäuschungen geben einfach keine Ruhe, wie sie sich nun in den Gesichtern spiegeln, den scheinbar spontanen Gesten und in der Sprache der Körper, selbst wenn die Rededuelle so gern etwas anderes behaupten möchten.

Antje Thoms hat in ihrer Inszenierung vor allem das Innenleben ihrer Figuren im Blick, wie sie an den Gitterstäben ihrer scheinbar beengten Lebensentwürfe rütteln, aber nie den Mut aufbringen würden, jetzt eine Ehekrise zu riskieren oder den Heiratsantrag von alternden, unattraktiven oder herrischen Bewerben abzulehnen. Zwischen Allen herrscht eine latente Spannung, einander nur nicht zu nahe zu kommen, besonders nicht mit dem Wunsch, aus den Verhältnissen auszubrechen und vielleicht einen Fluchtversuch zu wagen, um sich nicht nur für den Moment wieder lebendig zu fühlen. Der vermeintliche Hoffnungsträger wird hier zur idealen Projektionsfigur, weil ihn Florian Donath wie ein unbeschriebenes Blatt spielt. Als freundlich, aufmerksamen Zeitgenossen, der sich auch weiter keine Gedanken macht über die emotionalen Befindlichkeiten seiner Umgebung und nach all den Verwirrungen einfach wieder sein Bündel schnürt.

Thoms zoomt diese Spannungsverhältnisse mit ihrem Schauspielteam ganz nah heran, so dass auch die Verzweiflung spürbar wird, die hinter all den charmanten, boshaften und beschwichtigenden Plaudereien lauert. „Das Gefühl für Dich erregt mich nicht“ lässt die verliebte Gutsherrin ihren Hausfreund Michaijlo wissen. Schon in diesem Satz steckt die ganze Verzweiflung, die Rebecca Klingendorf in ihrer Figur immer wieder aufspürt. Dass es zum wahnsinnig werden ist mit diesem Leben, dass allen Komfort bietet und sogar einen toleranten Ehemann, wenn das Herz nicht mehr spontan klopft sondern nur noch dröge pulsiert. Dann spielt es auch keine Rolle mehr, dass Sommerflirt ehrlich verliebt ist und nun den Rückzug antritt. Vor lauter Eifersucht wird nun die Pflegetochter des Feldes verwiesen und in die gleiche Beengtheit getrieben. Auch das ist einer der bewegenden Momente an diesem Theaterabend, wenn Christina Jung beschreibt, wie ein naiver neugieriger Teenager einfach verkümmert und als junge Frau eigentlich nichts mehr vom Leben erwartet.
Turgenevs ländliche Gesellschaft jammert auf hohem Niveau. Das macht sie vielleicht nicht sonderlich attraktiv für einen Theaterabend, auch weil der Dramatiker hier keinen politischen Kontext zum russischen Feudalsystem und ihren Nutznießern herstellt. Aber es sind eben nicht nur satte saturierte Menschen, die hier an ihrer Langeweile und ihrem Überdruss laborieren und nach jeder sich bietenden Abwechslung greifen, sondern auch Zeitgenossen, die sich in ihrer Wohlstandsenklave verspekuliert haben und in dieser sensiblen Nahaufnahme nachdenklich stimmen. Vielleicht über ein gesichertes Setting, das seinen Preis hat, wenn dabei Neugier und Leichtsein abhandenkommen, und vor allem der Mut, mal eine Veränderung zu riskieren. Selbst wenn es dabei nur um ein bisschen Nähe und Offenheit geht und einen Alltag, der eigensinnige Wünsche und ihre Widersprüche aushält und von ihnen umso mehr belebt wird.

Erschienen in der Kategorie Deutsches Theater
Donnerstag, 16 März 2017 18:19

Theatermitarbeiter treffen Oberbürgermeister

„40.000 Theatermitarbeiter treffen ihre Abgeordneten“ - Heute: Rolf-Georg Köhler

Die Ensemblemitglieder des Deutschen Theater Göttingen Florian Eppinger und Andreas Jeßing sowie Harald Wolff, Vorsitzender der Dramaturgischen Gesellschaft, trafen Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler zum Gespräch über das Deutsche Theater Göttingen und dessen Zukunft. Das Treffen ist Bestandteil der bundesweiten Aktion »40.000 Theatermitarbeiter treffen ihre Abgeordneten« an der die Schauspieler des Deutschen Theater Göttingen mit regelmäßigen Gesprächen teilnehmen. Ausgangspunkt für die Aktion sind die prekären Arbeitsbedingungen künstlerischer Beschäftigter an den Stadt- und Staatstheatern im deutschsprachigen Raum.

Die Gesprächsthemen mit dem Oberbürgermeister betrafen den kommunalen Ausgleich, die Bedeutung der Theaterpädagogik für das Theater und den guten Zusammenhalt von Theaterpublikum und Theaterensemble in Göttingen. Und am Ende blieb ein Punkt in dem sich alle einig waren: »Kultur ist ein Grundpfeiler der Gesellschaft«.

Das Treffen ist Bestandteil des bundesweiten Austausches zwischen künstlerischen Mitarbeitern, Theatern und Politikern in Kommune und auf Landesebene. Ausgerufen wurde die Aktion von der bundesweiten Theaterbewegung, dem 2015 gegründeten ensemble-netzwerk. Das ensemble-netzwerk hat es sich vielversprechend zum Ziel gesetzt die künstlerischen Mitarbeiter in der deutschsprachigen Theaterlandschaft zu vereinen und für bessere Arbeitsbedingungen einzustehen.

Erschienen in der Kategorie Deutsches Theater
Montag, 21 November 2016 15:24

Wir können auch große Bühnenbilder

Don Karlos von Schiller – ein Monolith im Repertoire der Theater. Generationen von Schülern durften dieses „dramatische Gedicht“ interpretieren – was ist dazu nicht schon alles gesagt und geschrieben worden.

Erschienen in der Kategorie Deutsches Theater

Die Uraufführung von „PEAK WHITE oder Wirr sinkt das Volk“ am Deutschen Theater

Erschienen in der Kategorie Deutsches Theater

Für die Kulturveranstaltungen im Göttinger Land "Kultur im Kreis" ist Tina Fibiger unterwegs. Hören Sie heute ein Gespräch mit Julia Bartha, die gemeinsam mit Stephan Kiefer und Florian Eppinger in Bad Lauterberg auftritt.

Erschienen in der Kategorie Kultur im Kreis
Dienstag, 07 Juni 2016 10:17

Die Scham ist vorbei

Alpträume aus dem Deutschen Alltag in der DT Inszenierung „Die schöne Fremde“

Erschienen in der Kategorie Deutsches Theater

„Netzwelt“ im Deutschen Theater

Erschienen in der Kategorie Deutsches Theater
Sonntag, 06 März 2016 23:34

Kalte Poesie

Premiere von Shakespeares „Romeo und Julia“ im Deutschen Theater

Erschienen in der Kategorie Deutsches Theater
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OpenAir-Kino

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