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Montag, 22 Mai 2017 14:10

Beweglicher, großer Klang

„Luther in Worms“ von Ludwig Meinardus in der Göttinger Johanniskirche

Erschienen in der Kategorie Göttinger Stadtkantorei

Heute: Bernd Eberhardt über „Luther in Worms“

Viele hoch dramatische Motive lassen sich in diesem Jahr bei den Internationalen Händel Festspielen unter dem Motto „Glaube und Zweifel“ erkunden. Das Festival Team hat dabei natürlich das Reformationsjubiläum im Blick. Aber neben Glaubensfragen geht es auch in Opern und Oratorien vor allem um Macht- und Herrschaftsansprüche und individuelle Überzeugungen, die in den musikalischen Bildern anklingen. Darauf möchte Sie das Kulturbüro auch mit dem Podcast „Händel Exkursionen“ einstimmen. Wir flanieren täglich durch das Festivalprogramm mit Künstlergesprächen und Tipps für Aufführungen und Konzerte.

Erschienen in der Kategorie Händel-Podcast
Sonntag, 02 April 2017 17:32

Ein Erfolg bei Organisten und Publikum

„Organo pleno“ - Orgelnacht in St. Johannis

Eine Premiere war am Samstagabend in der Göttinger Johanniskirche zu erleben. „Organo pleno“ wählte Kantor Bernd Eberhardt als Überschrift. Das ist ein Fachbegriff aus der Welt des Orgelspielens. Es meint „volles Werk“ und bezieht sich auf einen bestimmten Klangaufbau beim Registrieren der Orgel.

Im übertragenen Sinn konnte diese Überschrift bei dem Treffen von zehn Organisten aus ganz Deutschland, aus Straßburg und Prag Ähnliches meinen: von 18 bis 23 Uhr erklangen vermutlich die meisten Register der großen Ott-Jahnke-Orgel der Johanniskirche, nur eben nicht gleichzeitig.

Adrian Büttemeier, Paul Nickel, Kasimir Sydow, Daniel Knut Pernet, Martin Kohlmann, Jonas Fischer, Tatiana Ivanshina, Maraike Mahnke, Raphael Arnault und Min Woo spielten Werke aus vielen Jahrhunderten, von Hans Leo Hassler bis Michael Radulescu. Sie spielten jeweils ein Programm von circa 20 Minuten Länge.

In der „Orgel-Lounge“, die mit einem Sofa, Sesseln und einem Tisch vor der Chororgel aufgebaut worden war, unterhielt sich Bernd Eberhardt mit den Musikern.
So entstand ein kurzweiliges Gesamtprogramm in der gut besuchten Kirche. Viele Helferinnen und Helfer sorgten für das Wohlbefinden der Besucher, von denen immer einige neu dazu kamen und andere wieder gingen. Die meisten aber lauschten den faszinierenden Klängen der Königin der Instrumente.

Die Musikerinnen und Musiker waren Studierende von verschiedenen Hochschulen. Für sie war es eine gute Gelegenheit, sich an einer großen viermanualigen Orgel zu präsentieren, aber auch andere Kollegen kennenzulernen. Am Rande gab es viele Gespräche untereinander.

Einige von ihnen sind in Göttingen keine Unbekannten: Maraike Mahnke machte in Göttingen ihr Abitur und war früher Schülerin von Bernd Eberhardt. Und Martin Kohlmann (Hannover) leitet derzeit den Petri-Chor Weende. Am Freitag, dem 7. April ist er an der großen Orgel der St. Jacobikirche zu hören: „Vom Dunkel ins Licht“ ist die Überschrift seiner Orgelmusik mit Werken von Bach, Lübeck, Mendelssohn und Martin.

Eine spannende und vielseitige Orgelnacht hat Bernd Eberhardt ins Leben gerufen. Die gute Akzeptanz sowohl bei den Musikern als auch beim Publikum ruft nach einer Wiederholung.

Erschienen in der Kategorie Johanniskirche
Montag, 27 März 2017 15:40

Reformation gestern und heute

Programm der Göttinger Stadtkantorei zum Reformationsjubiläum

Bernd Eberhardt und die Stadtkantorei haben sich vorgenommen, im Jahr des Reformationsjubiläums nicht nur auf 500 Jahre Vergangenheit zu blicken. Sie fühlen diese Vergangenheit als Verpflichtung, auf heute zu schauen. Unter der Überschrift „Reformation gestern und heute“ möchten sie den Reformationsprozess als solchen historisch beleuchten, das Lutherbild des 19. Jahrhunderts kritisch in Erinnerung rufen, die aktuellen Entwicklungen der evangelischen Kirche aufzeigen und zur aktiven Beschäftigung mit biblischen Inhalten anregen.

Das ist eine ganze Menge an Inhalten – diese selbst gesetzten Themenschwerpunkte spiegeln sich alle im aktuellen Programm der Göttinger Stadtkantorei wieder. Im Mittelpunkt des Jahresprogramms stehen die beiden großen Konzerte mit dem Oratorium „Luther in Worms“ von Ludwig Meinardus am 21. Mai in Zusammenarbeit mit den Internationalen Göttinger Händel Festspielen sowie die Uraufführung des Oratoriums „Emmaus“ des Schweizer Komponisten Carl Rütti am 26. November.

In dem umfangreichen Programmheft finden sich auch zahlreiche andere Veranstaltungen. Eine ist dem Organisten Bernd Eberhardt besonders wichtig: die Orgelnacht „Organo pleno“ am kommenden Samstag, den 1. April. Für diesen Abend hat Eberhardt zehn Studierende im Fach Kirchenmusik/Orgel aus ganz Deutschland eingeladen, sich in Göttingen zu treffen und an der großen Ott-Janke-Orgel in der St. Johanniskirche zu musizieren. In dieser Aktion soll gezeigt werden, was junge Menschen heute bewegt, Kirchenmusik zu studieren. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bringt ein Programm von ca. 20 Minuten mit, in dem auch ein Akzent zum Reformationsjubiläum enthalten ist.

Um untereinander, aber auch mit den Zuhörern in Gespräch zu kommen, wurde extra ein Sofa in der Kirche aufgestellt. In dieser „Orgel-Lounge“ gibt es nicht nur Gespräche, sondern auch kleine Speisen und Getränke. Hören Sie zur Einstimmung auf diesen Abend eine Aufnahme von Max Regers Choralfantasie „Ein‘ feste Burg ist unser Gott“, op. 27 an der Orgel der Göttinger St. Johanniskirche, gespielt von Bernd Eberhardt.

Von dem Oratorium „Luther in Worms“ gibt es zwar einen Mitschnitt des Konzertes aus dem Jahr 1983, damals mit der NDR Radiophilharmonie Hannover, der Göttinger Stadtkantorei und dem Dirigenten Hermann Amlung. Leider ist dieses Tonmaterial nicht öffentlich. So ist wohl ein persönliches Erscheinen am 21. Mai erforderlich, um selbst einen Eindruck dieser Musik zu bekommen. Luther wird hier als Held der Freiheit dargestellt, der im Kampf gegen die römisch-katholische Kirche das unverfälschte Evangelium hochhält. Natürlich muss man den zeitlichen Kontext berücksichtigen, das Stück wurde 1874 komponiert. Die dramatische Gestaltung der Komposition und die musikalische Umsetzung in der Nachfolge von Mendelssohn Bartholdy lohnen sich aber, betont Bernd Eberhardt.

Zur Uraufführung am 26. November führt Eberhardt aus: „Ausgehend von der Frage, welche biblischen Texte uns heute besonders bewegen, gingen wir auf die Suche nach zeitgenössischen Oratorien zur Reformationsthematik und stellten schließlich fest, dass es so etwas nicht gibt.“ Aus dieser Erkenntnis entstand der Impuls, mit dem Komponisten Car Rütti in Kontakt zu treten. Immerhin hat Eberhardt mit seinem Göttinger Kammerchor im Jahr 2011 das „Requiem“ von Rütti in einer deutschen Erstaufführung zum Klingen gebracht und kurze Zeit später gemeinsam mit dem Cheltenham Bach Choir erklang die Aufführung der „Missa angelorum“ desselben Komponisten. Inzwischen ist immerhin der Titel des Werkes bekannt: „Emmaus“ nennt Rütti seine Komposition. Ihm liegt die Erzählung aus dem Lukas-Evangelium zugrunde, in der ein Fremder seine Zeitgenossen begeistert und zur Nachfolge bewegt, bevor sie ihn als dem Messias erkennen. Die Noten für dieses Werk liegen noch nicht vor, sie sollen erst kurz vor den Sommerferien eintreffen, damit die Kantorei genügend Zeit hat, das Stück einzustudieren.

Große Ereignisse werfen also ihre Schatten in der Johanniskirche voraus. Zahlreiche andere Termine ergänzen das Jahresprogramm, das in der Kirche ausliegt. Der nächste Termin nach der Orgelnacht am 1. April ist Ostersonntag, an dem im Gottesdienst die Kantate „Christ lag in Todesbanden“ von Johann Sebastian Bach erklingen wird. Diese Kantatenaufführung ist Bestandteil des Zyklus „Bachkantaten zu Lutherliedern“, das vom Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Göttingen unterstützt wird.

Erschienen in der Kategorie Göttinger Stadtkantorei
Montag, 12 Dezember 2016 16:45

Ja, ist denn schon Weihnachten?

"Weihnachtsoratorium" und "Magnificat" in der Johanniskirche mit der Göttinger Stadtkantorei, dem Göttinger Kammerchor und dem Göttinger Barockorchester

Erschienen in der Kategorie Göttinger Stadtkantorei
Sonntag, 06 November 2016 19:52

Musik in Kirchen - Kirchenmusik

Die Göttinger Stadtkantorei singt das Deutsche Requiem von Johannes Brahms

Erschienen in der Kategorie Göttinger Stadtkantorei
Sonntag, 19 Juni 2016 17:06

Mit großer Leidenschaft musiziert

Konzert mit dem Orchester Göttinger Musikfreunde

Erschienen in der Kategorie Orchester Göttinger Musikfreunde

Ein großartiges Geburtstagsgeschenk machte Bernd Eberhardt sich selber und seinen zahlreichen Gästen und Zuhörern zu seinem 50. Geburtstag. Das Orgelkonzert am Freitagabend in der St. Johanniskirche hatte er mit „Passacaglia“ überschrieben und drei große Orgelwerke ausgewählt.

Eine Passacaglia, der Begriff kommt aus dem Spanischen und bedeutet „pasar una calle“ = „eine Straße entlanggehen“, besteht aus Variationen über einem ostinaten Bassthema. Zu Beginn des Abends stellte Bernd Eberhardt die in den Kompositionen verwendeten Themen kurz vor und erläuterte den jeweiligen Aufbau der Stücke. Das Spiel von Eberhardt ist neben dem immensen technischen Können auch von großer Klarheit und Präzision gekennzeichnet, so dass im Laufe des Konzerts die Zuhörenden die zu Beginn vorgestellten Themen und Kompositionsprinzipien gut wiedererkennen konnten.

Von Dietrich Buxtehude (Passacaglia in d-Moll) über Johann Sebastian Bach bis hin zu Max Reger (Introduction, Passacaglia und Fuge in e-Moll) ging der musikalische Weg, den Eberhardt für diesen Abend gewählt hatte. Begann der Abend mit dem eher leisen und meditativen Werk von Buxtehude, wurde es anschließend hochkomplex. Johann Sebastian Bach zeigt seine Meisterschaft in der Kunst des Kontrapunkts und der Variationstechniken in der Passacaglia und Fuge in c-Moll in Vollendung. Eberhardt interpretierte das Werk so strukturiert und durchsichtig, dass die komplexen und virtuosen Stimmverläufe gut zu verfolgen sind und sich aus dem Gesamtklang immer wieder herausheben.

In diesem Jahr wird der hundertste Todestag von Max Reger begangen, daher lag es nahe, ein Werk dieses Komponisten, der viele großartige Orgelwerke geschrieben hat, mit ins Programm aufzunehmen. Das gewählte Opus 127 wurde für die Einweihung der weltgrößten Pfeifenorgel in Breslau 1908 als Auftragswerk komponiert. Bernd Eberhardt ließ die Ott-Orgel in St. Johannis erklingen, als habe sie ebenfalls 200 Register. Aber auch die leisen Töne und die – von Bach inspirierte – komplexe Fuge des Werks waren präzise herausgearbeitet.

Als Zugabe spiele Eberhardt ein „Sortie“ in Es-Dur von Louis James Alfred Lefébure-Wély und ließ damit Jahrmarktklänge erschallen, so dass die Zuhörer mit einem fröhlichen Schmunzeln auf die Straße traten und sich auf den Heimweg machten.

Erschienen in der Kategorie Johanniskirche
Dienstag, 22 März 2016 11:05

Musikalische Einstimmung auf die Karwoche

Musik zur Passion mit der Corvinuskantorei unter Hermann Amlung

Erschienen in der Kategorie Corvinuskantorei
Freitag, 11 März 2016 12:17

Verpasste Chance

Das Göttinger Symphonie Orchester und die Göttinger Stadtkantorei mit "Glaubenssachen" in der Stadthalle

Erschienen in der Kategorie Göttinger Symphonie Orchester
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